DAX 30 & Dow Jones: Bleiben Sie flexibel!

Wie handhaben Sie das? Investieren Sie ausschließlich in deutsche Aktien?

Oder schauen Sie auch über den Tellerrand hinaus, nach dem Motto „Andere Mütter haben auch hübsche Töchter“?

Zugegeben: Asien oder die Emerging Markets (die aufstrebenden Wirtschaften) sind schon ein gutes Stück von uns entfernt. Aber zumindest der Handel mit europäischen oder amerikanischen Aktien sollte heutzutage kein Hindernis mehr darstellen.

Bank oder Broker: Zahlen Sie auch zu viel?

Falls Sie den Handel an „außer-deutschen“ Börsenplätzen aus Kostengründen scheuen, dann sollten Sie sich vielleicht einmal dafür öffnen, dass es auch in Deutschland inzwischen Broker gibt, die teilweise sogar ein preiswerteres Ordern direkt in den USA erlauben, als an einem deutschen / europäischen Börsenplatz.

Mein Tipp: Zu diesem Thema habe ich übrigens für die Leser meines Börsendienstes Momentum-Trader „Gewinne mit Wachstumsaktien“ den Spezialreport „Die besten Broker für Ihre Geldanlage“ verfasst. Auf diesen Gratis-Report haben Sie übrigens auch Zugriff im Rahmen eines kostenlosen 30-tägigen Probe-Abonnements.

Bleiben Sie flexibel: Suchen Sie Ihre Chancen nicht nur bei deutschen Aktien

Es gibt indes auch noch andere Gründe, warum Sie nicht ausschließlich auf den deutschen Aktienmarkt schauen sollten:

–       So laufen nicht alle Aktienmärkte synchron. Soll heißen: Nur weil der Dow Jones steigt, muss der DAX 30 nicht zwangsläufig auch steigen. Flexibilität kann also Ihre Trefferchance / Trefferquote erhöhen.

–       Es gibt immer wieder Phasen, in denen ein Markt signifikant besser läuft, als der andere. In diesem Fall sprechen wir von Relativer Stärke. Flexibilität kann also obendrein Ihre Performance verbessern.

–       Und schließlich kann es Ihnen wohl egal sein, ob Sie mit deutschen, europäischen oder amerikanischen Aktien Gewinne machen. Wichtig ist doch einzig, DASS Sie Geld verdienen – oder?

Die folgende Grafik macht das das oben Gesagte deutlich. Sie vergleicht die beiden Leitindizes DAX 30 und Dow Jones miteinander.

vergleich dax 30 – dow jones-10-12-2013

Vergleich (Spread) zwischen DAX 30 und Dow Jones: Die Wall Street kommt wieder

Im unteren Teil sehen Sie den sogenannten Spread zwischen diesen beiden Indizes. Im direkten Chartvergleich ist nämlich nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, welcher Index zurzeit grad die Nase vorn hat.

Der Spread vereinfacht den Vergleich auf eine einzelne Linie. Sie wird ermittelt, indem der eine Index durch den anderen dividiert und mit 100 multipliziert wird. In diesem Fall habe ich die Dow Jones-Schlussstände  durch die DAX 30-Schlussstände dividiert.

Dow Jones übernimmt wieder die Führung

Steigt der Spread an, dann läuft der Dow Jones besser als der DAX 30. Je steiler der Spread-Anstieg, umso höher ist die Relative Stärke des Dow Jones. Bei einem fallenden Spread gilt das Gleiche, nur umgekehrt.

Sie sehen: Der Dow Jones hat sich seit August 2011 signifikant besser entwickelt, als der DAX 30. Die pinkfarbene Linie im Indikator zeigt, dass diese bessere Performance sich über den gesamten Zeitraum bis heute allmählich abgebaut hat. Doch erst in den vergangenen 3 Monaten hat sich die Schere sichtbar verringert.

Im Spread unten sehen Sie allerdings auch, dass sich diese Relative Stärke des DAX 30 seit wenigen Tagen wieder in Richtung Dow Jones zu neigen scheint (gelber Kreis). Es ist daher mindestens eine mehrwöchige Out-Performance des amerikanischen Leitindex zu erwarten, die den Spread wieder an die pinkfarbene Abwärtstrend-Linie heranbringen sollte.

Morgen werfen wir gemeinsam einen Blick auf den Vergleich amerikanischer und europäischer Aktien-Indizes.

10. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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