DAX 30: Gute Chancen auf Ende des Spuks

Der DAX 30 ist knapp unter sein Jahrestief von 2015 gefallen. Das sehen Sie im untenstehenden Chart (kreisförmig markiert).

Auf den ersten Blick könnte man sagen, das ist das Signal zur Fortsetzunge der Kursverluste oder sogar die Einleitung zu einem Crash. Ich schließe das nicht aus.

Aber ich denke, der DAX 30 hat gerade jetzt eine gute Chance zur Stabilisierung. Denn bei genauerer Betrachtung und vor allem mit dem Vergleich zu dem Leitindex Dow Jones zeigen sich gute Signale, die auf ein Ende der Kursverluste deuten.

DAX 30: Gute Chancen auf Ende des Spuks

DAX-Index_2016_02_08

Chart wurde erstellt mit tradesignal

Der DAX 30 ist unter sein Jahrestief von 2015 gefallen (Kreis) und notiert jetzt im unteren Drittel seiner Seitwärtszone aus dem Jahr 2014 (grün markiert).

Der DAX 30 hat seine enormen Gewinne von Anfang 2015 (gelb markiert) komplett wieder abgegeben, wie Sie im Chart sehen.

Da der DAX 30 dem Dow Jones mittel- und langfristig folgt, ist eine vergleichende Betrachtung der beiden Indizes aufschlussreich:

Der DAX 30 und Dow Jones im Vergleich:

  • Der DAX 30 hat in der Vorwoche 5,2% verloren, der Dow Jones nur 1,6%.
  • Der DAX 30 hat seit Start ins laufende Jahr 13,6% verloren, der Dow Jones nur 7,0%.
  • Der DAX 30 notiert 25,1% unter seinem Allzeithoch, der Dow Jones nur 11,7%.

Das ist die Betrachtung, die den misslungenen Jahresauftakt des DAX 30 in den Blickpunkt rückt. Wenn Sie aber bis Anfang 2015 zurückgehen, zeigt sich ein anderes Bild:

  • Der DAX 30 hat Anfang 2015 vom Tief zum Hoch satte 32% zugelegt. Der Dow Jones hat im selben Zeitraum des Jahres 2015 „nur“ 7,1% zugelegt.
  • Der DAX 30 notiert derzeit 1% unter seinem Tief aus Januar 2015, der Dow Jones 5,4%.

Meine Einschätzung aus charttechnischer Sicht

Wenn sich der DAX 30 im Kursbereich zwischen 9.000 und 10.000 Punkten (im Chart grün markiert) stabilisiert und der Dow Jones nicht deutlich unter 16.000 Punkte fällt, hieße das: Das Jahr 2015 und der Start ins Jahr 2016 sind neutralisiert.

Der DAX 30 hatte Anfang des Jahres 2015 eine Übertreibung nach oben. Anfang des Jahres 2016 hat er diese mit einer Übertreibung nach unten ausgeglichen. Gut möglich, dass der Spuk damit ein Ende hat.

Fällt der DAX 30 unter 9.000 Punkte, sind weitere Kursverluste möglich

Die wichtigen Punktestände im Dow Jones und DAX 30 sind damit 16.000 Punkte für den Dow Jones und 9.000 Punkte für den DAX 30. Fallen die Indizes nachhaltig unter diese Punktestände, sind weitere Kursverluste bis hin zum Crash möglich. Derzeit bewerte ich das Geschehen noch lange nicht als Crash.

Da die Chancen für eine Bodenbildung derzeit gut sind, empfehle ich Ihnen weiterhin den Kauf von Calls auf starke Aktien, aber natürlich nur abgesichert durch Put-Optionen auf Indizes.

Wenn sich der Abwärtstrend beschleunigen sollte, kann und werde ich im Optionen-Profi das Verhältnis von 3 : 1 Calls zu Puts (gerechnet an der Höhe der investierten Gelder, nicht der gekauften Kontrakte) verändern. Auch ein Verhältnis von 3 : 1 Puts zu Calls oder jedes andere ist denkbar.

Zum guten Schluss: Heute vor 136 Jahren, also am 08.02.1880, kam der deutsche Maler Franz Marc zur Welt. Er sagte:

„Neue Ideen sind nur durch ihre Ungewohntheit schwer verdaulich.“

Ein Zitat, wie gemacht für „meine“ Optionen an Terminbörsen: Optionen sind vielen Anlegern neu und nur durch ihre Ungewohntheit schwer verdaulich. Sind sie gewohnt, sind sie phantastisch.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

8. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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