DAX-Hoffnung!

Innenpolitische Einigung, Handelsstreit bleibt noch! Auf was Sie achten müssen und wohin das führen kann, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen DAX-Bericht von vergangener Woche:

„Ich gehe davon aus, dass eine Einigung erzielt wird, weil es immer eine Einigung gab!

Im innenpolitischen Streit konnte inzwischen bereits eine Einigung erzielt werden.

Der Handelsstreit bleibt uns zwar noch erhalten, aber das reichte zumindest aus, um dem DAX-Index eine gewisse Stabilisierung zu verleihen.

Sie können das im kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index gut erkennen:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Kurzfristiger Abwärtstrend gestoppt!

Der Abwärtstrend (roter Trendkanal) konnte seitwärts verlassen werden. Sie erkennen aber auch, dass die Erholung sehr begrenzt verlief.

Denn schon an der 12.400er Marke (untere blaue Linie) geriet der DAX-Motor ins Stocken. Gut, heute ist in den USA Nationalfeiertag und da war es anzunehmen, dass der DAX-Index sich nicht aus dem Fenster lehnt. Aber ab Morgen gilt es dann wieder! Packt er die 12.400er Hürde, dann wird er schnell die 12.600 erreichen.

Diese Marke hat dann schon eine wichtigere Bedeutung!

Das wird aus dem 1-Monats-Kurzfrist-Chart zwar nicht so deutlich, aber wenn Sie sich den 1-Jahreschart vom DAX-Index betrachten, wird folgendes sichtbar:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Widerstand bei 12.600 muss geknackt werden!

Ich habe Ihnen die 12.600er Marke in blau eingezeichnet. Diese Marke fiel bereits mehrfach in der Vergangenheit als Widerstand oder Unterstützung auf. Die Zwischentiefs vom Juni dieses Jahres, das Zwischenhoch aus März und April 2018, sowie von August 2017.

Achten Sie also auf die 12.600er Marke! Sie ist der Trigger für weiter steigende DAX-Notierungen, sobald sie übersprungen wird!

Doch auch an der Unterseite gibt es eine massiv wichtige Marke.

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11.900 muss halten!

Ich habe Ihnen im 1-Jahres-Chartbild die wichtige Unterstützung bei 11.900 Punkten eingezeichnet (grüne Linie). Sie hat eine vergleichsweise feste Unterstützungswirkung. Dafür sorgen die zwei langen Bodenbildungsformationen in der Gegend von 11.900 Punkten mit langen Zick-Zack-Phasen (schwarze Ellipsen). Das ist schon eine charttechnisch gut zementierte Unterstützung, die nicht so einfach durchbrochen werden sollte. Nach jeweils 2 langen Konsolidierungen an dieser wichtigen Marke konnte der DAX-Index anschließend durchstarten (grüne Pfeile). Dabei gelangen ihm jeweils 1.200 bis 1.400 Punkte Plus!

Achten Sie also genau auf diese Zone um 11.900 Punkte!

Nach oben muss die 12.600 (blaue Linie) überwunden werden.

Fazit mittelfristig: Achten Sie auf die 11.900er Marke unten und die 12.600er Marke oben. Solange keine dieser beiden Marken gefallen ist, sollten Sie an der Seitenlinie verharren und das Geschehen beobachten!

Werfen wir abschließend einen Blick in den langfristigen 10-Jahres-Chart vom DAX-Index:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Nichts verändert zur Vorwoche!

Aus langfristiger Perspektive ist die Börsenwelt immer noch vollkommen entspannt. Der übergeordnete Bullentrend (blauer Trendkanal) bleibt weiterhin auf langfristige Sicht vollkommen intakt.

Wiederholungsmuster

Im Chartbild sind 3 Muster von jeweils etwa 2 ½- jährigen Haussephasen erkennbar (schwarze Zick-Zack-Linien). Bei allen Drei konsolidierte der DAX-Index nach der Anstiegsphase seitwärts und markierte jeweils 3 Hochpunkte, bevor er auf seine Unterstützung aufsetzte (grüne Linien).

An so einem Punkt sind wir aktuell auch angelangt. Sie sehen 2011 einen anschließenden scharfen Absturz und 2015 einen anschließenden steilen Anstieg. Wie also wird sich der DAX-Index in 2018 verhalten?

Diese Glaskugel habe ich leider nicht, aber es gibt jeweils Umfeldparameter, die verglichen werden können. In 2011 waren die Zinsen hoch! In 2015 waren die Zinsen tief! Aktuell sind die Zinsen tief! Das würde für eine Bewegung ähnlich 2015 sprechen und dem DAX-Index Potenzial bis zur oberen Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrendkanals geben (obere blaue Linie).

Natürlich reicht das nicht alleine aus, um Impulse zu geben. Eine Einigung im Handelsstreit könnte da schon eher helfen.

Mein Rat: Bleiben Sie außen vor, solange nicht eine der beiden Marken (12.600 oder 11.900) gefallen ist. Achten Sie auf die Nachrichten in Sachen Handelsstreit!


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Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!