DAX 30: Das sieht gut aus

Der DAX 30 hat sich in der vergangenen Woche im Bereich von 9.800 Punkten stabilisiert. Damit steigen die Chancen auf ein Ende der Talfahrt.

Es besteht aber das Risiko, dass der DAX 30 dauerhaft in die breite Seitwärtszone des Jahres 2015 zurückfällt. Damit würde er das nervige Seitwärtsgeschiebe des Vorjahres wieder aufnehmen. Wobei es im Vorjahr trotzdem laufend Kursbewegungen um die 1.000 Punkte zwischen 9.000 und 10.000 Punkten gab, die (im Optionen-Profi) viele realisierte Gewinne geliefert haben.

Im untenstehenden Chart des DAX 30 auf Basis seiner Wochenschlusskurse können Sie das gut sehen.

Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter. Wenn es für Sie neu ist:

Die Analyse eines Charts auf Basis seiner Wochenschlusskurse (hier der Chart des DAX 30) hat einen großen Vorteil: Kursspitzen nach oben und unten, die im Laufe einer Woche entstehen, werden herausgefiltert. Auf diese Weise stellt diese Sichtweise Trends besser und ruhiger dar. Für mittelfristige Trendbestimmungen ist das eine hervorragende Charteinstellung.

Gerade in der aktuell schwankungsreichen Börsenphase, in der die Indizes innerhalb kürzester Zeit um mehrere hundert Punkte nach oben oder unten springen, ermöglicht die Betrachtung auf Basis der Wochenschlusskurse eine optimale mittelfristige Analyse.

DAX 30: Das sieht gut aus

DAX-Index_2016_02_01

Im Jahr 2015 lief der DAX 30 zwischen 9.000 und 10.000 Punkten seitwärts (grün markiert). Aktuell ist er in diesen Kursbereich wieder eingetaucht. Das Risiko besteht, dass das Seitwärtsgeschiebe wieder aufgenommen wird. Aber:

Auf Basis seiner Wochenschlusskurse ist der DAX 30 kurz unter die beiden Tiefstände des Vorjahres abgetaucht (rote waagerechte Linie). Mit der positiven Entwicklung ist er aber vor 2 Wochen sofort wieder über diese Linie geklettert (oval markiert). Er ist also nicht nachhaltig unter das Tief des Vorjahres gerutscht; ein gutes Zeichen.

Und nachdem der DAX 30 die Woche am 22.01.2016 mit 9.802 Punkten beendet hat, schloss er am Freitag voriger Woche mit 9.812 Punkten. Die 10 Pünktchen Gewinn sind nicht wesentlich. Aber diese Notierung in demselben Kursbereich gibt berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass die Bodenbildung gelingt und voranschreitet.

Ziel des DAX 30: Stabil über 10.000 Punkte

Nun „muss“ der DAX 30 „nur noch“ oberhalb des grün markierten Bereichs klettern und sich dort stabilisieren. Das wären Notierungen von 10.000 Punkten und mehr. Wenn es dem DAX 30 das gelingt, sind dynamische Kursgewinne wir Anfang und Ende 2015 (aufwärts gerichtete Pfeile) möglich.

Die Rahmenbedingungen sind gut

In Europa hat kürzlich die EZB bekräftigt, dass sie die Politik des billigen Geldes fortsetzen oder ausweiten wird. In Japan gibt es jetzt auch eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Aus den USA kommen Signale für ein deutlich aufgehelltes Geschäftsklima. Und die bisher vorgelegten Quartals- beziehungsweise Jahresbilanzen der Unternehmen konnten überwiegend überzeugen. Die Signale für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtstrends stehen also auf grün.

Zum guten Schluss: Heute vor 142 Jahren, also am 01.02.1874 kam der österreichische Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal zur Welt. Er schrieb:

„Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.“

Ich hoffe gleichwohl, dass „meine“ Worte in meiner Gewalt stehen und ich sie richtig setze und diese von mir gewählten Worte wiederum keine „Gewalt“ bei Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser ausüben, sondern Sie diese mit Freude und kritisch lesen. In diesem Sinne sende ich Ihnen mit gewaltfreien Worten beste Grüsse

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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