Dax erholt sich vom Montag

Nach dem heftigen Rückschlag vom Wochenauftakt hat der Dax am Dienstag wieder etwas Boden gewonnen. Nach wechselhaftem Handelsverlauf ging der Leitindex 1,1 Prozent fester in den Feierabend bei 11.174 Punkten.

Sorgen um China rücken in den Hintergrund

Der jüngste Kurssturz der chinesischen Börsen, der am Montag die globalen Indizes belastet hatte, spielte am Dienstag schon kaum eine Rolle mehr.

In China haben die Kurse in der ersten Jahreshälfte kräftig zugelegt, seit einigen Wochen herrscht Ausverkaufsstimmung. Binnen kurzer Zeit hat der Shanghai-Composite rund 30 Prozent verloren, allein am Montag ging es mehr als 8 Prozent abwärts.

Bereits seit einiger Zeit beobachten Börsianer weltweit das Geschehen in China mit wachsender Sorge.

Hinweise zur Zinswende?

Am Dienstag richteten sich die Blicke jedoch erst einmal wieder gen USA. Dort ließ das Verbrauchervertrauen zuletzt überraschend deutlich nach. Der private Konsum gilt als wesentliche Stütze der US-amerikanischen Wirtschaft.

Vor diesem Hintergrund wird das Ergebnis der zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve mit Spannung erwartet. Eine Zinswende ist noch im laufenden Jahr geplant, über den exakten Zeitplan herrscht jedoch noch Ungewissheit.

Womöglich könnte eine schrittweise Zinsanhebung bereits im September beginnen. Börsianer hoffen auf Hinweise zum Zeitpunkt der Zinswende durch die Protokolle des Offenmarktausschusses beziehungsweise Äußerungen von Notenbankern in den kommenden Tagen.

Bayer top, Energiekonzerne unter Druck

Bei den Einzelwerten standen mehrere Quartalsberichte auf der Agenda. Die Deutsche Börse sieht sich mittelfristig gut aufgestellt und landete mit einem Plus von 1 Prozent im Dax-Mittelfeld.

Besser lief es für Bayer. Der Leverkusener Pharmakonzern punktet vor allem mit seiner Krebsmittel-Forschungssparte. Die Aktie ging mit einem Aufschlag von 2 Prozent als zweitstärkster Titel aus dem Handel.

Die Spitzenposition eroberte Volkswagen, dessen Vorzugsaktie sich um 2,5 Prozent verteuerte. Auch die Papiere der Konkurrenten Daimler und BMW rückten um 1,3 beziehungsweise 1,2 Prozent vor und landeten damit im oberen Drittel des Dax.

Mit Eon, Infineon und Schlusslicht K+S landeten lediglich drei Werte in der Verlustzone. Die Abschläge beliefen sich auf 0,2, 0,3 und 1 Prozent. Auch Eon-Konkurrent RWE landete weit unten und legte im insgesamt freundlichen Umfeld um lediglich 0,3 Prozent zu.

29. Juli 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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