DAX: Der Bann ist gebrochen! Nächste Ziele?

Es ist tatsächlich geschafft: Die quälend langweilige Seitwärts-Phase des DAX ist beendet. 11.700 Punkte wurden geknackt und gestern beinahe schon die 11.900 erreicht.

Im Dow Jones gab es ein ähnliches Bild: V. a. haben die Amerikaner die 20.000 Punkte gefeiert, die zum allerersten Mal überwunden worden sind.

Allzeithochs in den Indizes – es darf gejubelt werden!

Was ist der Grund für die neuen Hochs?

Die einen sagen: Trump natürlich! Der wird aktuell schließlich für jede Kursänderung verantwortlich gemacht.

Die anderen sagen: So einfach ist das nicht! Vielmehr zeigen uns die hohen Kurse an der Börse nur eines: wie wenig unser Geld wert ist.

Dieses Argument lässt sich nicht so leicht widerlegen.

Denn in Zeiten von Niedrigzins bzw. sogar Negativzins findet eine Entwertung durchaus statt – v. a., weil gleichzeitig von den Zentralbanken so viel Geld geschaffen wird.

Das ist auch immer am Goldpreis abzulesen: Gold ist die Krisen-Währung schlechthin. – Moment mal: Dann müsste Gold doch auch auf einem Allzeithoch stehen!

Das liegt jedoch schon 5,5 Jahre zurück. Zu Beginn der Schuldenkrise raste das Edelmetall Ende Sommer 2011 Richtung 1.900 US-$ pro Unze.

Aktuell liegen wir unter 1.200 US-$; sind also gefühlt Lichtjahre davon entfernt.

Exremer Kurverlust bei Silber

Noch extremer ist der Kursverlauf bei Silber: Das Ende der Übertreibung war bereits im Mai 2011 erreicht. Damals stoppten die Kurse vor der 50 US-$-Marke.

Heute handelt die Silber-Unze unter 17 US-$. Eine Verdreifachung wird hier somit benötigt, um neue Allzeithochs zu schaffen.

Also ist doch alles im Lot; so dramatisch kann die Lage dann ja wohl nicht sein, wenn die Krisen-Währungen so günstig zu kaufen sind.

Das mag einerseits daran liegen, dass viele Privat-Anleger ihr Vertrauen in diese Märkte verloren und sich davon zurückgezogen haben.

Andererseits reden auch gerade die eisernen Verfechter von Gold und Silber derzeit von idealen Kaufkursen.

Gold mit Tendenz nach oben

So einfach ist die Frage also nicht zu beantworten.

So viel sei nur gesagt: Im 30%-Trader haben wir Mitte Januar eine neue Position auf Gold eröffnet. Die Tendenz ist dabei, dass Gold gute Chancen hat dieses Jahr zu steigen.

Allerdings haben wir mit dem Spread beim Optionen-Handel bessere Aussichten als mit einem klassischen Investment in Gold.

Unsere Abonnenten verdienen dabei nämlich auch, wenn der Goldpreis nicht steigt oder sogar ein wenig fällt.

Neue Zielmarken im DAX

Bevor wir auf die neuen Ziele eingehen, soll die Kurslücke im DAX noch einmal erwähnt werden: Bei 11.630 befindet sich diese.

Solange Sie grob die 11.600 als mögliches Zwischenziel im Hinterkopf behalten, verraten wir Ihnen die neuen Zielmarken.

Denn es kann durchaus sein, dass der DAX sich dieses Gap noch einmal zur Brust nimmt, bevor es neue Bestmarken gibt.

Die 12.390, das Allzeithoch vom April 2015, zählt zu diesen Marken. Sobald die 11.900 Punkte überwunden sind, wäre dies das nächste Ziel.

Dahinter liegt 200 Punkte höher noch ein weiteres Ziel: Die 12.600 Punkte entsprächen einem DAX-Profit in diesem Jahr von gut 9%.

Wie kommen die Analysten auf 9%? – Nun, der erwartete durchschnittliche Gewinn-Anstieg der Unternehmen befindet sich in diesem Bereich.

3,3% konnte der DAX seit Jahresbeginn bereits klettern. Weitere 6% in den kommenden 11 Monaten wirken machbar.

27. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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