DAX 30: Was uns der MACD für 2014 prognostiziert – Teil 1

Der MACD hat eine praktische Eigenschaft, die ich mir für einen selbst entwickelten Börsenklima-Indikator zunutze mache. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Es ist noch kein Jahr her, da stellte ich Ihnen hier in Chartanalyse-Trends für den deutschen Leitindex ein Kursziel von 10.770 Punkten über einen Zeitraum von 19 Monaten vor:

Heute scheint das vielen Marktteilnehmern angesichts eines DAX 30-Standes von mehr als 9.430 Punkten durchaus plausibel. Das war zu Jahresbeginn indes noch ganz anders: Am 14. Januar, zum Zeitpunkt meines erwähnten Beitrages, notierte der Index noch bei 7.715 Zählern.

Die seinerzeitige Einschätzung resultierte aus meiner Analyse des Börsenklimas. Um zu jeder Zeit das aktuelle Börsenklima besser einschätzen zu können, habe ich im Laufe der Jahre verschiedene Indikatoren entwickelt. Einen Indikator aus diesem Arsenal stellte ich Ihnen im Januar vor.

Wichtiger Charttechnik-Indikator: MACD

Den in meiner seinerzeitigen Analyse verwendeten Indikator bezeichne ich als „MACD-Kaufsignale für den DAX 30“. Die Abkürzung MACD steht für Moving Average Convergence Divergence. Das bedeutet so viel wie „zusammen / auseinander strebende Gleitende Durchschnitte“.

In der Charttechnik findet der MACD große Beachtung. Ich persönlich arbeite bei der Analyse von Charts aufgrund eigener Erfahrungen eher selten mit diesem Indikator. Er besitzt jedoch eine wichtige Eigenschaft, die ihn meines Erachtens für eine andere Anwendung sehr wertvoll macht und die ich mir in meinem Börsenklima-Indikator zunutze gemacht habe.

Um diese Eigenschaft besser zu verstehen, werfen wir einen kurzen Blick auf die Konstruktion des MACD. Ohne hier in die Tiefe zu gehen:

Er wird aus insgesamt 3 exponentiellen Gleitenden Durchschnitten konstruiert / berechnet. Auf dem Indikator-Chart sehen Sie indes nur 2 Linien: Die schwarze MACD-Linie und eine rote Signallinie.

Die eigentliche MACD-Linie wird aus der Differenz zweier exponentieller Gleitender Durchschnitte errechnet wird. In der Charttechnik werden standardmäßig die exponentiellen Gleitenden Durchschnitte über 12 und 26 Perioden benutzt.

Für die Signallinie wird in der Regel ein Standardwert von 9 Perioden benutzt.

Draghi schickt Euro auf Talfahrt | DAX-Anleger schöpfen neue HoffnungPolitische Börsen, ein neuer Teil. Der Euro verliert massiv an Wert, weil die EZB den Geldhahn offenlässt. Dagegen geht der DAX steil nach Norden. Chartanalyse von beiden. › mehr lesen

MACD-Kauf- und Verkaufssignale

Kaufsignale generiert der MACD immer dann, wenn die Signallinie überkreuzt wird. Sinkt sie darunter, wird ein Verkaufssignal ausgebildet.

Und damit sind wir schon beim Kern: Der MACD bewegt sich zu jeder Zeit entweder in einem Kaufsignal oder in einem Verkaufssignal!

Der nachfolgende DAX 30-Chart macht das deutlich:

dax 30-23-12-2013

DAX 30 mit MACD auf den Zeitebenen Monat, Woche und Tag

Wichtig: Die Zeitebenen-Betrachtung

Mein Indikator „MACD-Kaufsignale für den DAX 30“ berechnet nun ganz einfach für jeden Handelstag den Prozentsatz der 30 DAX-Titel, die sich in einem MACD-Kaufsignal befinden. Tatsächlich mache ich diese Berechnung auf den 3 Zeitebenen Monat, Woche und Tag.

Vermutlich kommen Sie bei der Betrachtung des obigen Charts schon von selbst auf die Begründung, warum ich auf diese 3 Zeitebenen schaue. Falls nicht, dann lesen Sie Morgen meinen zweiten Teil.

Ach ja: Und natürlich zeige ich Ihnen dann auch meinen Indikator „MACD-Kaufsignale für den DAX 30“. Und Sie werden erfahren, wie laut meinem Indikator die Entwicklung im kommenden Jahr 2014 für den deutschen Leitindex einzuschätzen ist.


Der Gold-Report 2018
So machen Sie die besten Gold-Geschäfte

Sichern Sie sich jetzt gratis den Sonder-Report: “Der Gold-Report 2018” und erfahren Sie exklusiv, welche Aktien in Ihrem Depot nicht fehlen sollten!

Massive Gewinne voraus: So machen Sie 2018 zu Ihrem Goldjahr ➜ hier klicken!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt