Das Risiko der Targets-Salden – diese Hintergründe müssen Sie kennen

Eurocrash droht: Der Target2-Saldo der Bundesbank ist jetzt völlig aus dem Ruder gelaufen und zeigt immer neue Rekordwerte. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Im Hintergrund braut sich eine große Gefahr zusammen – und die betrifft auch Sie und Ihr Vermögen. Es geht einmal mehr um die ausufernden Target 2 Salden. Beim Target2-System handelt es sich um ein Ausgleichssystem innerhalb des Euroverbundes, bei dem Überweisungen zwischen den am Euro beteiligten Nationen durch die Notenbanken ausgeglichen werden sollen.

Doch dieser Ausgleich funktioniert seit der Finanzkrise 2008 zunehmend nicht mehr. Das bedeutet, dass die ausländischen Notenbanken, und hier vor allem die Notenbanken der schwachen Eurostaaten Italien, Spanien, Portugal und Griechenland, Überweisungen aus deren Ländern nach Deutschland nicht mehr der Deutschen Bundesbank erstatten, sondern dafür immer mehr Schulden auflaufen.

Gravierend war dieses Problem während der Eurokrise im Jahr 2012, als schon fast 800 Milliarden Euro an Forderungen an die ehemaligen Schwachwährungsländer bestanden. Nach einer kurzzeitigen Phase der Konsolidierung steigt dieser Saldo wieder bedrohlich an und hat mit derzeit fast 900 Milliarden Euro schon längst den Rekordstand aus der Eurokrise überstiegen.

Die Euro-Krise brodelt weiter – und die Target2-Salden steigen immer weiter an

Das bedeutet, dass es beim Euro derzeit im Hintergrund wieder ganz bedrohlich brodelt. Die schwachen Staaten verschulden sich zunehmend bei der Deutschen Bundesbank und weigern sich, ihre Verpflichtungen dort auszugleichen. Wenn jetzt der Euro crasht, dann werden diese Forderungen völlig uneinbringlich und der deutsche Staat, sprich der deutsche Steuerzahler, bleibt auf einem Schuldenberg von derzeit 900 Milliarden Euro sitzen. Tendenz weiter steigend.

Daran sehen Sie, dass die Eurokrise überhaupt nie gelöst, sondern nur durch künstliche Liquiditätsmaßnahmen durch die Europäische Zentralbank (EZB) kaschiert wurde. Da die am Euro beteiligten Länder nach wie vor ökonomisch in keiner Weise zusammenpassen, ist diese Krise auch nicht lösbar. Sie wird schon bald, und dann mit noch größerer Wucht, erneut ausbrechen.

Für Sie heißt das, dass Sie sich unbedingt aktiv gegen den kommenden Eurocrash wappnen sollten. Diese vermeintliche Ruhe an den Finanzmärkten derzeit wird nicht mehr lange andauern. Dabei sind die Target2-Salden nur ein Krisenherd für die Euro-Zone. Dazu kommen auch noch die massiven Probleme der Banken in Italien und auch die immer noch ungelösten Probleme in Griechenland. Die Gefahren sind groß und ich bin davon überzeigt, dass die Folgen heftig sein werden.

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Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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