Das Abo-Modell ist der neue Trend bei den Software-Unternehmen

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Software as a Service (SaaS) als Abo boomen, die Kosten sind planbar und die Software immer aktuell. (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Die Corona-Pandemie stellt ganze Geschäftsmodelle der Softwareanbieter auf den Kopf. Trends wie die Umstellung bei Softwareverkäufen auf Abo-Modelle, Cloudlösungen und höhere Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen lassen Software- und TEC-Unternehmen boomen. Mittlerweile haben die meisten Softwareanbieter auf Abonnement-Lösungen umgestellt. Die Softwarelösungen können flexibel im monatlichen Abo-Modell bezogen werden. Software as a Service (SaaS) als Abo wird von den Kunden gerne in Anspruch genommen, die Kosten sind planbar und die Software immer aktuell.

Software-Anbieter profitieren von planbaren Umsätzen, einem skalierbaren Geschäftsmodell und automatisierter Abrechnung mit geringem Aufwand. Marktforschungen zeigen, dass mehr als 80% der Softwareanbieter ihr Geschäftsmodell auf Abonnements umstellen oder bereits umgestellt haben. Branchenriesen wie Microsoft, SAP, Adobe und viele mehr haben den Erfolg vom Geschäftsmodell Abo bereits bewiesen.

SAP will CO2-Ausstoß transparent machen

Nachhaltigkeit ist mittlerweile das Gesellschaftsthema und auch ein Geschäftsvorteil. Mit einer neuen Softwarelösung will SAP für Unternehmen den CO2-Fußabdruck eines Produktes abbilden und vergleichbar machen. Direkte und indirekte Emissionen sollen einfließen. Klimaeinflüsse von Zulieferern, Emission von Fabriken und Büros, Energieverbrauch und vieles mehr sollen für den Konsumenten ersichtlich gemacht werden. Der SAP-Vorstand ist davon überzeugt, dass Transparenz beim CO2-Fußabdruck künftig einen deutlichen Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen bieten wird.

Open-Source-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung

Großstädte wie München und Hamburg wollen künftig mehr auf Open Source Software setzen. Einerseits will man sich nicht von einem Softwarehersteller abhängig machen, andererseits können so neue digitale Lösungen kostenlos genutzt werden. Als Open Source wird Software bezeichnet, deren Code eingesehen, verändert und genutzt werden kann, meist kostenlos. Dem Softwarehersteller Microsoft waren Open-Source-Lösungen wie Linux lange ein Dorn im Auge. Anstelle von Verdrängung hat der aktuelle Microsoftchef einen pragmatischeren Zugang und versucht auf Kooperation zu setzen.

Softwareanbieter mussten IT-Sicherheit erhöhen

Die intensive Homeoffice-Nutzung erhöhte auch das Sicherheitsrisiko. Soviel Homeoffice wie in den vergangenen Monaten wurde von Firmen und deren Mitarbeitern noch nie in Anspruch genommen. Eine aktuelle Umfrage von Check Point Software zeigt, dass eine der größten Herausforderungen in der Pandemie die Umstellung auf sicheres Homeoffice war. Rund 79% der Befragten gaben an, dass die Hauptpriorität jetzt verstärkt auf der Unternehmenssicherheit und der Verhinderung von Cyber-Angriffen liegt.

Für Softwareanbieter war ein erhöhter Bedarf nach sicheren Fernzugriffen und VPN-Kapazität spürbar. Besonders hohes Risiko stellen oft die Mitarbeiter selbst dar. Aufgrund von geringem Wissen können bei der Nutzung des eigenen PCs oder dem Internet enorme Sicherheitsrisiken für die Unternehmen entstehen. Aber auch die Software- Anbieter selbst kämpften mit aufkommenden Sicherheitslücken und hoben in kürzester Zeit die IT-Security auf höchstes Niveau. Check Point Software konnte sogar eine Sicherheitslücke bei Microsoft Azure beheben.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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