Das sagt Warren Buffett zu Rohstoffen

Am vergangenen Wochenende war ich in Omaha im US-Bundestaat Nebraska.

Von dieser Stadt haben Sie vielleicht noch nichts gehört, aber dort findet 1x im Jahr die Hauptversammlung von Warren Buffett statt.

Sein Konzern heißt Berkshire Hathaway und ist eines der größten Beteiligungs-Unternehmen der Welt.

Rohstoffe spielen bei Berkshire-Hauptversammlung kaum eine Rolle

Da ich mich an dieser Stelle auf die Rohstoffe konzentriere, werde ich auch nur einen neuen Blick in diesen Themenbereich liefern.

Erstaunlich war auf jeden Fall eines:

Das Thema Rohstoffe an sich spielte bei der intensiven 5-stündigen Frage-und-Antwort-Session, bei der Warren Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger den Aktionären Rede und Antwort standen, kaum eine Rolle.

Nur 1x ging Buffett etwas näher auf das Thema ein; dabei ging es um Kohle.

Eine Sache müssen Sie zuvor noch wissen: Warren Buffett ist kein großer Rohstoff-Freund. Daher hatte auch beim Thema Kohle nur eine indirekte Beteiligung.

Das liegt vor allen Dingen daran, dass er mit Burlington Northern Santa Fe (BNSF) eine der größten Güterverkehrs-Gesellschaften in Amerika besitzt.

Buffett sicher: „Kohle wird an Bedeutung verlieren“

Und bei dem Unternehmer spielt Kohle natürlich einen großen Anteil aus.

Allerdings erwartet Warren Buffett auf Sicht der nächsten Jahre einen deutlichen Rückgang der Liefermengen bei Kohle.

In seiner gewohnt humorigen Art brachte er es auf den Punkt: “Wenn ihr Geschäft an der Kohle hängt, haben Sie Probleme.“

Das liegt natürlich an der Energiewende, die auch in den USA weiter voranschreitet. Immer mehr Energie wird dort eben durch alternative Träger wie Sonne und Wind gewonnen.

Kohle wird auf Sicht der nächsten 10 Jahre einen deutlich geringeren Anteil ausmachen. Darunter wird auch das Güterverkehrsgeschäft von Warren Buffett etwas leiden.

Das ist ihm bewusst und daher schaut er auch nach neuen Möglichkeiten seine Güterverkehrszüge besser auszulasten.

Gold spielt für Buffett keine wichtige Rolle

Ein anderes wichtiges Thema wurde erst gar nicht angesprochen: Gold spielte bei der diesjährigen Hauptversammlung überhaupt keine Rolle.

Sicherlich haben die Aktionäre den vergangenen Jahren auch gelernt nicht mehr danach zu fragen.

Denn Warren Buffett ist auf jeden Fall jemand, der nicht auf Gold setzt; er hält nichts von der Absicherung mit dem Edelmetall.

Das sehe ich natürlich ganz klar anders, denn gerade in Krisenzeiten bietet Gold eine gute Möglichkeit das eigene Vermögen abzusichern.

Buffett mag hier andere Strategien verfolgen, aber der langfristige Investment-Erfolg mit Gold spielt für ihn keine Rolle.

Dennoch war auch die Hauptversammlung in diesem Jahr wieder ein großes Erlebnis. Das lag auch an den vielen Veranstaltungen, die eben in Omaha stattgefunden haben.

8. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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