DAX: Fischen im Dunkeln – Bitte merken Sie sich eine Zahl

Mit dem Abbruch der Koalitions-Verhandlungen gerät auch der DAX-Index in eine Richtungs-Flaute.

So unklar wie die neue Regierungs-Bildung ist auch der Trend am deutschen Aktienmarkt.

Weder Fisch noch Fleisch ist die Devise – der Index der 30 größten und umsatzstärksten börsennotierten deutschen Firmen schwankt um die Marke von 13.000 Punkten.

Intraday sind Phasen von 100 Punkten herauf oder 100 Punkten herunter keine Seltenheit. Das zeigt eindeutig, wie unentschieden die aktuelle Marktlage ist.

Gerade solche Phasen finden häufig in charttechnischen Grenzen statt. Welche das sind,  analysieren wir zunächst im kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index:

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DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Kurzfristiger Aufwärts-Trendkanal im DAX-Index bestimmend

Nach dem rasanten Anstieg Ende Oktober wurden die Gewinne bis Mitte November zügig wieder abgegeben.

Erst an der wichtigen Unterstützungs-Marke in der Region von 12.875 Punkten machte die Korrektur halt (untere grüne Unterstützungs-Linie).

In der darauffolgenden Woche konnten sich die Kurse stabilisieren und unter Mithilfe einer nach den Quartals-Zahlen förmlich explodierenden VW-Aktie sogar bis an den Widerstand bei etwa 13.200/250 Punkten herantasten (rote horizontale Widerstands-Linie).

Alles zusammengenommen hat der DAX-Index tatsächlich eine Art neuen kurzfristigen Aufwärtstrend etabliert (blauer Trendkanal).

Ich erwarte für die kommenden Tage weiterhin die Einhaltung dieser Grenzen. Sie liegen per heute bei 13.250 Punkte an der Oberseite und 13.050 Punkten an der Unterseite.

Dieses 200 Punkte breite Band steigt pro Tag etwa um 40 – 50 Punkte an. Das bedeutet, der DAX-Index muss sich ranhalten, ansonsten wird es schnell wieder an der Unterseite gebrochen.

Insbesondere ein Bruch der 13.050er-Marke (obere grüne Horizontale) würde die Stimmung aus kurzfristiger Sichtweise eintrüben.

Wichtiger hingegen für den mittelfristigen Verlauf ist aber die 12.875er-Marke.

Dieses wird besonders immittelfristigen 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index deutlich:

DAX 221117 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

12.875 ist die neue Stopp-Marke

Nach Beendigung der von Mitte Juni bis Ende August andauernden Sommer-Korrektur (roter Trendkanal) raste der Index sehr dynamisch in Richtung Norden.

Nur 2x kurzzeitig unterbrochen durch eine 2- bis 3-wöchige Schiebezone konnte der Index bis auf das Allzeithoch bei 13.525 Punkten klettern, bevor die im Kurzfrist-Chartbild beschriebene Korrektur einsetzte.

Sie erkennen im mittelfristigen Chartbild die besprochene 1. Unterstützungs-Zone zwischen 12.875 und 13.050 Punkten (obere grüne Linien).

Im Jahres-Chart wird sofort sichtbar, dass die Marke von 12.875 Punkten einen sehr wichtigen Charakter hat:

Bricht der DAX-Index hier nach unten durch, dann sind schnell weitere Abschläge bis zunächst in den Bereich von 12.500 – 12.650 Punkten zu erwarten.

Durch das Zwischenhoch im Juni dieses Jahres wird die Marke von 12.875 Punkten zusätzlich in Ihrer Wirkung verstärkt.

Das bedeutet, diese Zone muss halten.

Die 12.875 sollte in Ihrem Depot auch die Stopp-Marke für eventuelle Long-Positionen im DAX sein.

Zuletzt ein Blick auf den langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index:

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DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Langfristig alles im Lot: Jahresendziele liegen noch weit auseinander

Im 10-Jahres-Chartbild bleibt der übergeordnete langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) völlig intakt.

Die obere Begrenzung stellt das Maximalziel zum Jahresende dar und liegt am 31. 12. bei knapp 14.000 Punkten.

Der grüne Trendkanal stellt den mittelfristigen Aufwärtstrend seit Mitte vergangenen Jahres dar.

Dieser recht steile mittelfristige Aufwärtstrend wurde in den vergangenen Monaten mehrmals an der Ober- und Unterseite getestet.

Extrapoliert man ihn bis zum Jahresende, so ergeben sich Kursziele von 12.87514.000 Punkten für den Jahresschluss.

Das ist freilich eine sehr breite Spanne, die aber solange Bestand hat, wie der DAX-Index sich innerhalb des grünen Trendkanals aufhält.

Sollte allerdings die Unterseite gebrochen werden, dann sieht die Sachlage charttechnisch anders aus.

Aber noch ist es nicht soweit und über ungelegte Eier lohnt auch keine charttechnische Analyse.

Fazit

Unklare Tendenz – Aufwärtstrend muss halten – Jahresendziele noch weit auseinanderliegend.

DAX-Trader sollten die 12.875 als Stopp-Marke setzen.

Zu beobachtende Ereignisse:

  • Koalitions-Verhandlungen/Neuwahlen,
  • USA: FED-Zins-Anhebung,
  • Steuerpaket.

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22. November 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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