DAX Fibonacci-Trading – so einfach geht’s

Fibonacci Retracements sind extrem deutlich im DAX zu sehen. Fast punktgenau sind wir mehrmals dort gelandet. Was sagt die Zukunft über die nächsten Marken? (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Manchmal halten sich die Kurse genau an technische Indikatoren. Da mag die fundamentale Analyse noch so wichtig und sinnvoll sein. Wer Charttechnik grundsätzlich über Bord wirft, verpasst wichtig Signale.

So auch diesmal beim DAX. Wir sind aktuell von 13.170 Punkten gefallen. Runter ging es auf 12.104 Punkte. Alles gut und schön, aber was hat Fibonacci damit zu tun? Das schauen wir uns im folgenden Chart gleich an.

Fibonacci: So handeln Sie den DAX erfolgreich.

Als klar war, dass wir bei 12.104 Punkte einen Boden ausgebildet haben, gab es erst einmal nur eine Frage: Wie hoch laufen die Kurse? Ganz einfache Antwort: bis zu den nächsten Fibonacci-Punkten.

Der Chart zeigt den Abverkauf vom Sommer-Hoch. Die erste wichtige Station danach, war das 38er Retracement bei 12.511 Punkten. Prompt haben die Kurse hier einen Tag Pause gemacht.

Wer intraday tradet, konnte sogar direkt auf eine Gegenbewegung setzen. Denn die grüne Kerze, die den Punkt zum ersten Mal erreicht, zeigt dort einen Docht. Es ging also bis zum 38er Retracement hinauf und dann wieder ein paar Punkte zurück. Der nächste Tag hat direkt an diesem Punkt geendet.

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Nächstes Ziel? Gerne. Das 50er Retracement. Das haben wir am Dienstag dieser Woche erreicht. Der Punkt wurde ziemlich exakt angelaufen und seitdem geht es wieder zurück. Sogar unter das 38er Retracement – auch wenn die folgende rote Kerze wieder den Tagesschluss fast genau an dem Punkt geschafft hat.

Aktuell sind wir wieder im Bereich zwischen 38er und 50er Retracement. Über der blauen 50-Tagelinie liegt das 62er Retracement. Spätestens hier sollte es also noch einmal Gegenwind geben. Wenn vielleicht auch nur verhalten.

Dass der DAX die Fibonacci Retracements so mustergültig einhält, ist keine Seltenheit. Nicht umsonst wird dieses Mittel bei der Charttechnik angeboten und auch oft verwendet. Wenn Sie genau hinschauen, haben wir während dem Abverkauf auch schon zweimal auf dem 38 Retracement gestoppt. Das 62er Retracement war einmal der Tageshochpunkt, als wir auch gleichzeitig die SMA-50 getroffen hatten.

Machen Sie aber nicht den Fehler und projizieren Sie auf diese Weise einen Tiefpunkt bei einem Abverkauf. Sie können mit dem Fibonacci Retracement spielen, aber lieber mit bereits existierenden Kursen. Das ist sonst nämlich wirklich reine Glücksache und Kaffeesatzleserei.

Merken Sie sich deshalb die Marken bei 12.511 und 12.637 Punkten. Die 12.762 werden wir vermutlich auch noch in den nächsten Wochen und Monaten erreichen. Auch dort kann es dann intraday zu Bewegungen kommen. Vielleicht gibt es sogar wieder einen oder mehrere Tagesschlusskurse an diesen Stellen.

Die Bewegung von 13.170 auf 12.104 Punkte wird uns noch einige Zeit im Griff haben. Und genauso werden die Fibonacci Punkte von Bedeutung sein. Dass sie nicht ignoriert werden sollten, haben die Kurse in den vergangenen Tagen bereits eindrucksvoll bewiesen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.