DAX: Bereit für die Explosion!

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Die aktuelle Zone zwischen 13.000 und 13.300 Punkten muss verlassen werden, damit wir deutlich mehr Bewegung sehen. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Verrückt!Seit der vor neun Tagen gezündeten Rakete, ist der DAX nahezu reglos. Willkommen im Winterschlaf! Doch bald klingelt der Wecker und wird einige Anleger überraschen. Vielleicht hat auch schon die aktuelle enge Seitwärtsphase Privatinvestoren hinter das Licht geführt. Derartige Zeiten mit immens geringer Volatilität sind meist schwer zu handeln. Hier verbrennen sich dann viele Hobbytrader die Finger.

Aber gehen wir einmal davon aus, dass das Warten bald ein Ende hat. Das behaupte nicht nur ich, sondern das finden auch die Bollinger Bänder. Das sehen wir uns gleich im Chart genauer an.

DAX im 4-Stunden-Chart mit Bollinger Bänder

Sie sehen die Bewegung seit September. Ein kurzes Tief Richtung 11.450 Punkte und schnell wieder hoch auf die 13.200. Das war es insgesamt. Passenderweise stehen wir jetzt auch genau wieder dort, wo der DAX bereits Anfang September stand.

Doch die eingezeichneten Bollinger Bänder beschreiben einen sehr engen Korridor. So etwas hatten wir bereits Mitte September. In der Regel bleiben die Bänder auch nicht lange so nah zusammen, irgendwann kommt dann der Ausbruch. Mitte September ging es spontan 600 Punkte nach unten. Würden wir das aktuell erleben, stünde der DAX bei etwa 12.600. Noch ein bisschen tiefer und er würde die obere Trendlinie von oben berühren. Das ist also durchaus denkbar.

Sollten wir jetzt soweit fallen, wäre am übergeordneten bullischen Bild auch noch nichts verkehrt. So ein Rücksetzer ist drin. Solange wir nicht unter das Tief von Ende Oktober rutschen, ist alles im grünen Bereich.

Ruhige Verfallswoche

Am Freitag wird wieder einmal abgerechnet. Doch ausnahmsweise ist es noch recht ruhig. Möglicherweise kommt morgen etwas Schwung rein oder schon über Nacht. Die größten und interessantesten Position für den DAX-Verfall liegen bei 12.600 und 12.500 Punkten. So gesehen könnte der DAX normalerweise am Freitag dort abrechnen. Wobei das Spiel diesmal herzlich langweilig ist. Wenig Open Interest. Die größte Put-Position liegt bei 12.500 Punkten. Die Stillhalter wollen demnach, dass der DAX Freitag darüber steht.

Die größte Call-Position ist bei 14.200 Punkten. Das können wir vergessen. Die nächst größere bei 13.400 Punkten. Also werden wir grob zwischen 12.500 und 13.400 Punkten abrechnen. Das ist natürlich überhaupt nichts, was uns beim Trading hilft. Der Bereich ist riesig und dementsprechend nichtssagend. Nach aktueller Lage können wir den Verfall am Freitag als Event eher ignorieren.

Nichtsdestotrotz sagen uns diese Zahlen aber auf jeden Fall: Wir haben mehr Potential auf der Unterseite zu befürchten. Nach oben ist der Deckel drauf. Nach unten könnten wir 500 Punkte fallen und es würde sich nichts ändern. Die Stillhalter müssten auch nicht eingreifen. Wenn diese aktiv werden, beschleunigen sie meist den jeweiligen Trend, weil sie sich absichern. Da dies aber auch nicht der Fall sein wird, könnten wir theoretisch noch bis zum Freitag auf engstem Raum zur Seite schieben.

Highlight des Tages

Der DAX ist heute über die 13.200er Marke gekommen! Zwar nur einmal kurz, aber vielleicht schafft er es zum Handelsende ein zweites Mal. Das würde zumindest einen bullischen Eindruck erwecken. Solange er aber nicht die 13.300 nachhaltig knackt, brauchen Sie den Finger nicht an den Abzug legen. Erst nördlich davon, gibt es wieder Kaufsignale.

Sollten wir dagegen das letzte Tief bei 13.050 unterbieten, können wir auch schnell südlich der 13.000 stehen. Der Bereich um 12.600 ist auch nur einen starken Ausbruch aus dem Bollinger Band entfernt. Doch solange der DAX den Schlafwagen gebucht hat, brauchen wir uns keine Gedanken machen. Die aktuelle Zone zwischen 13.000 und 13.300 Punkten muss verlassen werden, damit wir deutlich mehr Bewegung sehen.

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Von: Daniel Feyen. Über den Autor

Daniel Feyen arbeitet seit 2013 bei GeVestor eng mit Übernahme-Experte Jens Gravenkötter, Vermögensschutz-Experte Günter Hannich und weiteren bekannten Analysten zusammen. Durch den engen Kontakt zu diversen GeVestor-Finanz-Experten hat er sich ein breites Netzwerk aufgebaut und besitzt wertvolle Informationen über diverse Anlagestrategien für Privatanleger. Seit 2013 publiziert überwiegend zum Thema „Möglichkeiten in der privaten Geldanlage“.