DAS nenne ich einen Unterschied!

Heute habe ich einen ungewöhnlichen Chart-Vergleich vorbereitet: Lassen Sie sich überraschen! (Foto: Deutsche Börse AG)

Gestern wurden die neue Regierungskoalition aus CDU / CSU und SPD sowie die neue (alte) Bundeskanzlerin Angela Merkel im Amt vereidigt.

Der DAX reagierte darauf mit einem müden Anstieg von +0,14%. Das ist nicht gerade das, was wir eine „ermutigende“ Begrüßung der neuen Regierung nennen würden.

Als Donald Trump am 20. Januar 2017 als US-Präsident vereidigt wurde, kletterte der Dow Jones Industrial Average immerhin um +0,48%.

Nun gut: Auf die Amtseinführung Trumps folgte bis Ende Januar 2018 ein Dow Jones-Anstieg von in der Spitze +25,5%. Und noch kann der DAX ja auf die Amtseinführung von Frau Merkel in den kommenden 12 Monaten ähnlich gut reagieren.

Wir wollen heute mal schauen, wie es derzeit um die Chancen für eine solche Rallye im DAX bestellt ist.

Halten Sie es bei Ihren Analysen einfach!

Bei der Analyse von Charts ist es immer gut, es einfach zu halten: Daher habe ich heute einmal eine, auf den ersten Blick, etwas ungewöhnlich anmutende Grafik für Sie vorbereitet.

Im gleich folgenden Vergleichs-Chart von Dow Jones und DAX sehen Sie nämlich NICHT den Kursverlauf der beiden Indizes, sondern lediglich je 3 Tagelinien. Sie kennen das gewiss:

Tagelinien: Objektive Trend-Anzeiger

Eine Tagelinie ist nichts anderes als der Durchschnitt der Schlusskurse eines betrachteten Marktes in einem von Ihnen vorab bestimmten Zeitraum. Mit jedem neu hinzu kommenden Schlusskurs fällt der erste des Berechnungszeitraumes heraus.

Daraus resultiert eine fortlaufende Linie von Durchschnittswerten, weshalb die Tagelinie auch als Gleitender Durchschnitt (oder abgekürzt z.B. GD200 für die 200-Tagelinie) bezeichnet wird.

Eine solche Tagelinie bringt Ihnen einige Vorteile – hier zwei der wichtigsten: Sie ist zunächst einmal objektiv, da sie ja ausschließlich aus den Schlusskursen berechnet wird – eine 129-Tagelinie beispielsweise ist in jedem Chart eines Marktes identisch.

Überdies zeigen Ihnen Tagelinien den Trend innerhalb des von Ihnen gewählten Zeitraumes an: Ich benutze standardmäßig 20 Tage für den kurz-, 50 Tage für den mittel- und 200 Tage für den langfristigen Trend.

DAX und Dow Jones: Trends pur

Und damit sind wir auch schon bei meiner ungewöhnlichen Grafik angelangt. Mein Tipp:

Lassen Sie das Ganze für einen Moment auf sich wirken, bevor Sie weiterlesen. Und versuchen Sie einmal, für sich zu einem Analyseergebnis zu gelangen:

Tagelinien-Vergleich Dow Jones und DAX: Trends pur

Ihre Schlussfolgerung aus dem Gesehenen sollte etwa so ausschauen:

  1. Der langfristige Trend im Dow Jones kennt in dem hier betrachteten Zeitraum seit Anfang 2017 nur eine Richtung: Aufwärts. Im DAX ist die 200-Tagelinie seit der zweiten Februarwoche leicht nach unten abgeknickt.
  2. Auch der mittelfristige Trend des US-Leitindex steigt in diesen 14 ½ Monaten nur. Im DAX kippte der mittelfristige Trend einmal im Sommer des vergangenen Jahres und ist nun seit Anfang Februar 2018 erneut abwärts gerichtet.
  3. Die 20-Tagelinie des Dow Jones lag mit 2 Ausnahmen kontinuierlich über der 50-Tagelinie: Das dokumentiert einen extrem starken Aufwärtstrend. Beim DAX gilt dies lediglich für insgesamt 9 der hier betrachteten 14 Monate.
  4. Last not least: Beim DAX zeichnet sich eine Überkreuzung von 50- und 200-Tagelinie ab. Anders gesagt: Der mittelfristige Trend wird unter den langfristigen abrutschen. Das ist charttechnisch ein nicht gerade ermutigendes Signal.

Es könnte immerhin dadurch „geheilt“ werden, dass der DAX ab jetzt kräftig durchstartet und die 50-Tagelinie dadurch in ein paar Wochen ein gegenteiliges Signal generiert.

Fazit

Aus aktueller Sicht sind US-Aktien – wie mein Trendlinien-Vergleich sichtbar gemacht hat – eindeutig die bessere Wahl.

„Mutti“ Merkel und ihre neue Crew müssen sich also mächtig ins Zeug legen, um dem DAX in den nächsten 12 Monaten zu einem vergleichbar guten Resultat zu verhelfen, wie es Trump beim Dow Jones gelungen ist.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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