Datagroup: IT-Dienstleister mit spannender Cloud-Beteiligung

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IT-Dienstleister Datagroup beteiligt sich an einem Cloud-Start-up und bleibt aussichtsreich. (Foto: ESB Professional / shutterstock.com)

Trotz der Corona-Krise steht die Wirtschaft nicht still. Unternehmen suchen weiterhin passende Übernahme-Kandidaten oder Fusionspartner. Ein aktuelles Beispiel zeige ich Ihnen heute hier im Schlussgong.

Der deutsche IT-Dienstleister Datagroup hat heute eine spannende Beteiligung im immer wichtiger werdenden Cloud-Segment gemeldet. Bevor ich im Detail auf die neue Beteiligung, die jüngsten Zahlen des Unternehmens und die Perspektiven der Aktie eingehe, möchte ich Ihnen zunächst die Datagroup SE vorstellen.

Datagroup im Portrait

Datagroup gehört zu den führenden deutschen IT-Service-Unternehmen. Über 2.700 Mitarbeiter an Standorten in ganz Deutschland konzipieren, implementieren und betreiben IT-Infrastrukturen und Business Applikationen wie z.B. SAP.

Mit ihrem Produkt CORBOX ist Datagroup ein sogenannter Full Service Provider und betreut für mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber über 600.000 IT-Arbeitsplätze weltweit. Das Unternehmen wächst organisch (also aus eigener Kraft) und durch Zukäufe.

Beteiligung an Cloud-Start-up

Datagroup hat heute mitgeteilt, 24% der Gesellschaftsanteile des Cloud Native Start-ups Cloudeteer zu übernehmen. Darüber hinaus sichert sich das Unternehmen die Option auf die restlichen 76% der Geschäftsanteile.

Cloudeteer erweitert die Cloud-Expertise von Datagroup und bringt eigenentwickelte Module zum Aufbau und Betrieb komplexer Cloudstrukturen ins Unternehmen. Das Unternehmen aus Hamburg bringt 26 Experten für Multi-Cloud-Lösungen sowie der Beratung zur Cloudifizierung von Unternehmen, IT Governance, IT Sicherheit und regulatorische Voraussetzungen mit.

Im Gegensatz zu der bisherigen Vorgehensweise soll Cloudeteer nicht eingegliedert werden, sondern den Start-up-Charakter behalten. Dadurch kann Cloudeteer als flexibles Schnellboot in dem Public-Cloud-Markt für die stark wachsenden Kundenanforderungen eingesetzt werden.

Bereits in der Vergangenheit haben die beiden Unternehmen erfolgreich in Cloud-Projekten zusammen gearbeitet und von der gegenseitigen Expertise profitiert, heißt es in einer Mitteilung von Datagroup.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Blicken wir abschließend noch auf die vor wenigen Wochen vorgelegten Zahlen für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020 (bis Ende September). Der Umsatz stieg um satte 22,6% auf 170,0 Mio. Euro. Der Anteil der Dienstleistungsumsätze stieg erneut leicht auf 84,1% (zuvor 82,7%).

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 23,6 Mio. Euro im Vergleich zu 20,4 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Gewinnmarge) betrug 13,9%.

Der operative Gewinn (EBIT) erreichte 9,6 Mio. Euro, die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) 5,6%. Der Vorsteuergewinn (EBT) kam auf 8,4 Mio. Euro, der Nettogewinn je Aktie (EPS) auf 1,07 Euro (nach 0,74 Euro).

Der Haken: Das Unternehmen hat bereits Ende April Corona-bedingt den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr aufgehoben, was die Aktie unter Druck gesetzt hat. Für längerfristig orientierte Anleger dürften sich die derzeit recht günstigen Kurse perspektivisch als gute Einstiegsgelegenheit erweisen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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