DAX durchbricht den Abwärtstrend und SMA50

DAX zeigt überraschend Stärke. Ob es auch so bleibt, lesen Sie in unserer Tagesanalyse. Achten Sie auf die Durchschnittslinien und den Abwärtstrend. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Es ist schier unglaublich! Der DAX schafft heute etwas, das er den gesamten März nicht erreicht hat: Er durchbricht den Abwärtstrend nach oben und lässt sogar die SMA50 hinter sich.

Grund genug den Chart einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn wie hoch können die Kurse aktuell noch laufen?

DAX im Aufwind

Ein kleiner Schritt für den DAX, aber ein großer Schritt für die Anleger. Nach dem Aufwärtsgap vergangene Woche nimmt der DAX Fahrt auf. Interessanterweise meist nur über Nacht, denn die Kerzen dieser Woche und vom Freitag sind alle rot. Das bedeutet, es gab im Laufe des Tages Verluste. Dennoch notiert der Index aber jeweils höher als am Vortag. Das stellt das gesamte Bild auf etwas wackelige Beine.

Die orange SMA20 wurde bezwungen und heute auch die blaue 50-Tagelinie. Das ist ein wichtiges Zeichen – wenn es denn so bleibt. Denn dieser Ausbruch ist mit Vorsicht zu genießen. Nicht nur, weil die angesprochenen Anstiege meist nur über Nacht geschahen und nicht in der regulären Handelszeit.

Sie sehen unter dem Chart auch den Slow Stochastic als Oszillator. Dieser ist schon fast im oberen Bereich angekommen. Das bedeutete in der jüngsten Vergangenheit, dass hier bald das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Allzu viel sollten die Kurse demnach jetzt in den nächsten Tagen eher nicht mehr steigen.

Im Idealfall bleiben wir weiterhin über der Abwärtstrendlinie und spielen ein wenig mit der SMA50. Gleichzeitig bauen wir den Verkaufsdruck ab und laufen ein paar Tage seitwärts. Dann könnte eine neue Phase mit steigenden Kursen folgen. So sollten wir uns auch an die 200-Tagelinie annähern können. Diese verläuft momentan bei 12.664 Punkten, also etwa 300 Punkte über unserer aktuellen Marke.

Alle Märkte punkten

Der Dow Jones ist heute um 2 Prozent angestiegen, selbst der Nasdaq konnte über 1,5 Prozent zulegen. Die gebeutelten Indizes bekommen offenbar wieder Rückenwind. Das mag auch daran liegen, dass der gefürchtete Handelskrieg mit den Strafzöllen jetzt wesentlich harmloser gespielt wird, als es zu Beginn der Verhandlungen aussah.

Alle Märkte – bis auf die Kryptowährungen

Bitcoin & Co haben in diesen Tagen weiterhin wenig zu lachen. Die Kurse fallen zwar weniger steil, aber eine Bodenbildung ist derzeit Wunschdenken. Bitcoin liegt aktuell bei knapp unter 6.750 US-Dollar. Ende des Jahres 2017 war ein Coin noch dreimal so viel wert. Eventuell entstehen in den nächsten Tagen und Wochen hier gute Kaufkurse. Doch noch ist es offensichtlich nicht so weit. Das Vertrauen ist vorerst weg – zumindest bei einem Großteil der Spekulanten.

Und eine Währung, die in erster Linie auf Vertrauen basiert und kaum einen realen Nutzen bietet, wird dann natürlich nicht an Wert gewinnen. In solch einem Umfeld kann es noch ein wenig dauern, bis die Kryptowährungen wieder den Kurs nach Norden aufnehmen. Optimisten erkennen jetzt schon Kaufsignale, weil die größten Coins nicht nach unten durchgereicht werden. Aber ob ein gebremster Fall tatsächlich schon einen Einstieg wert ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Wenn die Kurse wieder anziehen – und das kann noch ein paar Wochen dauern – gibt es immer noch genügend Gelegenheiten einzukaufen. Vor allem, wenn die nächsten größeren Ziele beispielsweise bei Bitcoin jenseits der 50.000 US-Dollar liegen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der nächste Hype muss erst losgetreten werden. Ohne Übertreibung werden Bitcoin & Co keine neuen Allzeithochs schaffen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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