DAX: Allzeithoch auf Basis der Wochenschlusskurse – Calls erste Wahl

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Ganz einfach, ganz klar, unglaublich treffsicher: So sind die Charts unseres Börsenexperten Rainer Heißmann. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

8.503 Punkte, vergangene Woche Freitag, 20 Uhr, Börse Frankfurt – so lautet die neue Rekordmarke des DAX.

Mit dieser Notierung hat der DAX auf Basis seiner Wochenschlusskurse ein neues Allzeithoch verbucht. Das bis dahin gültige Allzeithoch in dieser Betrachtungsweise stammte vom 23.08.2013 und lag bei 8.417 Punkten.

Seit Wochen und Monaten prognostiziere ich steigende Kurse im DAX. Nun wird meine Prognose erneut deutlich bestätigt. Für meine Prognosen nutze ich die Analyse des Marktes, die Marktstimmung und eine Charttechnik, wie sie einfacher kaum sein kann.

Wochenschlusskurse sind optimal zur Trendbestimmung geeignet

Ganz einfach, ganz klar, unglaublich treffsicher – so beschreibe ich meine Charttechnik. Und auf das „treffsicher“ kommt es an.

So, wie viele institutionelle Anleger, nutze auch ich in Charts gerne die Wochenschlusskurse. Das nutze auch im unten stehenden Chart des DAX. Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus.

Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen.

Außerdem orientieren sich viele institutionelle Anleger für ihre Investitionsentscheidungen an dieser Chart-Einstellung. Dadurch bekommt diese zusätzliches Gewicht und kann Trends verstärken.

DAX: Allzeithoch auf Basis der Wochenschlusskurse

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Mit der roten Linie sehen Sie das „alte“ Allzeithoch aus dem Jahr 2007. 6 Jahre hat es gedauert, nun ist es gefallen – und zwar „klassisch“:

Es wurde nicht einem Rutsch überwunden, sondern es bedurfter mehrerer Versuche, dass diese Marke fiel. Nach dem ersten Versuch im Mai dieses Jahres ging es nochmals deutlich runter.

Der nächste Versuch war lehrbuchmäßig:

Der Widerstand des ehemaligen Allzeithochs wurde überwunden. Dieser Widerstand wurde dadurch zur charttechnischen Unterstützung. Der Kurs fiel nochmals zurück und stoppte seine Korrektur genau auf der Unterstützung.

Und von da prallte der Kurs des DAX nach oben ab und markierte Ende letzter Woche sein neues Allzeithoch (immer auf Basis der Wochenschlusskurse).

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Noch in 2013: 9.000 Punkte im DAX

Es sind nur 3 Pünktchen, aber der DAX notiert damit schon näher an 9.000 als an 8.000 Punkten. Nun, das ist nicht entscheidend; aber davon mal abgesehen ist der Aufwärtstrend einfach intakt.

Hinzu kommt, dass uns die lockere Geldpolitik noch lange erhalten bleibt. Das gilt unabhängig davon, welche Entscheidung uns die US-Notenbank am Mittwoch dieser Woche mitteilen wird.

Es wird irgendwo zwischen unveränderter bis geringfügig korrigierter Geldpolitik liegen.

Die höheren Gewinn-Chancen liegen nach wie vor beim Spekulieren auf steigende Aktien-Indizes. Call-Optionen sind deshalb erste Wahl.

Mit Call-Optionen, die durch Put-Optionen abgesichert werden, lässt sich ein optimales Depot aufbauen, um von dem anhaltenden Aufwärtstrend zu profitieren.

Meine Prognose: Noch im laufenden Jahr „knackt“ der DAX die 9.000 Punkte.

Zum guten Schluss: am 16.09.1890, also heute vor 123 Jahren, also kam der Schauspieler Ernst Deutsch zur Welt. Von ihm stammt mein Zitat des Tages:

„Wer vom Glück immer nur träumt, darf sich nicht wundern, wenn er es verschläft.“

Das lässt sich gut auf die Börse anpassen:

„Wer von Gewinnen nur träumt, aber nie handelt, darf sich nicht wundern, wenn er keine Gewinne erzielt.“

Ich wünsche Ihnen Gewinne an der Börse

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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.