DAX hält sich an unseren Fahrplan! Es geht seitwärts

Die Kurse laufen wie geplant. Leider nicht besser. Aber zumindest auch nicht schlechter. Wir schauen uns die Seitwärtsrange des DAX noch einmal an. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Hatten Sie schon gedacht, dass die Kurse jetzt über 12.600 steigen werden? Nur weil es in den letzten Stunden und Tagen so schön bergauf ging? Zugegeben, es wäre ein starkes Signal für alle Anleger gewesen, aber dieses Wunschdenken alleine reicht leider nicht. So kam es, wie es kommen musste. Die Kurse haben die 12.600 berührt und schon ging es wieder über 100 Punkte nach unten.

DAX in Seitwärtsrange gefangen

Heute schauen wir dazu einmal auf den Stundenchart. Hier sind diesmal auch die außerbörslichen Kurse inkludiert, damit wir die Spannweite besser abstecken können. Schließlich zählen diese Kurse auch, wenn es um das Handeln geht.

Im folgenden Chart sehen Sie zwei schwarze Linien. Das sind die groben Begrenzungen der aktuellen Seitwärtsphase. Die obere wurde aktuell heute früh um 9 Uhr getestet. Die untere immerhin am Monatsanfang. Und wenn Sie sich die Bewegungen des DAX anschauen, werden Sie feststellen, wie faul der Index inzwischen schon wieder geworden ist.

Die oben eingeblendete grüne Linie ist übrigens das Niveau, auf dem sich gerade die 200-Tagelinie befindet. Bis dahin könnte der DAX also durchaus einen kleinen Fehlausbruch wagen, um dann gegen die nächste Wand zu laufen. Sie merken schon: Nach Norden sind die Türen vorerst verschlossen.

Was fällt uns auf, wenn wir die letzten Stunden betrachten? Kurze Kerzen wohin wir schauen und auch über die Tage verteilt bewegt sich der Preis extrem schwach. Unter dem Strich bleiben wir auf der Stelle stehen. Die Werte unter 12.500 Punkte hatten wir auch schon vor eineinhalb Wochen. Es ist seitdem nicht viel passiert. Erwarten Sie nicht, dass sich das plötzlich ändern wird.

Das können jetzt im DAX richtig langweilige Wochen werden. Deshalb werden wir unsere Berichterstattung auch auf spannendere Themen konzentrieren. Diese Börse ist schließlich groß genug, irgendwo passiert schon etwas. Der DAX alleine macht uns aktuell aber nicht glücklich und Sie sicherlich auch nicht, wenn Sie jeden Tag lesen, dass er immer noch auf der Stelle tritt.

Bitcoin-Markt Action-Markt

Im Vergleich dazu geht es natürlich bei den Kryptowährungen rund. Auch wenn wir jetzt wieder über 10.000 US-Dollar liegen – das zwischenzeitliche Tief bei 6.000 US-Dollar steckt vielen Anlegern noch in den Knochen.

Vor Weihnachten sah die Welt noch rosig aus. Die 20.000 US-Dollar sollten nur ein weiterer Schritt auf der Treppe zu der 1 Million US-Dollar pro Bitcoin sein. Doch vorerst machten die Kurse einen Umweg. Fast jeden Tag können Sie negative Schlagzeilen vom Krypto-Markt lesen. Bitcoin ist dabei inzwischen relativ außen vor. Es geht hier vielmehr mehr um alternative Kryptowährungen – sogenannte „Alt Coins“.

Diese werden der Reihe nach aus dem Nichts geschaffen und hinter manchen verbirgt sich ein Schneeballsystem. Das ist auch oft recht schnell durchschaubar, wenn Sie dafür wenige Minuten Zeit und Hirn investieren. Doch viele Anleger sind einfach nur gierig, wollen ihre Einsätze jetzt auch schnell verhundertfachen, bevor der nächste Zug schon wieder ohne sie abgefahren ist. Doch dieses Lehrgeld ist teuer.

Ob es Bitcoin oder Litecoin oder Ethereum oder Ripple in ein paar Jahren noch geben wird, weiß niemand. Was aber bleiben wird, ist die Technologie dahinter: die Blockchain. Darauf lassen sich neue Ideen und Transaktionsmöglichkeiten aufbauen. Wenn die großen Coins schon so unsicher sind, warum sollten dann Coins, die jetzt auf den Markt kommen und kein solides Geschäftsmodell haben eine Investition wert sein? Überprüfen Sie jedes Investition genau, besonders in diesem Casino.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.