DAX 30: Kursziel 14.000 bis Ende 2015 gilt weiterhin

Seit dem Börsen-Crash im Jahr 1987 beschäftige ich mich nun professionell mit dem Thema Charttechnik. Motivation für mein Interesse an dieser damals kaum bekannten und zumeist abfällig betrachteten Analysemethode war ein Kollege bei der Bank, für die ich damals als Wertpapierberater arbeitete.

Er hatte als einziger in der Region anhand von Charts erkannt, dass sich an den Börsen etwas Übles zusammenbraute und in den Wochen vor dem Crash die Aktienbestände seiner Kunden massiv abgebaut.

Für mich hat sich die Hinwendung zur Charttechnik seither gelohnt: Danach habe ich vor jeder größeren Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten frühzeitig verkauft.

Wie oft habe ich in den zurückliegenden 26 Jahren schon auf Charts geschaut und mochte schlichtweg nicht glauben, was mir die Charttechnik signalisierte. Häufig wurde mein Unglaube auch davon beeinflusst, dass die jeweilig herrschende konjunkturelle Lage meine charttechnische Einschätzung eigentlich unmöglich erscheinen ließ. Dazu ein Beispiel:

Charttechnik signalisierte Absturz in der Finanzkrise frühzeitig

Am 26. Juni 2008 – also wenige Wochen vor der Beschleunigung der Finanzkrise – nannte ich den Lesern meines Börsendienstes Momentum-Trader bei einem DAX 30-Stand von 6.234 ein von mir mit Hilfe der Charttechnik analysiertes, mögliches Kursziel von 5.169 Punkten. Tatsächlich kam es noch weit übler, als von mir erwartet: Am 24. Oktober 2008 erreichte der DAX 30 ein vorläufiges Tief bei 4.014,60 Punkten.

Im Juni 2008, also zum Zeitpunkt meiner Voraussage, mochte niemand daran glauben, dass wir in eine scharfe Rezession abrutschen könnten. Nun, wie Sie wissen, wurde im Frühjahr 2009 in Deutschland die „Abwrack­prämie“ eingeführt, um den völlig brachliegenden Autoabsatz in Deutschland wieder anzukurbeln.

Meine Prognose vom August 2012: DAX 14.000 bis Ende 2015

Im August des vergangenen Jahres beherrschten Themen wie die Euro-Diskussion und die globale Schuldenkrise die Aktienmärkte und die Gedanken der Investoren. Angesichts dieser Problematiken mochte sich nicht niemand ernsthaft vorstellen, dass die Aktienkurse in den kommenden Jahren kräftig steigen könnten.

Es bleibt mir unvergessen, wie ich im September 2012 auf einer privaten Geburtstagsfeier breites Kopfschütteln und ein mildes Lächeln erntete. Dabei hatte ich nur das weitergegeben, was ich bereits am 26. August 2012 den Lesern meines Börsendienstes Momentum-Trader bei einem DAX 30-Stand von 6.970 Punkten geschrieben hatte:

„Ich erwarte, dass die Aktienkurse in den vor uns liegenden Jahren sogar geradezu explodieren können. Halten Sie sich fest: Bis Ende 2015 – also im Laufe der nächsten gut drei Jahre – halte ich einen DAX von bis zu 14.000 Punkten für möglich!“        

Ein solcher Anstieg schien meiner Verwandtschaft auch wenige Wochen später noch immer illusorisch, obwohl der DAX 30 bereits rund 500 Punkte höher, bei 7.450 notierte.

Möglicherweise lächeln Sie heute noch immer über meine Prognose. Schließlich ist der DAX 30 vom Kursziel 14.000 ja noch immer etwa 4.800 Zähler entfernt.

Ungläubige verpassten +32% DAX 30-Gewinne

Nun. Ich habe mich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, Prognosen abzugeben, die der landläufigen Auffassung widersprechen. Wer meine Einschätzung im August 2012 als Charttechnik-„Schabernack“ abgetan hat, dem ist seither ein Anstieg im DAX 30 von in der Spitze 2.228 Punkten bzw. +32% entgangen.

Zum Abschluss und als Antwort zeige ich Ihnen den Chart, den ich am 26. August 2012 den Lesern meines Börsendienstes Momentum-Trader präsentiert habe – natürlich um die Entwicklung seither (gelb unterlegt) ergänzt.

Vielleicht wird Ihnen nun bewusst, dass sich an den Aktienmärkten schon seit geraumer Zeit etwas außerordentlich Bemerkenswertes vollzieht!

dax 30-12-11-2013

DAX 30: Kursziel 14.000 bis Ende 2015 weiterhin gültig

12. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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