Das sind aktuell die größten Herausforderungen für Goldfirmen

Bei aufstrebenden Goldfirmen läuft es aktuell nicht rund. Viele Firmen stehen unter Druck – das zeigt auch das Beispiel Osisko Mining. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Wie schwierig die aktuelle Marktlage gerade auch für aufstrebende Rohstofffirmen ist, zeigt Ihnen das Beispiel von Osisko Mining ganz deutlich. Genau diese Firma möchte ich Ihnen heute genauer vorstellen und Ihnen auch die Herausforderungen aufzeigen, vor denen Goldfirmen stehen, die aktuell noch nicht in Produktion sind.

Zunächst einmal sind die Zahlen von Osisko Mining beeindruckend: das Unternehmen führt derzeit das größte Bohrprogramm in Nordamerika durch: Insgesamt sollen 800.000 m gebohrt werden, um das gigantische Windfall-Projekt möglichst genau bestimmen zu können.

Nur für Sie zur Einordnung: Viele Vorkommen werden mit Bohrprogrammen im Bereich zwischen 10.000 und 20.000m durchgeführt. Doch Osisko Mining ist eben dabei, ein wirklich neues großes Vorkommen zu bestimmen.

Bei Osisko Mining läuft ein gigantisches Bohrprogramm

Und genau das wird aktuell von der Börse kritisch gesehen. So hat Osisko erst kürzlich eine Verschiebung der ersten großen technischen Studie zum Windfall-Projekt gemeldet. So soll die erste Ressourcenschätzung jetzt Anfang Mai veröffentlicht werden – zunächst hatte Osisko eine Veröffentlichung für den März 2018 in Aussicht gestellt. Doch schon im Juni soll dann auch direkt die erste technische Studie zur Wirtschaftlichkeit des Windfall-Projekts veröffentlicht werden.

Die zuletzt veröffentlichten Bohrergebnissen haben aber auf jeden Fall unter Beweis gestellt, dass die Goldmineralisierung in diesem Projekt besonders hoch ist. Ein besonders erfolgreiches Bohrloch brachte erst Anfang März ein Ergebnis von 265 gr/Tonne Gold auf einer Länge von 2,4 m. Andere Löchre brachten es auf173 gr/Tonne auf einer Länge von 2,3m.

Das sind erst einmal herausragende Werte – doch Osisko steht eben jetzt unter Druck. Die bald anstehende Ressourcenschätzung muss eben diese teilweise extremhohe Mineralisierung bestätigen und vor allem zeigen, was das für das gesamte Projekt bedeutet.

Bei so großen Vorhaben spielt die Finanzierung des Unternehmens eine große Rolle – und die ist bei Osisko aktuell gegeben. Die enormen Bohrausgaben von rund 100 Mio. Dollar für das laufende Kalenderjahr sind auf jeden Fall abgesichert. Eine größere Sicherheit wird dann die geplante vorläufige Machbarkeitsstudie bringen, die Osisko stand jetzt Anfang 2019 vorlegen will.

Fakt ist: Aktuell werden die Pläne von Osisko an der Börse als zu ambitioniert angesehen. Immerhin hat die Aktie auf Sicht der vergangenen 12 Monate fast 60% an Wert verloren. Ob das allerdings eine aktuelle Einstiegschance bietet, ist schwer abzuschätzen.

Das Beispiel Osisko Mining zeigt Ihnen aber deutlich, wie groß die Herausforderungen selbst für herausragende Projekte an der Börse sind. In einer Phase in der selbst Produzenten unter Druck stehen, bleibt es für die großen Entwicklungsfirmen erst einmal sehr schwierig.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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