D-Mark: Die Währung, die zu Hause schlummert

Wie ein Sprecher der deutschen Bundesbank mitteilte, sollen noch knapp 5 Prozent des ursprünglichen Gesamtbestandes der früheren deutschen Währung in Sparstrümpfen und unter Matratzen stecken.

Wie viel D-Mark sind noch im Umlauf?

Vorausgesetzt, dass kein Bargeld vernichtet wurde, kursieren noch 180 Millionen Scheine sowie 24 Milliarden Münzen. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 13,8 Milliarden D-Mark. Im Jahr 2007 waren es noch knapp 14,4 Milliarden D-Mark.

2008 kamen bis zu 1.400 Personen täglich in die Filialen der deutschen Bundesbank, um ihre D-Mark in Euro umzutauschen. 2006 belief sich diese Zahl noch auf knapp 1.800 Wechselwillige.

Falls Sie auch noch D-Mark besitzen, dann müssen Sie sich mit dem Umtausch nicht beeilen: Die Bundesbank nimmt die ehemalige deutsche Währung unbefristet zurück und tauscht sie in nagelneue Euros um.

Spezialfall: Gedenkmünzen

Hohe Werte rufen früher oder später Fälscher auf den Plan. Das ist bei einem teuren Kunstwerk nicht anders als bei den Edelmetallen. Beim Silber ist man vor Fälschungen noch relativ sicher.

Der Preis ist trotz der Zuwächse in der jüngsten Vergangenheit immer noch relativ niedrig, sodass sich der Aufwand für den Fälscher nicht lohnt. Immer gefährdet wegen seines viel höheren Werts war und ist jedoch das Gold.

Goldbarren zu fälschen ist ein aufwendiges Geschäft, denn wegen ihres hohen Gewichts muss hier Wolfram zum Einsatz kommen. Dessen Schmelzpunkt ist so hoch, dass er einen großen technischen Aufwand erfordert.

Einfacher wird es, wenn kleiner Münzen gefälscht werden sollen. Der Gewichtsunterschied zwischen dem Goldoriginal und der Fälschung ist nicht mehr so groß, dass er auch von Laien beim Betrachten der Goldmünze sofort gespürt wird.

Besonders leicht zu fälschen ist die Goldmünze, die von der Bundesbank 2001 zum Abschied der D-Mark herausgegeben wurde, denn in diesem Fall bietet es sich für den Fälscher an, eine alte 1 D-Mark Kursmünze vergolden zu lassen.

Aus der Ferne oder auf den ersten Blick sehen sich Fälschung und Original zum Verwechseln ähnlich, doch wer genau hinschaut, der kann auch als Laie schnell die Unterschiede erkennen und damit einen teuren Fehleinkauf vermeiden.

Achten Sie auf den Jahrgang

Auf der Frontseite sind die Unterschiede zwischen der echten Goldmünze und einer vergoldeten Kursmünze eher gering. Manchmal unterscheidet sich die Gestaltung der Ziffer, doch diesen Unterschied erkennt man nur, wenn man beide Münzen gleichzeitig vor sich hat.

Auffälliger ist schon das Spiegeln der Oberfläche. Die Gedenkmünze wurde aufwendiger geprägt. Die tiefer liegenden Schichten glänzen, sodass man sich beim Betrachten darin spiegeln kann.

Im Vergleich dazu ist reflektiert eine vergoldete Kursmünze das Licht nur stärker ohne ein klares Spiegelbild auszubilden.

Den wichtigsten Unterschied bildet jedoch die Jahrgangszahl. Die Goldmünze zum Abschied der D-Mark wurde 2001 ausgeprägt – und zwar nur 2001. Trägt die Münze einen anderen Jahrgang, so liegt eine vergoldete Kursmünze vor.

Damit kann ein großer Teil der Fälschungen sogleich als solche erkannt werden.

Was aber wenn die Münze dem Jahrgang 2001 entstammt? Das ist möglich, setzt aber auf Seiten des Fälschers einen gewissen Aufwand voraus. Seit Ende der 90er Jahre war klar, dass die D-Mark gehen und der Euro kommen würde.

Deshalb wurden zwischen 1999 und 2001 von der Bundesbank keine neuen D-Mark Münzen mehr in den Umlauf gebracht. Ausgeprägt wurden nur noch die Kursmünzensätze für Sammler.

Diese haben eine deutlich geringere Auflage und sie kamen wie gesagt nicht in den normalen Zahlungsverkehr. Ein Fälscher müsste also einen dieser Kursmünzensätze auseinanderreißen um seine Fälschung „echter“ aussehen zu lassen.

Welche Unterscheidungsmerkmale die Rückseite aufweist und wie Sie sich beim Kauf am besten vor unangenehmen Gefahren schützen können, dazu morgen mehr.

Mehr zum Thema: DM vs. Euro – Kommt bald eine Währungsreform?


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17. März 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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