Darum sollten Sie keine Angst vor neuen Höchstständen haben

Der deutsche Leitindex DAX hat nach einem schwierigen und turbulenten Jahr 2016 hat der DAX am 7. Dezember ein neues Jahreshoch erreicht und befindet sich nur noch hauchdünn unter der runden 11.000-Punkte-Marke.

Viele Anleger werden sich jetzt sicher fragen, wie es weitergeht.

Eine verblüffend einfache Antwort ist von der Börsen-Legende Andre Kostolany überliefert. Seine ewig gültige DAX-Prognose lautete: „Er wird steigen“.

Die Antwort von Kostolany klingt trivial, aber die Mehrheit der Deutschen würde den wahren Kern dieser Aussage nicht erkennen.

Speziell die Crash-Phase 2000 – 2003, als der DAX von 8.000 auf 2.200 Punkte abstürzte, hat die Aktien-Kultur in Deutschland massiv beschädigt; das Misstrauen ist riesig.

Immer wieder habe ich in den vergangenen Jahren einen Satz gehört: „Alles, was steigt, fällt auch wieder.“

Diese Aussage ist nicht korrekt. Das zeigen die Kurs-Entwicklungen des DAX oder auch des Dow Jones.

Es gibt mehrere Gründe, warum der DAX in den nächsten Jahren mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit noch sehr viel deutlicher in den 5-stelligen Bereich klettern wird:

Die Inflation treibt die Börsenkurse

Papierwährungen neigen zur Schwäche; das galt für die relativ solide D-Mark und das gilt auch für den Euro.

Auf lange Sicht müssen Sie pro Jahr mit einer durchschnittlichen Geld-Entwertung von 2 – 3% rechnen. Zur Inflation gehört auch, dass die Unternehmen die Preise erhöhen.

Bei einer konstanten Gewinnmarge steigen die Gewinne – und als Reaktion auch die Aktienkurse. 2 – 3% Kursgewinn pro Jahr können Sie also als „automatischen“ Inflations-Ausgleich verbuchen.

Der DAX ist ein Performance-Index

Ein Performance-Index (im englischen auch „total return index“ genannt) wird so berechnet, als ob alle Dividenden und sonstigen Einnahmen aus dem Besitz der Aktien, wie etwa Bezugsrechts-Erlöse, wieder in die Aktien reinvestiert würden.

Auch das steigert regelmäßig den DAX-Wert.

Aus meiner Sicht ist das die beste Index-Form. Denn: Auch Sie als Aktien-Besitzer erhalten die Dividenden und die Bezugsrechts-Erlöse. Das gehört zum Gesamt-Ergebnis dazu.

Es wäre ja auch unsinnig, eine Anleihe zu bewerten und dabei die Zins-Erträge zu ignorieren.

Der deutsche Leitindex DAX und auch viele andere Aktien-Indizes werden sowohl als Performance- als auch als Kursindex berechnet.

Sie können daher sowohl die Index-Entwicklung inklusive der Dividenden als auch die reine Kurs-Entwicklung betrachten.

Schwache Unternehmen werden aussortiert

Ein Index zeigt immer an, welche Unternehmen in der Vergangenheit erfolgreich waren. Wer schwächelt, wird zum Absteiger.

Die Auf- und Abstiegs-Regeln sorgen dafür, dass regelmäßig „Ballast“ abgeworfen wird.

Wenn Sie diese 3 Faktoren berücksichtigen, kommen Sie zum gleichen Ergebnis wie Kostolany: Der DAX wird steigen – nicht unbedingt kurzfristig, wohl aber über einen längeren Zeitraum.

Wenn wir eine kleine Muster-Rechnung aufmachen und die 8% Rendite fortschreiben, die der DAX von 1988 bis 2016 im Durchschnitt erreicht hat, wird er im Jahr 2038 bei rund 55.000 Punkten notieren.

Daher mein Fazit: Wer an der Börse Ausdauer hat, der wird auch belohnt!

7. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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