DAX: Damit müssen Sie im Juli rechnen | Euro zeigt Stärke

DAX mit Schwäche, dagegen steigt der Euro zum US-Dollar wieder. Beide sind an einer Aufwärtstrendlinie im Chart mit unterschiedlichen Vorzeichen. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Zum Wochenende verpasst der DAX eine wichtige Chance, den alten Aufwärtstrend zurückzuerobern. Stattdessen bilden genau diese Trendlinie und die 20-Tagelinie in Kombination einen Widerstand, der heute nicht bezwungen werden konnte.

DAX-Chartanalyse

Im Chart sehen Sie, dass wir uns wieder von unten an die Aufwärtstrendlinie herangetraut haben. Doch hier war dann heute erneut Schluss.

Die 20-Tagelinie in Orange wird auch weiterhin fallen und vermutlich die Kurse weiter nach unten drücken. Wenn wir diese Woche unter der Trendlinie schließen, ist das natürlich ein negatives Zeichen. Gibt es etwas Positives zu berichten? Nun ja, diese Woche war sehr stark. Wir haben rund 200 Punkte aufgeholt.

Vielleicht haben die Bullen damit aber bereits ihr Pulver verschossen. Die kommende Woche hat mit diesem Chartbild auf jeden Fall negative Vorzeichen. Theoretisch könnten wir auch von unten an der Aufwärtstrendlinie hochklettern. Doch das geschieht selten. Entweder die Kurse schaffen den Sprung darüber und ziehen weiter an oder es geht eben noch einmal bergab.

Das nächste Tief ist hierbei entscheidend. Laufen wir unter das Tief von diesem Montag bzw. von Donnerstag letzter Woche, geht es noch tiefer.

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EUR/USD wurde wiederbelebt

Der Ausbruch ist vollzogen. Der Euro zeigt Stärke und hat die Abwärtstrendlinie – in Orange eingezeichnet – durchbrochen. Das einzige, was uns jetzt stoppen kann, ist die EMA-50. Die exponentielle 50-Tagelinie wurde heute schon leicht überwunden. Wenngleich sich die Kurse an dieser Stelle schwergetan haben.

Fakt ist aber: Die grüne Aufwärtstrendlinie dient seit eineinhalb Wochen als Unterstützung. Daran können sich die Kurse jetzt noch eine Weile hochziehen. Wenn wir auch in der kommenden Woche die blaue EMA-50 hinter uns lassen können, steht weiter steigenden Kurse nichts im Weg.

Ein erstes Ziel kann dabei die 1,18 EUR/USD sein. Hier hatten die Kurse im Juni immer wieder nach unten gedreht. Deshalb sollte auch hier ein wenig Gegenwind zu spüren sein. Aber das wird wohl erst nächste Woche geschehen.

EMA oder SMA als Durchschnittslinie?

Sie werden sich vielleicht gefragt haben, warum im Chart des Währungspaars die EMA-50 auftaucht. Das ist natürlich Geschmackssache. Allerdings hat es den Anschein, als würden die gewichteten Durchschnitte im Forex-Markt besser funktionieren. Bei der exponentiellen Durchschnittslinie haben die Kurse der jüngeren Vergangenheit eine größere Bedeutung. Bei der SMA wird jeder Tag identisch gewichtet.

Aus diesem Grund unterscheiden sich SMA und EMA leicht – was manchmal aber eine entscheidende Differenz sein kann. Wenn Sie selbst mit den Chart spielen und Ihre eigene Analyse machen, können Sie einmal ausprobieren, welche Durchschnittslinien Ihnen mehr verraten. Laut der Theorie mancher Trader, helfen SMA-Linie bei Aktien und Indizes besser. EMAs haben eher bei Währungspaaren einen Vorteil.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.