Dax beendet Februar auf neuem Allzeithoch

Der Dax kennt weiterhin nur eine Richtung: aufwärts. Scheinbar mühelos eilt der Leitindex von Allzeithoch zu Allzeithoch, ungeachtet der Ukraine-Krise, der Unsicherheiten um Griechenland oder der teils durchwachsenen Konjunkturentwicklung.

Selbst ohne größere Impulse setzt sich der Trend weiter fort, wobei der Handelsverlauf zuletzt meist unspektakulär verlief, bis sich die Anleger am späten Nachmittag zum Schlussspurt aufrafften.

15 Prozent Plus in 2 Monaten

So konnten auch am Donnerstag neue Rekorde aufgestellt werden, die bereits am Freitag wieder überboten wurden. Mit einem Plus von 0,7 Prozent schaffte der Dax den Sprung über die 11.400er-Linie und ging mit einem neuen Allzeithoch von 11.401 Punkten ins Wochenende.

Damit hat das Barometer seit Jahresbeginn um mehr als 15 Prozent zugelegt, trotz aller Unsicherheiten. Die anhaltend gute Grundstimmung am Parkett dürfte vor allem der Europäischen Zentralbank geschuldet sein, die im März ihr groß angelegtes QE-Programm starten wird.

Doch zugleich wird die Luft immer dünner. Bereits seit längerem rechnen Experten mit einer Kurskorrektur, die wohl nicht mehr allzu lang auf sich warten lassen dürfte.

Bayer stark nach Dividendenanhebung

Zunächst einmal durften sich die Anleger aber über weitgehend positive Zahlen mehrerer Großkonzerne freuen. Bayer bildete nach starker Bilanz am Donnerstag den Spitzenreiter. Der Chemiekonzern hatte angekündigt, die Dividende deutlich anzuheben, was mit einem ordentlichen Kursplus honoriert wurde.

Trotz Dividendenerhöhung und Gewinnsteigerung geriet die Allianz zugleich unter Verkaufsdruck – die Zahlen hatten die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Die Aktie der Deutschen Telekom reagierte erst zeitverzögert auf eine angekündigte Dividendenanhebung für die kommenden Jahre. Während das Plus am Donnerstag überschaubar ausfiel, gehörte das Papier mit einem Plus von fast 3 Prozent am Freitag zu den stärksten Dax-Titeln.

Fresenius auf Erfolgskurs

Ebenfalls stark präsentierten sich die beiden Fresenius-Aktien, die noch immer von den positiven Zahlen zehren konnten. Fresenius eroberte am Freitag die Dax-Spitze mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent und auch die Tochter Fresenius Medical Care zählte zu den Tagessiegern mit einem Plus von 2,4 Prozent.

Weit vorn lagen auch erneut die Energiekonzerne Eon und RWE, deren Papiere um 2,1 beziehungsweise 1,2 Prozent zulegen konnten.

Mit Lufthansa, Infineon und Schlusslicht BASF rutschten nur drei Dax-Werte in die Verlustzone. Ihre Anteilsscheine verbilligten sich um 0,6  bis 1,6 Prozent. BASF hatte seine Anleger mit einer verhaltenen Bilanzprognose verprellt.

2. März 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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