DAX im Rückwärtsgang: Noch einmal aufbäumen und dann Abverkauf?

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Der ATR-Indikator bereits uns auf die nächste Konsolidierung im DAX vor. Es kann bereits in der nächsten Woche wieder steil bergab gehen. Mögliches Ziel: 12.800 Punkte. (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Das könnte eine mögliche Marschroute für den DAX sein. Aktuell befinden wir uns in einer minimalen Konsolidierung. Der DAX fiel im Laufe des Tag auf 13.143 Punkte. Gut 150 Punkte entfernt vom Jahreshoch.

Doch es gibt vielleicht noch ein kleines Aufbäumen geben, bevor der echte Abverkauf dann stattfindet. Das sage nicht ich, das sagt unser ATR-Indikator.

ATR-Indikator beim DAX

Die durchschnittliche Schwankungsbreite des DAX gemessen an den jeweils letzten 14 Tagen – das zeigt uns die Average True Range, kurz ATR. Wenn Sie diesen Newsletter regelmäßig lesen, kennen Sie das Spiel schon. Wir haben es bereits mehrere Male erfolgreich umgesetzt.

Im Chart sehen Sie die ATR ist im Bereich von 100 Punkten. Das ist immer ein Schlüsselbereich für den Tageschart. Bewegt sich der DAX in den letzten 14 Handelstage im Schnitt nur etwa 100 Punkte pro Tag, wird es Zeit für einen Wendepunkt im Index. Wir sind inzwischen wieder an diesem Punkt angekommen.

Die Kunst ist hierbei, dass der DAX nicht sofort nach unten wegdreht. Meist zeigt uns ein Tief in der ATR an, dass der DAX demnächst verkauft wird, aber es vergehen bis dahin noch ein paar Tage. Sie haben also ausreichend Zeit sich darauf einzustellen.

Anfang Juli diesen Jahres lag die  ATR im Tief bei 103,77 Punkten. Danach ging es einige Tage seitwärts bzw. leicht abwärts und dann wieder hoch. Zwei Wochen später kam letztlich der richtige Abverkauf, bei dem die Kurse von 12.500 auf 11.300 Punkte fielen.

Ähnlich war es im September. Die ATR lag hier bei 102,21 Punkten. Eine Woche später zogen die Kurse noch einmal an, um dann gut 500 Punkte nachzugeben.

Sollten wir am Freitag das Tief im ATR-Indikator gesehen haben – dieser lag bei 104,17 Punkten – könnten wir in der zweiten Novemberhälfte mit deutlich fallenden Kursen rechnen. Es würde zu diesem Muster passen, dass die Kurse jetzt schon ein wenig nachgeben im DAX, dann noch einmal an das Hoch heranlaufen oder sogar darüber hinaus und dann erst nach unten fallen.

Wer diesem Muster glaubt, lässt seine Long-Positionen noch offen und stellt sich darauf ein, diese in der nächsten Woche zu schließen und auf die Short-Seite zu wechseln. Dass darf natürlich nicht blind passieren. Wenn die Kurse weiter anziehen, gibt es keinen Grund zu shorten. Meist ist es aber recht deutlich, wann der Abverkauf losgetreten wurde.

Sie können einfach Ihre Shorts unter dem letzten Tagesschluss starten, sobald die Kurse zum Zeitpunkt des ATR-Tiefs noch einmal erreicht wurden. Wir warten jetzt also ab, dass der DAX noch einmal die 13.300 Punkte anvisiert und starten dann einen Verkauf, sobald die Tiefstkurse vom jeweiligen Vortag unterschritten werden.

Ein mögliches erstes Ziel ist im DAX aus Sicht der Charttechnik die 13.000 oder sogar die 12.800er Marke. Wie weit die Bären es schaffen werden, müssen wir abwarten. Noch ist das Signal für den Verkauf ja noch nicht erfüllt.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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