DAX: Die 13.000 Punkte sind gefallen

ntraday haben wir die 13.000 Punkte heute zum 1. Mal in diesem Monat von unten gesehen; zwischendurch waren es nur noch 12.060 Punkte. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Intraday haben wir heute die 13.000 Punkte und zum 1. Mal in diesem Monat von unten angeschaut.

Am Mittag notierte der DAX zwischenzeitlich bei knapp 12.960 Punkten. Das ist der Bereich indem wir im Oktober die ewige Seitwärts-Phase hatten.

Hier gab es offensichtlich Widerstände und der DAX ist danach wieder in Plus und über die 13.000 gelaufen.

DAX im Stunden-Chart: abhängig von 20-Stunden-Linie

Im folgenden Chart sehen Sie die blaue 20-Stunden-Linie. Diese wurde vergangene Woche nach unten durchbrochen.

Das war der Startschuss für die negative Woche. Seitdem konnten die Kurse die Linie nicht mehr zurückerobern.

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Wir sind gespannt, wie die nächsten Stunden und Tage verlaufen. Aktuell nimmt der DAX wieder Fahrt auf. Das muss aber nichts heißen.

Erst wenn er die Durchschnitts-Linie auf Stunden-Basis überwunden hat, hellt sich das Bild auf. Bis dahin bleiben wir erst einmal vorsichtig pessimistisch.

Die Jahresendrallye kann immer noch kommen, aber wann genau, das weiß nur sie selbst.

Bärenfalle, ja oder nein?

Dass wir heute sogar kurzzeitig schon unter die 13.000 gelaufen sind, ist auch kein gutes Zeichen – ja, es könnte eine Bärenfalle sein.

Wenn Anleger jetzt glauben, dass der DAX weiter fallen wird und short gehen, muss ich aber leider Entwarnung geben:

Eine richtige Bärenfalle sieht anders aus. Dafür sind wir viel zu schnell wieder über die 13.000 gerutscht.

Wenn es eine Falle werden sollte, müssten wir auf Wochenschlusskurs-Basis eine deutliche rote Kerze sehen und unter der wichtigen Marke landen.

Dazu noch ein paar Krisen-Gerüchte in die Nachrichten gestreut, und schon will alle Welt nur noch verkaufen – so sieht eine richtige Falle aus.

Deshalb bleiben wir noch etwas verhalten. Die positiven Anzeichen müssen sich erst mehren, bevor wir euphorisch wieder auf steigende DAX-Kurse setzen.

Übergeordnet ist das Bild natürlich weiterhin positiv und wer langfristig denkt, könnte sich aktuell über die Kurse freuen und ein- oder nachkaufen.

Doch wer als Trader agiert und damit sich an den Charts orientiert – für den bietet der DAX aktuell noch keine spannenden Impulse. Geduld ist angesagt.

FED-Präsident verkündet Zins-Anhebung

Patrick Harker, Philadelphia FED-Präsident, ist für einen Anstieg der Zinsen.

Im Dezember soll es seiner Ansicht nach schon so weit sein. Um 0,25 Prozentpunkte soll diese weitere Erhöhung die Leitzinsen in den USA verändern.

Das ist einerseits ein gutes Zeichen.

Somit scheint die US-Wirtschaft insgesamt langsam wieder zu erwachen. Andererseits muss auch hierzulande die EZB sich Gedanken machen, wann sie den Schalter umlegt.

Hier wird immer mit dem Auge auf die Inflationsrate in der Euro-Zone gearbeitet. Auch wenn noch keine klaren Aussagen zu hören waren, 2018 könnte es durchaus eine Anhebung geben.

Allerdings wissen Sie als Stammleser meiner Beiträge, dass eine 1. Anhebung die Zinsen weiter im minimalen Bereich lässt und die Börse deshalb danach nicht einbrechen wird.

Bis dahin sind es wohl noch einige Jahre, bis Festgeld eine tatsächliche Alternative zu Aktien darstellen wird.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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