DAX 2.000 Punkte runter. Lesen Sie jetzt die März-Prognose!

Der schlechteste Jahresbeginn seit Jahrzehnten liegt den Börsianern schwer im Magen. Fast -2.000 Punkte Verlust musste der DAX-Index in den ersten 6 Handelswochen des Jahres 2016 hinnehmen. Die getrübte Stimmung ist aber nicht erst seit gestern präsent.

In den vergangenen 8 Monaten hat der deutsche Aktienindex sogar satte -3.700 Punkte verloren. Um Ihnen das einmal bildlich zu demonstrieren: 3.700 Punkte, diesen Wert hat der DAX-Index im Jahr 2009 nach dem Crash erreicht. Das bedeutet, in 8 Monaten ist mal so eben der gesamte Wert der deutschen DAX-30-Industrie von 2009 ausradiert worden!

Dementsprechend schlecht ist die Performance vieler Hedgefonds ausgefallen. Einige mussten sogar ihren Fonds performancebedingt schließen. Hauptgrund waren die gehäuft aufgetretenen irrationalen Bewegungen im Aktienmarkt. Selbst Profis wurden auf dem falschen Fuß erwischt, einige sogar mehrmals.

Auch Charttechnisch hat der Markt eine wichtige Marke durchschlagen. Die 9.300er Marke konnte nicht mehr gehalten werden und der DAX-Index rauschte bis auf etwa 8.700 Punkte runter.

Als Hauptgrund wurde der starke Ölpreisverfall angeführt. Diese heftige Abwärtsbewegung seit Jahresbeginn schrie förmlich nach einer Gegenbewegung. Am 12. Februar war es dann endlich soweit. Plötzlich ansteigende Ölpreise sorgten für eine Beruhigung und befeuerten eine Erholungsrally. Sie beförderte den DAX-Index binnen einer Woche um 800 Punkte nach oben, bevor er davon in nur 2 Tagen 400 Punkte wieder abgab.

Quintessenz aus dem bisherigen Jahresverlauf in 2016: Die sehr hohe Schwankungsbreite am Aktienmarkt wird uns erhalten bleiben.

Welche Zielmarken und Umkehrpunkte wichtig sind und worauf Sie achten müssen, analysieren wir zunächst in derkurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 2502 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Schlüsselunterstützung bei 9.300 Punkten gebrochen und zurückerobert

Sie erkennen im Chartbild zunächst den kurzfristigen Abwärtstrend mit dem Bruch der 9.300er Marke zu Beginn der zweiten Februarwoche (untere rote Horizontale). Der Bruch verursachte wie an dieser Stelle schon befürchtet eine weitere schnelle Talfahrt bis hinunter auf 8.700 Punkte (untere grüne Horizontalunterstützung).

Anschließend konnte der DAX-Index mit einem temporär steigenden Ölpreis als Unterstützung die Marke von 9.300 Punkten zurückerobern. Am gestrigen Handelstag fiel er wieder darunter zurück. Grund: Sie ahnen es schon, wieder fallende Ölpreise!

Per heute hat der DAX-Index den Kampf mit der 9.300 wieder aufgenommen und notiert aktuell sogar darüber.

Für die Kurzfrist-Prognose gilt: Widerstand an der oberen Begrenzung der Zwischenhochs (obere rote Trendlinie), aktuell bei etwa 9.600 Punkten.

Nach unten sollten Sie die 9.100er Marke im Auge behalten werden (untere grüne Horizontale). Fällt der DAX-Index hier noch einmal zurück. könnte auch das bisherige Jahrestief bei 8.700 schnell wieder in den Fokus der DAX-Bären geraten.

Wichtig: Achten Sie auf den Ölpreis!

Größere Bewegungen sind Vorboten für die Richtung der Aktienkurse in den kommenden Wochen.

Wie sich die heftige Bewegung mittelfristig auswirkt, analysieren wir im 8-Monatschart:

DAX 2502 8M

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

9.300 bleibt umkämpfter Schlüsselpunkt

Sie erkennen im 8-Monatschart des DAX-Index den Absturz im August vergangenen Jahres und seit Dezember vergangenen Jahres bis heute.

In beiden Fällen kam die rasante Abwärtsbewegung an der 9.300er Marke zum Erliegen (blaue Horizontale). Der DAX-Index konnte anschließend ansteigen.

Im August hat er dann nach einem Zwischenhoch die 9.300 erneut getestet. Dieser Test verlief ebenfalls erfolgreich und führte zu einer so genannten W-Formation (schwarzes W). Eine derartige Formation gilt in der Charttechnik als besonders stabiler Boden. Die folgenden +2.000 Punkte Kursanstieg bis Mitte Dezember bestätigten diese charttechnisch hervorragende Bodenbildung.

Der Januarrutsch stoppte zunächst, wie schon im August und September, an der 9.300-Punkte-Marke. Nach einem Zwischenhoch bei 9.900 Punkten sorgte die anschließende Talfahrt für einen neuerlichen Test dieser wichtigen Marke. Doch die berechtigte Hoffnung auf eine zweite W-Boden-Formation erfüllte sich nicht.

Diesmal rutschte der DAX-Index durch die 9.300er Marke hindurch. Die Abwärtsbewegung verstärkte sich und die nächsten Unterstützungsmarken wurden im Nu angelaufen.

Aktuell ist der Markt in einem Abwärtstrendkanal gebunden (roter Trendkanal). Die 9.300er Marke wurde zwar wieder zurückerobert, aber erst Kurse oberhalb des Abwärtstrendkanals geben Entwarnung. Sollte dies aber gelingen (Anstieg über den schwarzen Kreis), dann winkt ein starker März mit Kursen oberhalb von 10.250 Punkten!

Beobachten Sie die Bewegung an dieser Marke genau und gehen Sie erst Long, wenn sie auch signifikant überboten wurde.

Welche Unterstützungen der DAX-Index nach der 8.700er Marke längerfristig vorzuweisen hat, sind aus dem mittelfristigen Chartbild nicht zu entnehmen. Wir untersuchen dies im längerfristigen 10-Jahreschart:

DAX 2502 10J

DAX-Chart 10 Jahre

Nach unten bei 8.500 / 8.000 / maximal 7.500 sehr gut abgesichert

Im 10-Jahreschart kann zunächst einmal Entwarnung für den längerfristigen übergeordneten Haussetrend gegeben werden (blauer Trendkanal). Dieser gerät erst in Gefahr, wenn die untere Begrenzung unterschritten würde. Bis dahin ist massiv Luft und es befinde sich eine ganze Reihe an starken Unterstützungen dazwischen.

Sie befinden sich bei 8.500 und 8.000 Punkten (grüne Horizontalen), sowie maximal bei 7.500 Punkten.

FAZIT:

Restrisiko 1.000 bis 1.700 Punkte maximal.

Sollte der Kampf um die Überwindung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals verloren gehen, hätte der DAX-Index noch ein Risiko bis 8.500, maximal runter bis auf 7.500 Punkte.

An dieser Grenze dürfte eine massive Stabilisierung und eine starke Gegenbewegung einsetzen.

Das bedeutet für Sie:

  1. Gelingt die Überwindung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals, dann positionieren Sie sich Long mit Ziel 10.250 Punkte noch im März!
  2. Gelingt der Durchbruch nach oben nicht, beträgt das Restrisiko maximal ein DAX-Stand von 7.500 Punkten. Sie sollten dann aber bei den Wendemarken genau hinsehen und gegebenenfalls schon bei den Grenzen 8.500 und 8.000 Punkte häppchenweise Long gehen mit Ziel 10.250 Punkte dann im Sommer!

Als Jahresendziel landen wir irgendwo zwischen 8.500 und 11.000 Punkten.

25. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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