Das Bundesbank-Desaster und seine Folgen

Rund 6 Monate vor der Bundestagswahl im September 2017 überschlagen sich die Positiv-Meldungen:

  • geplante Renten-Angleichung zwischen Ost und West,
  • die Konjunktur zieht an,
  • fast keine Arbeitslosen,
  • ausreisepflichtige Asylbewerber werden in Massen abgeschoben
  • und so weiter.

Deutsche Fake News

Dabei kommentieren viele Leser bereits: „Ich kann es nicht mehr hören! Glaubt das wirklich noch jemand? Ich jedenfalls nicht.“

Und auch Sie wären gut beraten, wenn Sie diesen überwiegenden Fake News keinen Glauben schenken, die täglich durch die Mainstream-Medien verbreitet werden.

Ja, US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Medien-Kritik teilweise schon recht…

Politiker sollten vor der eigenen Haustüre kehren

Verschwiegen von den Damen und Herren Politikern – und zumeist auch von der Massenpresse – sind die negativen Aspekte, die es hierzulande zuhauf gibt.

Während Griechenland wieder einmal gebasht wird, sollten die Volksvertreter viel lieber vor der eigenen Haustüre kehren.

Es geht beispielsweise um die Bundesbank und die Folgen ihres Handelns.

Halten Sie sich fest! Denn das, was nun kommt, wird im Allgemeinen nicht an die große Glocke gehängt – so wie immer…

Das Bundesbank-Desaster

Die Bundebank erzielte 2016 wegen einer höheren Risiko-Vorsorge lediglich einen Überschuss von 1,0 Mrd. €. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 3,2 Mrd. €.

Wenn Sie jetzt vielleicht denken: „Was geht das mich an?“: Seit mehr als 1 Jahrzehnt ist das der geringste Gewinn der Zentralbank!

Und damit überweist sie heuer wenig Geld an das Bundesfinanzministerium

Zieht man das Kapital wegen der neuen Regelung für Pensions-Rückstände ab, so fließen in Wolfgang Schäubles Kasse nur noch 400 Mio. € – eigentlich ein Witz.

Vor der Bundestagswahl ist alles toll

Allerdings ist dies kein Witz, sondern purer Ernst!

Trotz des tiefen Lochs, das dadurch in den Haushalt gerissen wird, versicherte Schäuble schnell, dass die berühmte Schwarze 0 nicht gefährdet sei – wer’s glaubt, wird selig!

Klar, vor der Wahl wird Ihnen garantiert nichts anderes erzählt…

Die Wagnis-Rückstellung und ihre Folgen

Doch das ist die Bundesbank betreffend noch längst nicht alles an schlechten Nachrichten:

Zukünftig könnte es vielleicht noch weniger Kohle aus ihren Tresoren für den Deutschen Haushalt geben.

Denn die sogenannte Wagnis-Rückstellung, mit der die Notenbank für mögliche Verluste vorsorgen will, kann höher als bisher ausfallen.

Der Grund: Die künftige Straffung der EZB-Zins-Politik könnte gerade solche Verluste ergeben – höhere Zinsen erwartet Bundesbank-Präsident Jens Weidmann jedoch erst im Jahr 2019.

28. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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