Das ändert sich im Jahr 2015 für Ihr Geld

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Änderungen zum Thema Geld im Jahr 2015.

Einführung des Mindestlohns

Seit dem 1. Januar gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde – mit einigen Ausnahmen. Branchen mit laufenden Tarifverträgen dürfen bis zu zwei Jahre davon abweichen, aber auch hier wird der Stundenlohn schrittweise nach oben angepasst. Wem bisher ein sehr niedriger Stundenlohn gezahlt wurde, erhält damit einen spürbaren Aufschlag.

Höherer Arbeitnehmerpauschbetrag

Eine weitere gute Nachricht für Arbeitnehmer: Der Pauschalbetrag bei den Werbungskosten (Arbeitnehmerpauschbetrag) wurde zum 1. Januar ebenfalls angehoben.

Er steigt von 1000 auf 1130 Euro. Als Arbeitnehmer müssen Sie also 130 Euro weniger versteuern. Wie viele Steuern Sie dadurch sparen, hängt von Ihrem Steuersatz ab. Bei 30% sind es beispielsweise 39 Euro.

Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt erneut

Mit dem Lebensversicherungsreformgesetz wurde zum 1. Januar 2015 der Garantiezins für Neuverträge bei Lebensversicherungen von 1,75 auf 1,25% erneut gesenkt. Der Abschluss von Lebensversicherungen wird damit noch unattraktiver. Ein Grund mehr sich renditestärkeren, flexibleren und nicht so gebührenintensiven Formen der Geldanlage zuzuwenden.

Auch für vorzeitig aussteigende Altkunden kann es durch die Reformen zu Einbußen kommen: Ist ein Versicherungsunternehmen finanziell schlecht aufgestellt, muss es Kunden weniger bzw. im schlimmsten Fall gar nicht an seinen Bewertungsreserven beteiligen.

Neue Krankenkassenbeiträge + Zusatzbeiträge

Der Beitragssatz zur Krankenversicherung ist seit dem 1. Januar von 15,5 auf 14,6% des Bruttoeinkommens gesunken. Diesen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte.

Trotzdem zahlen dadurch längst nicht alle Versicherten niedrigere Krankenkassenbeiträge. Denn die Kassen dürfen einen einkommensabhängigen prozentualen Zusatzbeitrag verlangen, der allein von den Versicherten zu zahlen ist.

Viele Kassen haben den Zusatzbeitrag so angesetzt, dass sich am Gesamtsatz für den Versicherten gar nichts ändert. Es gibt aber auch Kassen ohne oder mit geringerem Zusatzbeitrag. Vergleichen lohnt sich also!

Rentenbeitrag sinkt

Eine Beitragssatzsenkung, die auch bei allen Versicherten ankommt, gibt es bei der Rentenversicherung. Hier wird der Beitragssatz von 18,9 auf 18,7% gesenkt.

Mehr Leistungen für die Pflegeversicherung, Beitragssatz steigt

Im Gegenzug steigt allerdings der Beitragssatz für die Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35% für Eltern und 2,6% für Kinderlose.

Immerhin steht dieser Beitragsanhebung auch eine höhere Leistung für Pflegebedürftige und deren pflegenden Angehörigen gegenüber. Außerdem werden ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet und zusätzliche Betreuungskräfte eingestellt.

Bezahlung von Immobilienmaklern

Bisher war es in der Regel so, dass die künftigen Mieter bzw. Käufer einer Immobilie die Courtage für den Immobilienmakler zu zahlen hatten, wenn der Eigentümer ihn beauftragt hatte. Jetzt kommt das „Bestellerprinzip“ zur Anwendung: Das bedeutet: Wer den Makler beauftragt, muss ihn auch bezahlen.

Ökostromumlage sinkt

Zum Schluss eine gute Nachricht für alle Verbraucher: Zum ersten Mal seit ihrer Einführung im Jahr 2000 wird die EEG-Umlage zur Finanzierung Erneuerbarer Energien auf den Strompreis leicht sinken, nämlich von 6,24 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde.

Dies mag nicht viel sein. Erfreulich ist aber, dass die steile Aufwärtsspirale der vergangenen Jahre damit erst einmal gestoppt ist.

8. Januar 2015

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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