Das Ende des Euros kommt immer näher

Nun reihen sich immer mehr Politiker ein in die Reihen der Euro-Kritiker.

Das neueste Mitglied dieser Riege ist der finnische Außenminister Erkki Tuomioja. In einem Interview erklärte er nun, dass „sich die Länder Europas auf ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone vorbereiten müssen.“

Zudem sagte Tuomioja: „Es gibt keine Regeln dafür, wie man den Euro verlässt, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis entweder der Norden oder der Süden wegbrechen wird.“

Das bestätigt einmal mehr, was ich Ihnen schon lange schreibe: Die Finanzkrise 2008/2009 wurde nie gelöst, sondern es wurden mit gewaltigen Finanzmitteln nur einige Jahre eines Schein-Aufschwungs erkauft. Umso heftiger wird die jetzt anstehende Krise in der Euro-Zone werden. Schon im November 2010 schrieb ich den Lesern meines Börsendienstes „Crash-Investor“:

„Verschwiegen wird bei den aktuellen Jubelmeldungen meist, dass es sich bei einem solchen „Boom“ oftmals nur um ein kreditfinanziertes Strohfeuer handelt, bei dem am Ende nur Scherben übrig bleiben.Auch jetzt soll uns wieder der „große Aufschwung“ und der „Superboom“ vorgegaukelt werden.

Doch auch dieses Strohfeuer wird nicht lange anhalten und dann wird die düstere Realität umso erschreckender sein. Aus diesem Grund werden wir im Crash-Investor unsere Absicherungsmaßnahmen gegen die nächste Krise fortsetzen und uns von Zweckoptimismus und Propaganda nicht anstecken lassen.“

Jetzt zeigt sich zunehmend, dass Sie mit meiner Krisenwarnung weitaus besser liegen, als wenn Sie den optimistischen Prognosen der letzten Zeit geglaubt haben. Denn die jetzt kommende Krise wird deutlich massiver ausfallen als die Finanzkrise 2008/2009: Diesmal müssen Sie – wenn Sie falsch aufgestellt sind – mit erheblichen Einbrüchen bei Ihrem Vermögen rechnen.

Dabei wird derjenige die größten Einbrüche erfahren, der die Krisensignale ignoriert oder sich langfristig und einseitig aufgestellt hat. Deshalb rate ich Ihnen immer wieder, dass Sie alle Arten von langfristig gebundenen Investments und Schulden unbedingt vermeiden sollten.

Einzige Lösung: Euro muss aufgegeben werden

Bei der Euro-Krise wird es immer deutlicher, dass die ungeliebte Einheitswährung früher oder später aufgegeben werden muss. Das sehen nun auch immer mehr Politiker so. Doch der Euro kommt Ihnen schon jetzt teuer zu stehen: Fatal wird es jetzt für Sie, weil auch Sie durch Ihre Steuern immer mehr die Pleiteländer mitfinanzieren müssen.

Da die Länder im Euro sich auseinander entwickeln, werden diese Lasten für Sie immer größer werden. Die Euro-Krise ist meiner Ansicht nach nicht lösbar, da die Unterschiede der Länder nicht aufgehoben werden können.

Je früher wir aus diesem Wahnsinns-Projekt aussteigen umso besser. Das hätte zwar auch für uns massive, vorübergehende Folgen, aber ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende.

Dass der Euro nicht funktionieren kann und uns in eine Krise ungeahnten Ausmaßes stürzen wird, habe ich bereits seit 1996 prognostiziert.

Damals wurde ich jedoch von den „Experten“ ausgelacht – heute ist ihnen das Lachen darüber wohl vergangen.

17. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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