Das Netzwerk des neuen Shooting-Stars Jens Spahn

Was Jens Spahn als Gesundheitsminister erreichen will ist keine Reformation, sondern auch Witz. Wir verraten Ihnen, warum. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Jens Spahn ist der neue Shooting-Star in der CDU. Im Falle einer Neuauflage der Großen Koalition soll er Bundesgesundheitsminister werden.

An seinem Beispiel möchten wir Ihnen in unserer neuen Beitrags-Reihe die Verzahnung zwischen Karriere, Lobbyismus und Politik aufzeigen. Und wie ein solches Netzwerk tatsächlich funktioniert.

Was Spahn als Gesundheitsminister erreichen will ist ein Witz und keine Reformation

Wir haben Ihnen bereits aufgezeigt, dass Spahn u.a. eine Gleichheit hinsichtlich gleich schneller Arzttermine für privat und gesetzlich Versicherte erreichen will.

Doch das reicht längst nicht aus, denn es existiert tatsächlich im Umgang mit dem Patienten ein Zwei-Klassensystem.

Dieses müsste komplett reformiert werden.

Spahn wird scheitern – oder doch nicht?

Während ein Teil der Presse Spahn bereits feiert, gehen andere differenzierter mit ihm um. So schreibt etwa die Welt:

„Würde freilich Spahn gelingen, was er vollmündig verspricht, nämlich die Wartezeiten für Kassenpatienten an jene von Privatpatienten anzugleichen, desgleichen die gezahlten Honorare, und außerdem die Pflege menschenfreundlich zu gestalten, wäre er wirklich ein Held.“

Doch im gleichen Atemzug resümiert die Welt:

„Wahrscheinlicher ist aber, dass Spahn scheitert. Wenn er die von den gesetzlichen Kassen gezahlten Arzthonorare heraufsetzt, ruiniert er die Kassen.“

Spahn und das Problem mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit in Arztpraxen

Die Welt bringt es dann auf den Punkt:

„Solange der Arzt vom Privatpatienten für die gleiche Leistung mehr Geld bekommt, wird das ‚Gebot der Wirtschaftlichkeit’, das zu beachten sich Ärzte bei der Niederlassung verpflichten, ihm die Vorzugsbehandlung des Privatpatienten nahelegen. Sonst geht der zur Konkurrenz. Daran ändern auch Internet-Terminbörsen nichts.“

Und tatsächlich: Genauso und nicht anders ist es!

Marktwirtschaft und ärztliches Angebot

Dabei gebe es marktwirtschaftliche Möglichkeiten, das ärztliche Angebot an die Nachfrage anzupassen. Wie? Ganz einfach, wie die Welt weiter verrät:

„Würde der Staat aufhören, die privaten Kassen indirekt durch die Beamtenbeihilfe zu subventionieren, käme man der Gleichheit aller Menschen vor dem Arzt einen großen Schritt näher.“

Und weiter:

„Würde den Ständeorganisationen der Ärzte das Recht entzogen, die Zahl der Praxen zu beschränken, um eine ‚Überversorgung’ zu vermeiden, wären lange Wartezeiten bald eine Sache der Vergangenheit. Die Ärzte wären, wie andere Dienstleister auch, über jeden neuen Kunden froh.“

So einfach ist das, verstehen Sie?

Wichtige Hintergründe zu Jens Spahn

An dieser Stelle wird es Zeit dafür, Ihnen hinsichtlich Jens Spahn nicht nur seine Ziele, sondern auch seine Verbindungen und Netzwerke aufzuzeigen. Denn diese Informationen sprechen eine deutliche Sprache.

Auf Informationsbasis von Lobbypedia, haben wir Ihnen deshalb sämtliche Hintergründe über Spahn, seine Lobbytätigkeiten, Verbindungen und Netzwerke zusammengetragen.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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