DAX: 5 Gründe für schnell steigende Kurse

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Der Dax hat seit seinem Allzeithoch im Frühjahr fast 20 Prozent verloren – doch es gibt gute Gründe, auf eine Trendwende zu setzen. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Für die meisten deutschen Privatanleger ist er das A und O: der DAX.

Im Jahr 2015 hat das wichtigste Frankfurter Börsen-Barometer einiges an Höhen und Tiefen durchlebt.

Nach einer monatelangen Rally im Frühjahr bis hin zu Rekordständen von mehr als 12.000 Punkten im März und April ging es anschließend abwärts.

Seit seinem Rekord-Schlusswert von 12.374 Zählern hat der DAX fast 20% verloren und pendelte zuletzt um die 10.000er-Marke.

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V. a. Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China, Verunsicherung über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve und zuletzt der Abgas-Skandal rund um Volkswagen haben die Stimmung am Parkett eingetrübt und den Leitindex abrutschen lassen.

Nun aber mehren sich die Anzeichen dafür, dass der DAX bis zum Jahresende wieder anziehen dürfte. Das sind die 5 wichtigsten Gründe:

1) Geldpolitik der Notenbanken

Bereits seit einigen Jahren haben die Notenbanken rund um den Globus die Geldschranken weit geöffnet und zugleich die Leitzinsen auf historisch niedrigem Niveau verharren lassen.

Diese Maßnahmen sollten die Kreditvergabe und darüber letztlich auch die Konjunktur ankurbeln.

Vor allem aber hat sich dadurch die Geldmenge deutlich erhöht – und das zusätzliche, billige Notenbankgeld fließt zu großen Teilen direkt in die Aktienmärkte, da aufgrund der dauerhaften Niedrigzinsen alternative Anlageoptionen wenig lukrativ erscheinen.

2) Exportstärke deutscher Unternehmen

Deutschland gilt als eine der exportstärksten Nationen der Welt. Viele der exportorientierten Unternehmen sind im DAX gelistet, beispielsweise die großen Automobil-Konzerne oder auch Chip-Hersteller wie Infineon.

Während die Schwellenländer – lange Zeit als Zukunftsmärkte gehypet – zuletzt eher enttäuschten, konnten deutsche Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre Ausfuhren in klassische Partnerländer deutlich steigern.

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Allein in die USA wurde in den letzten sechs Monaten rund 18% mehr exportiert als im Vorjahres-Zeitraum.

3) Günstige DAX-Bewertung

Geht man von einem durchschnittlichen Gewinnzuwachs von 10,2% für die AX-30 aus, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX zum Jahresende 2015 bei 12,8, wie die Experten der Commerzbank kürzlich vorgerechnet haben.

Damit ist der DAX im Vergleich zu anderen Indizes relativ günstig bewertet.

4) Charttechnische Argumente

Charttechniker stützen ihre Einschätzungen häufig auf die 200-Tage-Linie bzw. die Abweichungen hiervon:

Während der DAX seine 200-Tage-Linie im Frühjahrs-Höhenrausch um rund 20% überschritten hatte, lag er zuletzt etwa 10% darunter.

Aus charttechnischer Sicht wird davon ausgegangen, dass allzu große Abweichungen – ganz gleich, in welche Richtung – früher oder später korrigiert werden und sich der DAX somit wieder seiner 200-Tage-Linie annähert.

Demzufolge wäre von einem baldigen Anstieg auszugehen, denn bis zu jener Marke ist noch etwas Luft nach oben.

5) Antizyklisches Kaufverhalten

Vieles spricht dafür, beim Aktieninvestment antizyklisch zu handeln – also zu verkaufen, wenn es über längere Zeit aufwärts geht, bzw. zu kaufen, wenn alle anderen ihre Aktien fallen lassen wie heiße Kartoffeln.

Auf diese Weise können sowohl günstige Einstiegspreise genutzt als auch Gewinne realisiert werden.

Da die Durststrecke schon eine Weile anhält, dürften sich diejenigen, die sich von ihren Papieren trennen wollen, bereits verabschiedet haben – es könnte also bald wieder aufwärts gehen.

Hinzu kommt außerdem der allgemeine Trend zur Jahresendrally: Meist läuft das 4. Quartal wieder besser, selbst wenn im 3. Quartal Rückschläge verzeichnet worden sind.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.