Das Geldvermögen deutscher Haushalte legt weiter zu

Schon häufiger habe ich Ihnen an dieser Stelle über das aus meiner Sicht falsche Sparverhalten eines Großteils der deutschen Bevölkerung geschrieben.

Allerdings konnte das Vermögen der Deutschen dennoch im 4. Quartal des vergangenen Jahres weiter zulegen. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Studie zeigt: Geldvermögen deutscher Haushalte steigt an

Im Schlussquartal des Jahres 2016 legten die Bestände der privaten Haushalte (inklusive Wertzuwachs) um 98 Mrd. € auf rekordhohe 5,6 Bio. € zu. Dies hat die Deutsche Bundesbank vor wenigen Tagen berichtet.

Damit hält der Trend steigender Geldvermögen seit dem Abklingen der Finanzkrise nahezu ohne Unterbrechungen an.

Während das Geldvermögen der Deutschen im 1. Quartal 2009 (im Zuge der Finanzkrise) noch auf 4 Bio. € abgerutscht war, legte es seither weitgehend stetig auf besagte 5,6 Bio. € zu.

Das ist eine durchaus erfreuliche Entwicklung; schließlich bedeuten diese Zahlen einen Zuwachs von 40% von Anfang 2009 bis Ende 2016.

Wenn wir aber berücksichtigen, wie sich die Aktienmärkte in diesem Zeitraum entwickelt haben, relativiert sich das Plus von 40% des deutschen Geldvermögens von 2009 bis 2016 sehr schnell.

Der deutsche Leitindex DAX kam von Anfang 2009 bis Ende 2016 auf ein sattes Plus von 136%. Von diesen hohen Gewinnen haben die meisten Deutschen nicht profitiert.

Denn nach wie vor ist die Beziehung der Deutschen zur Anlageklasse Aktie stark unterkühlt; das zeigen einmal mehr die aktuellen Zahlen:

Aktien und Aktienfonds nach wie vor wenig gefragt

Während Investmentfonds im Schlussquartal 2016 immerhin noch einen moderaten Mittel-Zufluss von 5,5 Mrd. € verzeichneten, verbuchten Aktien und sonstige Anteils-Rechte sogar einen Mittel-Abfluss von 0,7 Mrd. €.

Dabei konnten im Betrachtungs-Zeitraum vor allem die Fonds- und Aktiensparer von Wertzuwächsen profitieren.

Denn das „günstige Kapitalmarkt-Umfeld“ hob das Geldvermögen neben dem Neuzufluss um gut 53 Mrd. € in den Monaten Oktober bis Dezember 2016 an.

Das war v. a. der Aktienkurs-Entwicklung zuzuschreiben, wie die Bundesbank betont.

Bevorzugt werden von den deutschen Sparern jedoch nach wie vor Bargeld und Sichteinlagen. Im 4. Quartal 2016 führten die Deutschen diesen Posten insgesamt 44,4 Mrd. € zu.

Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008, als die Sparer – offenbar verunsichert von der Lehman-Pleite – im 4. Quartal 76,1 Mrd. € dort geparkt hatten.

Diese Chancen winken am Aktienmarkt

Wie Sie gerade erfahren haben, sind Aktien und Aktienfonds seitens der deutschen Sparer nach wie vor wenig gefragt.

Dabei bietet die Anlageklasse Aktien auf längere Sicht das mit Abstand attraktivste Rendite-Potenzial.

So brachten es beispielsweise die Aktien aus dem deutschen Leitindex DAX seit der DAX-Gründung im Jahr 1988 auf eine jährliche Durchschnitts-Rendite von rund 8% (inklusive Dividenden).

Der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones, den es schon seit weit mehr als 100 Jahren gibt, brachte inklusive der Dividenden ebenfalls eine jährliche Durchschnitts-Rendite in diesem Bereich.

Daher sollten Sie, sofern Sie es nicht schon tun, auf Aktien setzen, wenn Sie eine nennenswerte Rendite erzielen wollen.

Wie das geht und auf welche Aktien Sie beispielsweise setzen können, erfahren Sie regelmäßig hier an dieser Stelle.

18. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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