DAX: 4 Szenarien wie es weitergehen kann

Kurzfristig hat sich das Chartbild des DAX 30 Index eingetrübt. Die charttechnische Unterstützung bei 11.000 Punkten ist klar nach unten durchbrochen. Und selbst die psychologisch wichtige Marke von glatt 10.000 Punkten wird umkämpft.

Mittel- und langfristig ist der Aufwärtstrend jedoch intakt und ich gehe davon aus, dass Sie in absehbarer Zeit ein neues Allzeithoch im DAX 30 Index sehen.

Es zeigt sich aber auch, dass die Absicherung mit Puts, die ich Ihnen oft empfehle, unverzichtbar ist. Denn so aufgestellt, können Sie die derzeitigen Kurskapriolen leicht(er) aushalten.

Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter. Wenn es für Sie neu ist:

Einfach, ganz klar, verständlich und treffsicher – so beschreibe ich meine Charttechnik. Das „treffsicher“ ist dabei entscheidend. Dabei nutze ich für meine Charts die Wochenschlusskurse (freitags, 20 Uhr, Börse Frankfurt beziehungsweise 22 Uhr US-Börsen) der Indizes oder Aktien.

Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen.

In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500 und andere Indizes beziehungsweise Aktienkurse. Heute zeige ich Ihnen den aktuellen Chart des DAX 30 Index.

DAX 30 Index: Langfristiger Aufwärtstrend intakt

DAX-Index_2015_08_24

Nach dem Seitwärtsgeschiebe des Vorjahres (grün markiert) kam es im DAX 30 Index Anfang dieses Jahres zu dem Kursausbruch, der von unter 10.000 auf über 12.000 Punkte durchmarschierte (oval markiert). Zuviel, wie sich gezeigt hat. Nun gibt es 4 Möglichkeiten:

  1. Der DAX 30 Index stabilisiert sich oberhalb der 10.000 Punkte

Wenn der DAX 30 Index sich jetzt oberhalb der 10.000 Punkte stabilisiert, wäre es nicht mehr als eine Korrektur der vorherigen Kursexplosion. Er könnte nach einiger Zeit Zug um Zug wieder in Richtung 11.000, dann 12.000 und danach auf ein neues Allzeithoch steigen. Sicherheit dafür gibt es natürlich nicht, aber das ist mein favorisiertes Szenario.

  1. Der DAX 30 Index fällt in den Bereich 9.000 bis 10.000 Punkte

Wenn der DAX 30 Index unter 10.000 Punkte fällt, kommt er wieder in den Kursbereich des Vorjahres (grün markiert). Dann besteht die Gefahr, dass er das Seitwärtsgeschiebe wieder fortsetzt. Wenn ich etwas wählen dürfte, dann würde ich sagen: Das bitte nicht.

  1. Der DAX 30 Index fällt unter 9.000 Punkte …

… und fängt sich oberhalb von gut 8.000 Punkten (waagerechte Linie im Chart). Dann würde er das in den Jahren 2000 und 2007/2008 erreichte Allzeithoch testen. Der langfristige Aufwärtstrend wäre immer noch intakt.

  1. Der DAX 30 Index fällt unter 8.000 Punkte

Wenn der DAX 30 Index nachhaltig unter sein zuvor viele Jahre lang gültiges Allzeithoch fallen würde, wäre auch der langfristige Aufwärtstrend gebrochen. Ob in dem Fall der Crash – und das wäre einer – bei 7.000, 5.000 oder auch 3.000 Punkten stoppen würde, vermag ich nicht zu sagen.

In dem Fall würde viele Anleger viel verlieren. Gleichwohl wäre es für die Leser des Optionen-Profi eine Gewinn-Chance. Denn die im Depot befindlichen Put-Optionen würden serienweise zu Gewinnen von mehreren 100% laufen.

3:1-Strategie funktioniert: Erste Puts vor +100% Gewinn

Regelmäßig schreibe ich Ihnen diese Empfehlung: „Kaufen Sie Call-Optionen mit langer Laufzeit. Und für je 3.000 Euro, die Sie in Call-Optionen auf starke Aktien investieren, kaufen Sie für 1.000 Euro Put-Optionen auf einen der wichtigen Aktienindizes (z.B. DAX 30 Index, DAX 30 Index, Dow Jones oder Nasdaq). Mit einem nach dieser Strategie aufgestellten Depot investieren Sie sicher und sind gewinnoptimiert aufgestellt.“

Die Jahre 2008/2009 und 2011 haben gezeigt, wie wichtig und richtig das ist. Und jetzt tun die Puts im Depot auch schon gute Dienste. Zum einen schaffen sie Sicherheit. Zum anderen nähern sich erste Puts auch schon dem Ziel von +100% Gewinn.

Es zeigt sich erneut: Die 3:1-Put-zu-Call-Strategie funktioniert

Zum guten Schluss: Heute vor 262 Jahren, also am 24.08.1753, erblickte die deutsche Dichterin Caroline Rudolphi das Licht der Welt. Eines ihrer Gedichte fängt mit diesen Worten an:

„Sende nicht Worte mit fliegender Eile.“

Nicht mit „fliegender Eile“, sondern mit Freude bei der Sache, schreibe und sende ich Ihnen meinen täglichen Kommentar (und hoffe, er ist gelungen).

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

24. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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