Das werden mehr als sichere 1.000 Punkte!

Trump bestimmt, was läuft! Aber jetzt kommt etwas Größeres! Auf was Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Welch einen enormen Einfluss der US-Präsident hat, konnte man in den vergangenen Wochen an den Börsen sehen.

Die Strafzölle rissen Chinabörsen und den DAX zunächst nach unten. Doch in den vergangenen Tagen konnten sich die Indizes wieder stabilisieren. Grund war abermals Trump.

Denn er möchte ja keinen starken US-Dollar wegen des Handelsbilanzdefizits. Ich schrieb Ihnen dies bereits in der vergangenen Woche. Und was macht man da? Ganz einfach, man teilt der Notenbank einfach mit, dass man unzufrieden sei und die Zinsen gefälligst nicht weiter angehoben werden sollen.

Schwupps, der Euro erholt sich, der Dollar wird schwächer…

Wenn es nicht schon wieder ein politisches Einmischen in ein seit Jahrhunderten bestehenden und funktionierenden System wäre, könnte man sich sogar etwas darüber freuen. Denn der DAX-Index konnte so seine Unterstützungen halten und nach oben drehen.

Aber es ist schon eine Farce und fast skurril, wie die Märkte auf die Twittermeldungen eines selbstverliebten Amtsinhabers aus den USA reagieren. Ich würde mir ein wenig mehr Rückgrat wünschen. Aber das ist ein anderes Thema.

Rein charttechnisch betrachten wir zunächst den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Angriff auf den kurzfristigen Abwärtstrend an der Oberseite

Nachdem die untere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrendkanals (roter Trendkanal) erfolgreich getestet wurde, konnte sich der DAX-Index durch die Trump´schen Worte Richtung US-Notenbank FED sogar bis an die obere Begrenzung dieses Trendkanals heranarbeiten.

Dort knabbert er auch heute am Widerstand bei etwa 12.425 Punkten. Erst, wenn dieser überwunden werden kann (schwarzer Kreis), besteht ein wenig Luft nach oben bis etwa 12.750 Punkte!

Die Chancen dafür stehen nicht ganz so schlecht.

Aber, bitte vergessen Sie nicht, dass die jüngsten Kurssteigerungen durch Worte von Trump in Richtung FED verursacht wurden. Ich glaube nicht, dass FED-Chef Jerome Powell hier sein Gesicht verlieren will. Ähnlich der abgelösten FED-Chefin Janet Yellen, die Trump deutlich in die Schranken verwies.

Sollten hier Kommentare seitens Powell kommen, dann kann der Markt sich auch schon wieder umkehren.

Dennoch besteht eine ganz gute charttechnische Chance auf ein Knacken des Abwärtstrendkanals und auf höhere Kurse,

Fazit kurzfristig:

Abwärtstrend könnte überwunden werden. Achten Sie auf die 12.425 Punkte-Marke.

Gold und DAX im Tageschart machen was wir wollenSchön, wenn die Börsen auch wieder einmal gut zu kalkulieren sind. Sie sehen hier in zwei Charts, wie wir Gold und den DAX für die kommenden Tage einschätzen. › mehr lesen

Ziel wären dann zunächst 12.750 Punkte. Dies passt auch prima ins mittelfristige Chartbild vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Test des Dreiecks an der Unterkante bestanden! Ziel 12.750!

Die eingezeichnete Dreiecksformation (blaue Linien) wurde an der Unterseite getestet und aktuell zunächst einmal bestätigt.

Sollte der aus der Kurzfristanalyse gesehene Abwärtstrend nach oben aufgelöst werden, dann wird der DAX-Index mit hoher Wahrscheinlichkeit die Oberseite der Dreiecksformation anlaufen. Und diese liegt ebenfalls bei etwa 12.750 Punkten! Das passt also alles gut zusammen.

Jetzt muss nur noch etwas Ruhe in Trump, Twitter, Türkei und Co. hereinkommen, und der DAX-Index schaufelt sich endlich frei!

Was danach noch folgen kann, sehen Sie im 10-Jahreschart:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Potenzial bis 14.500 Punkte oben und 11.000 Punkte unten!

Zunächst der Standard-Satz: Aus langfristiger Perspektive ist die charttechnische Situation vollkommen entspannt. Der langjährige übergeordnete Aufwärtstrendkanal (blauer Trendkanal) bleibt auf langfristige Sicht vollkommen intakt.

Große Bewegung voraus!

Es würde mit dem Ende der Sommerpause zusammenpassen! Der DAX-Index befreit sich aus dem Dreieck und startet durch. Nach 12.750 Punkten bestünde tatsächlich Luft bis 14.500 Punkte. Natürlich muss auf dem Weg dahin noch das alte Allzeithoch überwunden werden. Aber ich sehe dort keine besonders schwere Hürde, wenn der DAX-Index erst einmal die 13.250 überwunden hat!

Ich habe Ihnen im Chartbild die drei großen Konsolidierungsbewegungen der vergangenen 10 Jahre eingezeichnet (grüne Plateaus und Pfeile).

Eine Bewegung nach unten darf nicht aus dem Kalkül ausgeschlossen werden. Diese hatten wir in 2011 erlebt (roter Pfeil). Doch damals waren die Zinsen hoch und es gab Alternativanlagen für das Kapital. Diesmal wird das eindeutig schwieriger, denn die Zinsen sind praktisch vernachlässigbar niedrig und es gibt kaum Alternativen zur Aktie. Deshalb favorisiere ich auch den Weg nach oben ohne ein wachsames Auge auf den Chart zu haben.

Denn unterhalb von der Kernunterstützung bei 11.900 Punkten könnte es, Zins hin oder her, ungemütlich werden.

Ich empfehle Aktienanlegern, sich zurzeit noch ein wenig rauszuhalten, bis klar ist, ob die 12.425 geknackt wird oder die 11.900 gerissen wird.

Fakt ist, es wird eine größere Bewegung kommen! Und zwar erwarte ich diese noch in diesem Jahr 2018!


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Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!