Das sind die Gewinner und Verlierer des Jahres im DAX

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

2018 ist fast schon abgerechnet. Die Märkte laufen im engen Bereich seitwärts. Zeit genug einmal vorab Bilanz zu ziehen, wie sich die AGs im DAX geschlagen haben. (Foto: Deutsche Börse AG)

Der DAX erlebt ein blutrotes Jahr. Dass wir dabei kein offizielles Crash-Event hatten, wird Sie wohl genauso überraschen. Der DAX hat einfach jede Chance genutzt, um weiter zu fallen. Einen derart roten Dezember hatten wir zuletzt an der Börse in der 1930er Jahren! Und doch fehlt der große Knall. Hier ein bisschen Handelskrieg, dort ein bisschen Zinsanhebung und oben drauf noch ein paar Euro-Staaten, die übermäßig Schulden machen: Fertig ist 2018 aus Börsensicht.

Diese drei DAX-Aktien sind gestiegen

Schauen wir uns die Aktien im DAX an, erkennen wir eines: Auf Sicht der letzten sechs Monate, gab es nur drei Aktien, die im Plus sind. Eine davon haben wir gestern schon unter die Lupe genommen, die Deutsche Telekom. Hier stehen auf Halbjahressicht 10,5 Prozent Plus. Dafür ist aber in erster Linie die zweite Jahreshälfte verantwortlich. Auf Jahressicht hat die Telekom nur 1 Prozent zulegen können.

Die Münchner Rück hat auf Jahressicht ein halbes Prozent zulegen können und über die vergangenen sechs Monate „satte“ 2,8 Prozent. Das klingt zwar nicht besonders – im Vergleich zum restlichen DAX ist das aber durchaus eine Leistung in solch einem schwachen Börsenjahr. Der Branchenkollege Allianz musste einen Kursrückgang von bislang 11 Prozent hinnehmen. Dagegen wirken fast 3 Prozent Plus sensationell.

Spitzenreiter ist allerdings Merck. Fast 14 Prozent ist die Aktie im letzten Halbjahr gestiegen. So viel, wie keine andere DAX-Aktie. Auf Jahressicht steht aber nur ein Plus von 6,2 Prozent in der Statistik. Auch hier war die zweite Jahreshälfte ausschlaggebend.

Totgesagte steigen wieder

Schauen wir uns noch kurz die Gewinner des Jahres an – aus aktueller Sicht: RWE konnte 15 Prozent zulegen, obwohl es im letzten Halbjahr 4 Prozent nach unten ging. Auch Adidas stieg mehr als der DAX im Durchschnitt: 8,5 Prozent für den Sportartikel-Hersteller.

Einen Ausreißer gibt es auch hier: Wirecard. Auf Jahressicht ein Plus von 46 Prozent klingt etwas untypisch für den DAX. Ist es auch. Schließlich ist die Aktie erst im Laufe des Jahres in den DAX aufgenommen worden und wird gerne gehandelt. Das zeigt auch das Minus von 28,5 Prozent in den  vergangenen drei Monaten. Volatilität wird hier groß geschrieben.

Die Verlierer des Jahres im DAX

Platz 1 dürfte Sie kaum überraschen: Es ist die Deutsche Bank. Im freien Fall hat sich es geschafft ihren Aktienkurs noch einmal zu halbieren. 2019 wird sicherlich richtungsweisend für den  angeschlagenen Konzern. Covestro folgt dicht hinter der Deutschen Bank. Hier war unter anderem der letzte Monate sehr teuer. Allein 24 Prozent ging es dort bergab. 50 Prozent Kurzverluste gibt es auf Jahressicht zu verzeichnen. Auf den Plätzen folgen Continental (minus 45 Prozent) sowie HeidelbergCement und die Bayer AG mit jeweils minus 40 Prozent.

Schauen Sie sich zum Jahresende Ihr Depot noch einmal genau an. Welchen Aktien geben Sie eine realistische Chance die Kursverlust wieder aufzuholen? Von welchen Aktien sollten Sie sich lieber trennen. Wir haben nur noch zwei Handelswochen. Aus Sicht der Abgeltungssteuer ist es jetzt an der Zeit ein paar Verluste in die Bücher aufzunehmen, damit Sie nicht unnötig viel Steuern auf Ihre Börsengewinne zahlen müssen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.