Dax beendet Achterbahn-Quartal im Plus

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Ein turbulentes und verlustreiches Quartal geht versöhnlich zu Ende – am Mittwoch schlossen alle Dax-Titel im Plus. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Aufatmen in Frankfurt: Am letzten Tag des Monats – und des dritten Quartals – hat sich der Dax stabil im Plus gehalten und am Ende um 2,2 Prozent zugelegt auf 9.660 Zähler.

Angeschoben wurde der Dax durch positive Vorgaben aus Fernost, wo sich die Börsen sowohl in Japan als auch in China erholen konnten. Am Nachmittag unterstützten auch positive Daten vom US-Jobmarkt erst die Wall Street und schließlich auch den Dax.

Turbulentes Quartal geht zu Ende

Dennoch notiert der Leitindex damit 5,8 Prozent schwächer als zu Beginn des Monats. Damit schließt sich der schwächste September seit der Lehman-Pleite. Auf Vierteljahressicht fällt die Bilanz noch verheerender aus, hier türmt sich das Minus auf rund 12 Prozent.

Vor allem die VW-Affäre hatte den Dax zuletzt stark belastet, während im August vor allem die Verunsicherung über die Zinsentscheidung der Federal Reserve sowie der chinesische Börsencrash auch in Frankfurt die Anlegerlaune und mit ihr zahlreiche Aktien in den Keller drückten.

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Doch am Mittwoch zeigte sich die Börse von ihrer versöhnlichen Seite: Alle Dax-Titel schlossen im Plus. Angeführt wurde das Barometer von der Lufthansa, deren Aktie sich nach einem positiven Analystenkommentar um 6,2 Prozent verteuerte.

Auch Autobauer hoch im Kurs

Auf Rang zwei folgte Infineon, das Papier rückte um 5,2 Prozent vor. Auch die Energiekonzerne konnten noch einmal punkten, Eon und RWE zählten mit Aufschlägen von 4,9 und 4,2 Prozent ebenfalls zu den stärksten Titeln im Dax.

Selbst die Autobauer fanden sich im oberen Drittel wieder, nachdem die chinesische Regierung Steuernachlässe beim Erwerb von Neuwagen angekündigt hatte. Die Aktien des Zulieferers Continental rückten daraufhin um 3,9 Prozent vor, gefolgt von BMW mit einem Plus von 3,7 Prozent. Etwas dahinter folgten Volkswagen und Daimler, deren Kurse um 2,7 beziehungsweise 2,5 Prozent kletterten.

Die geringsten Aufschläge verzeichneten Fresenius mit 0,8 Prozent und Schlusslicht ThyssenKrupp mit 0,4 Prozent.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.