DAX erlebt schwarze Woche | Brent kurzfristig in Trendkanal gefangen

DAX in Zugzwang. Die 200-Tagelinie wurde durchbrochen und aktuell fehlen die Impulse. Anders bei Brent: Hier geht es geordnet abwärts – gut für Trades. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Der DAX ist mehr als angeschlagen. Aktuell ist die Chance höher, dass Deutschland, Brasilien und Polen ins Achtelfinale einziehen, als dass der DAX bald wieder über 13.000 Punkte steht.

Diese Woche war bitter für den DAX

Lange notierten wir nicht mehr unter der 200-Tagelinie. Zuletzt war das natürlich im April, aber da zog uns der Trend bis auf 13.200 Punkte hoch. Jetzt das andere Bild: 12.500 waren es heute. Nach einer langen roten Kerze gestern, gab es heute kaum Bewegung. Die Kurse starteten auf demselben Niveau auf dem heute wohl auch abgerechnet wird.

Zumindest ging es nicht noch weiter herunter, werden einige sagen. Das ist korrekt. Es kann immer schlimmer laufen. Das hat auch Argentinien gestern beim Spiel gegen Kroatien erlebt. Wer zu früh aufgibt, verliert noch höher.

Genauso ist es auch beim Trading. Wenn Sie jetzt denken, dass momentan der DAX einfach zu unsicher ist, sollten Sie lieber nichts riskieren. Doch nur weil sich der DAX gerade wild verhält, müssen wir das Trading nicht komplett sein lassen. Widmen wir uns einfach anderen Charts, die danach schreien gehandelt zu werden. Denn der DAX hat momentan einfach keinen deutlich ersichtlichen Trendkanal. Brent Crude dagegen schon.

Rohöl im Trendkanal – noch wenige Tage bis der Ausbruch kommt

Die OPEC plant in den kommenden Monaten mehr Öl zu fördern. Diese Nachricht wurde heute bekannt gegeben. Derzeit wird das Förderlimit, auf das man sich geeinigt hatte nicht komplett ausgeschöpft. Es ist also noch Luft nach oben. Doch wer mehr fördert, bekommt dafür dann sicherlich nicht mehr Geld pro Liter.

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Das meint auch der Chart. Der Trend geht nach unten. Die wichtige 50-Tagelinie im Brent-Chart wurde durchbrochen. Wir werden vermutlich weiterhin fallende Preise erleben.

Daran wird eine Anhebung der Fördermenge auch nichts ändern. Zumindest wäre das gegen jede Logik. Die 14 OPEC-Staaten müssen jetzt noch vereinbaren, welche Länder mehr fördern sollen. Dazu werde man sich am Samstag mit den 10 Nicht-OPEC-Staaten treffen und beraten.

Was bedeutet das für uns als Trader? Egal wer mehr produziert, Brent wird kaum im Wert steigen. Wir können uns also den obigen Chart vornehmen und schauen, wie sich die Kurse verhalten. Stoßen diese an einer Trendlinie an, wetten Sie auf die Gegenbewegung. Achten Sie dabei allerdings darauf, wann Sie den Gewinn mitnehmen!

Nur weil die Trendlinie fällt, müssen die Kurse sie nicht direkt immer erreichen. Und natürlich ist es bei fallenden Kursen deutlich sinnvoller, wenn Sie bei einem Zwischenhoch verkaufen. Dann könnte die Bewegung noch ein wenig länger dauern.

Würden Sie jetzt kaufen, wenn die Kurse die untere Trendlinie berühren, kann der Trade nach hinten losgehen, wenn Sie keinen geeigneten Verkaufspreis finden. Spielen Sie mit dem Trend und nicht gegen ihn!


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.