Das Ziel der Neuen Weltordnung

Das letzte Bilderberg-Treffen fand 2017 in den USA statt. Viele hochrangigen Deutsche waren dabei. Wir verraten Ihnen, welche das waren. (Foto: Birgit Reitz-Hofmann)

Die Bilderberger sind Bestandteil vieler Verschwörungstheorien. Dabei versteckt sich dahinter ein durchaus wahrer Kern.

Diesen haben wir Ihnen bereits aufgezeigt: So haben Sie erfahren, wie die Macht und die Personalpolitik der Bilderberger aussieht und welche Ziele sie tatsächlich verfolgen.

In Todesangst vor den Bilderbergern

Der spanische Journalist Daniel Estulin hat sich auf Bilderberger spezialisiert. 2007 erschien sein Buch „Die wahre Geschichte der Bilderberger“ auf Deutsch. Seine Recherchen bezahlte er beinahe mit seinem Leben.

Wir trafen uns mit ihm an einem geheimen Ort in Spanien. Denn noch immer hat er Angst vor Repressalien. Und um sein Leben, denn es gab mehrere Anschläge auf ihn.

Kein eigenes Land, keine eigene Währung, keine eigene Verfassung

Daniel Estulin erklärte bei unserem Treffen:

„Länder, wie die Vereinigten Staaten, die die Vereinten Nationen kontrollieren, lenken auch die Weltpolitik. Diese Kontrolle haben wir auch bei der Europäischen Union. Vor der Europäischen Verfassung, gab es verschiedene Nationalstaaten. Heute gibt es eine Verfassung, eine Währung, eine Flagge.“

Und weiter:

„Diese Verfassung wurde in den Europäischen Verträgen von Rom, Amsterdam und Maastricht festgelegt. Wenn man diese liest, wird einem erst bewusst, dass in Krisenzeiten die Europäische Verfassung über dem Bundesrecht steht. Wir wissen ja wie einfach Regierungen Krisen herbeiführen können. In dem Fall greift das Europäische Recht, zu Lasten des nationalen Rechts.“

Estulin beklagte ferner:

„So gibt es kein eigenes Land mehr, keine eigene Verfassung, keine eigene Währung, keine eigene Fahne, man hat nichts mehr. Was man hat sind ein paar Bürokraten, die man nicht gewählt hat, die man nicht kennt, die die Politik des Landes bestimmen.“

Viele Deutsche beim letzten Bilderberg-Treffen

Sie erinnern sich vielleicht: Im Juni 2017 fand die jährliche Bilderberg-Konferenz (die 63.) in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia statt.

Mit dabei auch viele Deutsche. Etwa der Chef der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske oder der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn.

Ferner Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Paul M. Achleitner (Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG), Oliver Bäte (CEO, Allianz SE), Werner Baumann (Chairman, Bayer AG), Mathias Döpfner (CEO, Axel Springer SE), Thomas Enders (CEO, Airbus SE), Carsten Kengeter (CEO, Deutsche Börse AG) und Susanne Klatten (Managing Director, SKion GmbH).

Ein Schelm, der Böses denkt

Insgesamt waren 131 hochrangige Personen aus Nordamerika, den westeuropäischen Staaten, Skandinavien und der Türkei anwesend. Darunter der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, Herbert Raymond McMaster, US-Handelsminister Wilbur Ross und IWF-Chefin Christine Lagarde.

Und wissen Sie, was dort unter anderem neben China und dem Nahen Osten behandelt wurde? Das Russland-Bashing.

Nämlich Themen wie der „russische Informationskrieg“ oder „Russland in der internationalen Ordnung“ wurden besprochen. Obwohl kein einziger russischer Gast zur Bilderberg-Konferenz eingeladen wurde.

Nachtigall ick hör dir trapsen, kann man da nur sagen.

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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.