DAX: 13.000 ->14.000 -> 15.000 —–> dann: 5.000 Punkte

Im Titel sehen Sie die nächsten markanten Kurse des DAX 30, wie ich sie auf Sicht von 2 – 3 Jahren für wahrscheinlich ansehe.

Erst geht es rasant bergauf. Dann folgt der Absturz; ein Crash. Da sind 50% Kursverlust und mehr denkbar.

Ich sage Ihnen gerne, wie ich auf diese Entwicklung komme:

US-Präsident Donald Trump beflügelt Kurse

In den letzten Tagen konnten Sie beobachten, dass die ersten Amtshandlungen des neuen US-Präsidenten die Aktienkurse beflügelten.

Die US-Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq stiegen auf neue Allzeithochs. Der Dow Jones hat dabei gestern erstmals in seiner Historie die Marke von 20.000 Punkten geknackt.

Der DAX 30 ist noch ein gutes Stück vom Allzeithoch entfernt. Er hat aber immerhin auch den höchsten Tages-Schlusskurs seit Mai 2015 erreicht.

Und bis zum Allzeithoch sind es auch nur noch rund 5% – die schafft der DAX 30 in einer starken Woche.

Trumps Regierungs-Kabinett: Millionäre und Milliardäre

Trump, der seine Steuer-Erklärung entgegen der in den USA üblichen Handhabung bei Präsidenten nicht veröffentlicht, sagt von sich selbst, er habe Milliarden.

Sein Kabinett wird als das reichste aller Zeiten eingeschätzt.

In der Addition der vermuteten oder auch bestätigten Vermögen haben diese (wenigen) Damen und (mehr) Herren, ein größeres Vermögen als ein anderes Regierungs-Kabinett je zuvor aufweisen konnte.

„Die Kunst sei es“, so sagte vor einiger Zeit ein deutscher Politiker, der auch auf Millionen geschätzt wird, „reich zu sein und trotzdem auch eine Politik für ärmere Bevölkerungs-Schichten zu machen.“

Ich bezweifle, dass Trump diese Kunst beherrscht oder auch nur beherrschen will.

Erste Amtshandlungen sind auf jeden Fall nur positiv für die Reichen. So z. B., den Umweltschutz zugunsten von Unternehmens-Gewinnen zurückzufahren.

Wie ich das politisch finde, gehört hier nicht hin. Aus Unternehmenssicht ist es positiv. Also steigen die Aktienkurse. Das können Sie derzeit beobachten.

Trump ist gut für Sie und mich

Da kommen Sie und ich ins Spiel – zumindest in unserer Eigenschaft als Börsianer. Und nur um den Bereich geht es in diesem Kommentar.

Trumps Politik ist gut für die Calls, die ich im Optionen-Profi empfehle.

Und sie ist auch gut für meine Strategie, mehr auf Calls zu setzen, so wie ich es Ihnen an dieser Stelle auch wiederholt geschrieben und empfohlen habe.

Ich denke, diese Politik, die ja erst am Anfang steht, wird die Aktienkurse weiter aufwärts treiben.

Auf Sicht von vielleicht 2 Jahren kann der DAX 30 durchaus auf 15.000 Punkte und mehr zulegen. Der Dow Jones notierte dann um die 25.000 Punkte.

Und warum danach 5.000 Punkte?

Banken dürfen wieder Zocken

Anfang dieser Woche ging durch die Medien, dass Trump den Banken das Zocken wieder erlauben bzw. erleichtern will. Die Finanz-Branche soll weniger stark reguliert sein.

Die Spekulation auf eigene Rechnung soll für Banken wieder verstärkt möglich sein. In diese Richtung gehen erste Äußerungen seitens Trump und seines Finanzministeriums.

„Lehman, ick hör dir trapsen“,

würde der Berliner sagen, wenn er etwas ahnt. (Für Berliner: Mit „Lehman“ meine ich nicht die medizinische Buchhandlung in Berlin. Die hat ja auch ein „n“ und ein „s“ mehr.)

War da nicht mal was?

Lehman Brothers sagt Ihnen sicher etwas? Die US-Bank war aktiv im Investment-Banking – aktiv, nicht gut! Nein: „Nicht gut“ reicht nicht, besser: grottenschlecht!

Die sind im Banken-Kasino untergegangen. Damit haben sie im Jahr 2008 den Crash forciert, der das Finanzwesen an den Rand der Katastrophe geführt hat.

Und nun wieder? Lehman Brothers sind nicht dabei, immerhin; die hat es ja schließlich seinerzeit in die Pleite getrieben.

Aber die Möchtegern-Könner und Nachfolge-Zocker stehen sicher schon Gewehr bei Fuß.

Das ist ja auch nicht schwer: Gibt’s Gewinne, gibt’s Boni – gerne auch im 7- und 8-stelligen Bereich.

Gibt’s Verluste, zahlt der Steuerzahler – nur Trump nicht. Der, so heißt es, zahle ja keine Steuern. Den Gegenbeweis tritt er nicht an.

Und doch: Solange sich die Kugel im Kasino dreht, ist es gut für Call-Optionen. ABER: abgesichert mit Put-Optionen!!!

Das Ende

Am Ende steht dann wieder mal eine Kurs-Halbierung der Aktien-Indizes an. Das kann auch eine Drittelung werden. Dann steht der DAX 30 bei 7.000 oder auch 5.000 Punkten.

Und das wiederum ist gut für Put-Optionen, abgesichert mit Call-Optionen.

Was können Sie tun? Was empfehle ich?

15.000 Punkte sind gut für Calls. Darauf folgende 7.000 Punkte sind gut für Puts.

Nach diesem Motto habe ich bis Ende des Jahres 2007 mehr Calls empfohlen und im Jahr 2008 viele Puts.

2007 und 2008 waren im Optionen-Profi Gewinnjahre.; im DAX nur 2007. Wie Sie wissen, hatten wir im Jahr 2008 den Crash (nicht aber im Optionen-Profi-Depot).

Mein Fahrplan für die kommenden rund 3 Jahre

Derzeit empfehle ich mehr Calls als Puts – dank oder trotz Donald Trump. Ich denke, das Kasino hat gerade erst eröffnet. Die Banken sitzen noch nicht am Tisch.

Aber dann geht es aufwärts; wir sind dabei. In der Zeit lässt sich die Call-Seite verstärken, ohne die Puts ganz zu vernachlässigen.

Und dann gilt es den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wenn es dreht. In den Jahren 2007 und 2008 habe ich den richtigen Zeitpunkt fast auf den Tag genau erwischt.

Der DAX 30 stand noch bei 8.000 Punkten, da habe ich Put-Optionen auf den DAX 30 empfohlen. Kurz danach crashte es.

Ich werde auch jetzt wieder alle Antennen ausfahren:

  • Jetzt mehr Calls.
  • Dann das Verhältnis Calls zu Puts zurückfahren.
  • Und später sind natürlich auch mehr Puts als Calls denkbar.

So wird die anstehende Rally Gewinne einbringen – und der von mir danach erwartete Crash ebenso.

Zum guten Schluss: Heute vor 302 Jahren, also am 26.01.1715 (andere Quellen sagen: 26.02.1715) kam der französische Philosoph Claude Adrien Helvétius zur Welt.

Er sagte: „Wahrheit ist eine Fackel, die durch den Nebel leuchtet, ohne ihn zu vertreiben.“

Ich bemühe mich, dass hier die „Fackel für die Börse und das Wirtschafts-Geschehen“ so oft wie möglich im Sinne der Worte von Claude Adrien Helvétius leuchtet.

In der Hoffnung, dass es mir gelingt, sende ich Ihnen beste Grüße!

P.S.: Wenn ich mit meiner Crash-Prognose für, sagen wir, das Jahr 2019 falsch gelegen habe und Sie mich dann danach fragen, berufe ich mich auf dieses Zitat.

Es war dann doch zu viel Nebel, als dass ich diesen mit meiner Fackel hätte vertreiben können. Aber wenn es so kommt, steigt der DAX 30 eben über 15.000 Punkte und höher.

Warum nicht? Das ist noch besser, denn dann freuen sich alle Börsianer, nicht nur diejenigen, die Put-Optionen halten.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

26. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rainer Heißmann. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt