DAX 30: Linde legt Zahlen vor und erreicht Jahresziele

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Ein weiterer DAX-Konzern legt Zahlen vor: Der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde erreicht seine Jahresziele. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Der im deutschen Leitindex DAX gelistete Münchner Gase- und Anlagenbaukonzern Linde hat heute Morgen die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Eine gute Nachricht vorab: Linde hat seine Jahresziele erreicht.

Nachdem der Konzern in den ersten 9 Monaten des Jahres 2014 noch unter negativen Wechselkurseffekten litt, beflügelten positive Wechselkurseffekte erwartungsgemäß das Geschäft im Schlussquartal.

Die 2014er-Zahlen im Detail

Im Geschäftsjahr 2014 stieg der Konzernumsatz trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen um 2,4% auf 17,1 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis fiel leicht um 1,2% auf 3,92 Mrd. Euro.

Bereinigt um Währungskurseffekte legte es allerdings um 1% zu. Unter dem Strich verdiente Linde im Geschäftsjahr 2014 mit 1,1 Mrd. Euro weniger als im Vorjahr (1,32 Mrd. Euro).

Im vierten Quartal profitierte Linde – wie bereits erwähnt – von positiven Wechselkurseffekten. Der Umsatz stieg um 6,6% auf 4,46 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis legte um 5,4% auf 1,02 Mrd. Euro zu. Der Nettogewinn ging allerdings um satte 11,3% auf 284 Mio. Euro zurück. Ursächlich dafür waren vor allem Kosten der Restrukturierung.

Die Belastungsfaktoren bei Linde

Ein großer Belastungsfaktor im Jahr 2014 waren über weite Strecken ungünstige Wechselkurse. Dieser Effekt belastete sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis von Linde in den ersten 9 Monaten des vergangenen Jahres.

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Die Umsätze wurden dadurch um 346 Mio. Euro geschmälert und das operative Konzernergebnis wurde mit 83 Mio. Euro von ungünstigen Währungskursen belastet. Das Ergebnis je Aktie fiel deutlich von 7,10 Euro im Vorjahr auf 5,94 Euro in 2014 zurück. Dies lag allerdings vor allem an den Sondereinflüssen im zweiten Halbjahr.

Darunter fallen insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen in der Sparte Gase. Zudem sind darin Aufwendungen für Maßnahmen zur Effizienzsteigerung enthalten. Die Abschreibungen und Sondereinflüsse summierten sich im zweiten Halbjahr auf insgesamt 295 Mio. Euro.

Allein im vierten Quartal fielen 66 Mio. Euro für Restrukturierungskosten vor allem in Australien, Südafrika und Brasilien an. Die Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen will Konzerchef Wolfgang Büchele weiter vorantreiben.

Höhere Dividende und positiver Ausblick

Zum Abschluss noch einige positive Nachrichten für die Linde-Aktionäre unter Ihnen oder diejenigen, die es werden wollen. Der DAX-Konzern will die Dividende von 3 Euro in Vorjahr auf jetzt 3,15 Euro je Aktie anheben. Das entspricht einer Steigerung um 5% und – gemessen am aktuellen Kurs – einer Dividendenrendite von gut 1,6%.

Daneben gab der Linde-Chef Wolfgang Büchele für das laufende Jahr eine optimistische Prognose. Er erwartet je nach Konjunkturverlauf und Entwicklung der Wechselkurse einen Konzernumsatz zwischen 18,2 und 19 Mrd. Euro. Das operative Konzernergebnis soll 4,1 bis 4,3 Mrd. Euro erreichen.

Die im Oktober 2014 reduzierte Mittelsfristziele bestätigte das Unternehmen heute nochmals. Damit scheinen die Umbaumaßnahmen Früchte zu tragen und das Unternehmen auf dem richtigen Weg zu sein.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.