Das Internet der Dinge (IdD) revolutioniert die Elektronik-Branche

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Das Internet der Dinge soll auf intelligente Weise viele unserer Alltags-Gegenstände vernetzen – ein riesiger Markt tut sich da auf! (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die Elektronik-Branche zählt zu den wichtigsten Branchen im Endkunden-Geschäft.

Kaum ein anderer Markt wird so stark vom Verbraucher dominiert wie der Markt für Elektronik-Geräte.

Das Wettbewerbs-Umfeld ist deshalb besonders dynamisch und geprägt von technischen Innovationen.

Wer mit diesem Tempo nicht mithalten kann, bleibt schnell auf der Strecke; alte Geschäfts-Modelle werden aufgegeben, verkauft oder eingestampft.

Elektronik-Branche vor der Revolution

Jetzt steht dieser dynamische Markt vor einer echten Revolution: Das Internet der Dinge (IdD) ist auf dem Vormarsch.

Dabei handelt es sich um die intelligente Vernetzung von Alltags-Gegenständen.

Was zunächst wie eine alberne Spielerei klingt, ist in Wirklichkeit DER neue Milliardenmarkt schlechthin.

Nach einer neuen Studie einer der größten Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften sollen allein in Deutschland bis 2020 über 100 Mio. vernetzte Endgeräte verkauft werden.

Dabei sind Smartphones und Tablets natürlich noch nicht einmal mit eingerechnet.

Wer im neuen Markt das Rennen machen wird, ist noch völlig unklar

Neben den klassischen Elektronik-Konzernen werden sicherlich Alphabet, Apple und Samsung Electronics vorne mitspielen.

Allerdings setzen auch Honeywell International und Hitachi gezielt auf diesen Mega-Trend.

Selbst Stanley Black & Decker denkt bereits über computerunterstützte Werkzeuge nach.

Auch Zumtobel will seine verbesserte Ertragskraft dafür nutzen, in die Erforschung von Zukunfts-Technologien rund um das Thema IdD zu investieren.

Licht sei dafür prädestiniert, ein „Grundpfeiler für die Infrastruktur des IdD zu sein.“

Stift Kurse Geld – shutterstock_458336038 William Potter

LED-Aktie aus ÖsterreichDie Leuchtmittel-Branche unterliegt einem technologischen Wandel. LEDs revolutionieren den Markt. Was macht Zumtobel daraus? › mehr lesen

Panasonic: Weg von Unterhaltungs-Elektronik – Hin zu Smart-Home-Lösungen

Panasonic zieht sich zwar zunehmend aus der klassischen Unterhaltungs-Elektronik zurück und setzt schwerpunktmäßig auf den Bereich Automobile und industrielle Kühlungs-Systeme, aber auch hier ist das IdD ein zentrales Thema.

Bei Panasonics Vision vom Smart Home sind alle Regalflächen, Haushalts-Geräte, Türen, etc. eng miteinander vernetzt:

Die Glasvitrine wird zum Bildschirm oder der massive Holztisch in Verbindung mit einer Tellerhaube zur Herdplatte.

Thales kauft Big-Data-Expertise ein

Mit der Übernahme von Guavus Inc für 215 Mio. $ bereitet sich Thales auf die Herausforderungen des IdD vor.

Thales-CEO Caine geht davon aus, dass sich das globale Daten-Volumen durch das IdD alle 2 Jahre verdoppeln wird.

Mit der Übernahme stärkt Thales seine Expertise im Bereich der Big-Data-Analytics. Guavus-Plattformen können bis zu 5 Petabytes an Daten pro Tag sammeln und analysieren.

Big Data ist für Thales z. B. in den Bereichen Cyber-Security, Infrastruktur-Monitoring und System-Optimierung von elementarer Bedeutung.

Damit rüstet sich Thales für die digitale Transformation seiner Kunden. 

Isra Vision: Mit Innovationen zum Erfolg

Wenigstens genauso innovativ ist das Top-Unternehmen der Elektronik-Branche: Isra Vision.

Der Automatisierungs-Experte hat seinen Umsatz im 1. Halbjahr um 11% auf fast 60 Mio. € gesteigert. Das operative Ergebnis stieg ebenfalls um 11% auf rund 12 Mio. €.

Zudem hat sich Isra einen strategischen Großauftrag in Asien gesichert: Für mehr als 5 Mio. € sollen 3D-Inspektions-Systeme ausgeliefert werden.

Damit kann die starke Geschäfts-Entwicklung der ersten Monate für das Gesamtjahr problemlos bestätigt werden.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.