DAX 30: So geht’s weiter – diese Marken sollten Sie jetzt kennen

Im gestrigen Beitrag hatten wir die Frage gestellt, ob dem DAX jetzt erneut eine Phase bevorsteht, wie wir sie von August bis Dezember durchleben mussten:

Denn seit dem Anstieg am ersten Handelstag des neuen Jahres hängt der deutsche Leitindex an der Marke von 11.600 Punkten.

Wir haben daraufhin zunächst einmal diskutiert, warum überhaupt derartige Widerstands-Marken entstehen.

Die Erklärung dafür lautet: Weil an diesen Punkten die Anleger einen Markt für ausgereizt halten und daher das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Die Wahrheit über den „Widerstand“ 10.600

Weiterhin hatten wir festgestellt, dass Widerstands-Niveaus auf einem Wochen-Chart aussagekräftiger sind, als auf einem Tages-Chart.

Diese Aussage finden wir bestätigt, wenn wir einmal in den gestern vorgestellten Chart hineinzoomen:

 dax-wochen-chart_12-01-2017

DAX 30: Nach unten abgesichert, nach oben nur noch kleine Hürden

Auf einmal wird sichtbar: Der „gefühlte“ Widerstand bei 11.600 Punkten im noch jungen Börsenjahr 2017 ist tatsächlich nur auf einem Tages-Chart sichtbar.

Bislang hat der DAX lediglich am vergangenen Freitag an dieser Marke geschlossen.

Vielmehr können wir aus der Phase nach der Top-Bildung im April 2015 eine Widerstands-Zone ableiten (blaues Rechteck). Diese Handelsspanne reicht von 11.280 – 11.820.

DAX 30 nach unten sehr gut abgesichert

Doch Sie können der Grafik auch noch etwas anderes entnehmen:

Die Marke 10.700 ist zwischen August und November 2016 ganz eindeutig zu einem wichtigen Widerstand gereift. Das ist für Sie wiederum eine bedeutsame Erkenntnis für die kommenden Monate:

Da der DAX 30 inzwischen über diesem Widerstand notiert, wird letzterer in der Zukunft zu einer potenziellen Unterstützung.

Sollte der deutsche Leitindex also irgendwann einmal zurücksetzen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er an diesem Punkt ausgebremst wird.

Diese Prognose wird zusätzlich davon gestützt, dass sich unterhalb von 10.700 noch eine Widerstands-Zone ausgebildet hat.

Dieser von mir gelb unterlegte Bereich hat bei 10.270, wie Sie sehen, eine weitere markante Unterstützung generiert.

Fazit & Empfehlung

Halten wir fest:

Das auf einem Tages-Chart zu erkennende Niveau bei 11.600 ist tatsächlich kein Widerstand im Wochen-Chart: Dort ist er nicht einmal als ein solcher identifizierbar.

Die extrem „langweilige“ Marktphase von Mitte August bis Ende November, als der DAX 30 einfach nicht über 10.700 Zähler hinaus kam, erweist sich nun als ein Vorteil:

Nicht nur die Marke 10.700 dürfte sich künftig als bedeutsame Unterstützung erweisen. Darunter liegt noch ein zusätzlicher Auffang-Bereich, der bis 10.280 reicht.

Das heißt: Sollte der DAX irgendwann in den nächsten Monaten noch einmal stärker zurückfallen, dann dürfte dieser Rückschlag spätestens im Bereich von 10.700 / 10.280 enden.

Auf der Oberseite sehen wir bestenfalls noch einen kleinen Widerstand bei 10.800 (grüner Ring).

Das bedeutet für Sie: Auf dem Weg zum Allzeithoch bei 12.390 Punkten stehen dem DAX 30 allenfalls noch kleine Hürden im Wege.

Ohnehin fehlen dem deutschen Leitindex nur noch knapp 800 Zähler oder +6,8% bis zu einer neuen historischen Bestmarke!

12. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Andreas Sommer. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt