AT&T: Daten sind das Gold der Zukunft

Kommunikation ist heute wichtiger denn je. Heutzutage kommunizieren nicht einmal mehr nur Menschen miteinander, selbst die Dinge interagieren und tauschen Daten aus.

Wenn man diesen Trend ein wenig weiter denkt, sieht man die Herausforderungen, vor denen Anbieter von Telekommunikation heute stehen.

Wenn es erst einmal um selbstfahrende Autos geht, die miteinander im Austausch stehen, merken wir schnell:

Themen wie Übertragungs-Qualität und -Geschwindigkeit werden künftig noch wichtiger.

Doch mit der Herausforderung sind auch große Chancen verbunden; mit der Daten-Infrastruktur der Zukunft wird sich gutes Geld verdienen lassen.

AT&T im Kurzporträt

Unternehmen wie AT&T sind schon heute gut aufgestellt.

AT&T Inc. ist der größte Telekommunikations-Konzern der Welt.

Er geht auf die Bell Telephone Company zurück, die im Jahre 1877 von Alexander Graham Bell – einem der Erfinder des Telefons – gegründet wurde.

Nach der Zerschlagung des US-Telefon-Monopols im Jahr 1984 entstand unter dem Druck der Globalisierung 20 Jahre später die heutige Firma.

Und diese ging wiederum aus diversen Zusammenschlüssen einst regionaler Gesellschaften hervor.

AT&T ist bereit für die Zukunft

AT&T hat sich im 1. Halbjahr solide entwickelt. Allerdings konnte der Wachstumskurs nicht fortgesetzt werden.

Die gesamte Telekommunikations-Branche steckt in einer strukturellen Krise. Davor blieb auch AT&T nicht verschont: Der Umsatz sank um 2,3% auf 79,2 Mrd. $.

Nach den starken Vorjahren ist der kleine Rückgang aber durchaus zu verkraften. Unterm Strich steigerte AT&T seinen Gewinn um 1,7% auf 1,19 $ pro Aktie.

Operativ sind die Ergebnisse sogar noch besser ausgefallen: Das operative Ergebnis stieg um 3,6% auf 14,2 Mrd. $.

Verantwortlich für die guten Ergebnisse war v. a. die neue Marketing-Strategie. Damit konnten die Abschlussraten bei Vertragskunden gesteigert werden.

Da der Mobilfunkmarkt durch den harten Konkurrenzkampf immer unattraktiver wird, setzt AT&T zukünftig auf ein ganzheitliches Konzept.

Der strukturelle Wandel ist klar:

Während der klassische Telefon- und Mobilfunkmarkt von den für AT&T viel zu preiswerten Flatrates dominiert wird, kann im Video- und Streaming-Geschäft noch richtig Geld verdient werden.

AT&T setzt hier vor allen Dingen auf jüngere Kunden, die Musik streamen oder sich YouTube-Videos auf dem Handy anschauen möchten.

Aktie eher langweilig, aber Dividende überzeugt

Mit besonderen Verträgen werden Mobilfunk-, Telefon- und Zusatz-Leistungen miteinander verknüpft.

Entgegen der Konkurrenz hat es AT&T so geschafft, sich ein Marken-Image aufzubauen, vergleichbar mit der Telekom von vor 30 Jahren.

Wegen des erheblichen Konkurrenzdrucks erwarten wir auf Sicht von 6 – 12 Monaten aber nur eine durchschnittliche Kurs-Entwicklung.

Alle Visionen helfen nichts, wenn das aktuelle Geschäft eher langweilig ist. Immerhin bietet die Dividendenrendite von 5,4% ein wenig Pep.


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10. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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