DAX-Index: Achtung, das ist neu und noch nie dagewesen!

Das ist neu und noch nie dagewesen: Twitter lenkt den DAX! Auf was Sie jetzt besonders achten müssen, das verrät Ihnen Michael Sturm hier: (Foto: Deutsche Börse AG)

Dass einflussreiche Menschen wie beispielsweise Notenbank-Chefs die Börsen teilweise beeinflussen können, wissen Investoren.

Wenn EZB-Chef Mario Draghi oder die US-Notenbank-Chefin Janet Yellen Zins-Änderungen oder überraschende Maßnahmen ankündigen, kann es an den Weltbörsen schon einmal hektischer zugehen.

Aber es gibt einen Mann, der alles in den Schatten stellt, was bisher in der Historie gesehen wurde: Donald Trump.

DAX kaputtgetwittert

Der designierte US-Präsident – vom Volk gewählt – poltert durch die Weltgeschichte wie niemand vor ihm: Er polemisiert, brüllt, twittert und benimmt sich wie die Axt im Walde.

Das geht so weit, dass selbst engste Vertraute sich mehr und mehr vom US-Präsidenten distanzieren.

Seine 3 jüngsten Fauxpas waren:

  • verbale atomare Erstschlags-Gebaren gegen Nordkorea,
  • wirtschaftliche Androhungen gegen China
  • und seine merkwürdig zurückhaltende Stellungnahme zu den rassistischen Gewalttaten in Charlottesville.

Dabei twittert er gerne nachts und auch aus dem Urlaub heraus, was ihm gerade so in den Sinn kommt.

Damit hat er es geschafft, den DAX-Index nach unten zu twittern. So etwas habe ich in meiner 33-jährigen Börsen-Karriere noch nie erlebt!

Fazit

Der Mann kann sich nicht benehmen, er ist unberechenbar – und: Er ist gefährlich. Damit sind „rationale“ Kursbewegungen für die nähere Zukunft ausgeschlossen!

Nachrichten werden die Märkte weiterhin stark beeinflussen. Dennoch gibt es einen Bereich in der Börsenwelt, der immer Bestand hat.

Denn unabhängig davon, ob und warum sich ein Markt nach oben oder unten bewegt, die Charttechnik hat in beide Richtungen Einfluss.

Charttechnische Regeln werden oftmals befolgt, auch wenn ein unerwartetes Ereignis den betreffenden Markt bewegt.

Unterstützungen, Widerstände und Trends sind auch in der Börsenwelt mit Trump vorhanden und gelten.

Betrachten wir deshalb zunächst den kurzfristigen 1-Monats-Chart des DAX-Index:

DAX 1M 170817

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

DAX-Index im Unterstützungsband

Im 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie den in 2 Abverkäufen abgelaufenen Kursrückgang.

Der 1. Abwärts-Sog kam erst bei etwa 12.100 Punkten (untere grüne Horizontal-Linie) zum Stillstand.

In der sich anschließenden Stabilisierung gelang es dem Index aber nicht, wieder über den Widerstand bei 12.325 Punkten (rote Horizontal-Linie) anzusteigen.

Allerdings bot die 12.100er-Marke eine gute Unterstützung; 3 Tests hat sie erfolgreich bestanden.

Es sah nach dem 3. erfolgreichen Test zunächst sehr gut für den DAX-Index aus.

Denn im 4. Anlauf an die Widerstands-Grenze von 12.325 Punkten erwartete die überwiegende Anzahl der Marktbeobachter ein Gelingen.

Am 09. August würgte der Konflikt USA/Nordkorea die DAX-Bullen jedoch ab und drückte am Folgetag selbst unter die 12.100er-Unterstützungs-Marke.

Nachdem die verbalen Attacken etwas abgemildert worden waren, gelang dem DAX-Index in dieser Woche sehr schnell die Rückkehr in das Unterstützungsband 12.100 – 12.325 Punkte (schraffierter Bereich).

Kurzfristiges Fazit:

Der DAX-Index hat aktuell aus kurzfristiger Sicht ein Trading-Band von 12.100 – 12.325 Punkten.

Dax30 – Klare Schwäche!

Dax30 – Klare Schwäche!Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Video-Newsletters „John Gossens Daily Dax.“ Täglich analysiere ich für Sie den Dax Index und einen Dax30 Einzeltitel. Wenig Gegenwehr der Bullen Obwohl die… › mehr lesen

Achten Sie auf diese beiden Marken!

Wie sich die turbulenten Ereignisse auf die mittelfristige Prognose ausgewirkt haben, analysieren wir immittelfristigen 1-Jahres-Chartbild des DAX-Index:

DAX 170817 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Neuer schmaler Abwärtstrend

Im mittelfristigen Chartbild sehen Sie zunächst die obere Trendbegrenzung des Aufwärtstrends (dunkelblaue Trendlinie).

An dieser Trendlinie hangelte sich der DAX-Index seit etwa 1 Jahr nach oben.

Bis es schließlich im Mai zum Stocken der Aufwärts-Rally kam. Seitdem befindet sich der Index bereits in der Konsolidierung.

Allerdings hat sich aus einer sich bisher abgezeichneten, ähnlichen Seitwärts-Phase wie 2016 mittlerweile ein eindeutiger Abwärts-Trendkanal herauskristallisiert (roter Trendkanal).

Sie erkennen hier im mittelfristigen Chartbild sehr gut, dass die zuletzt gesehene Wende an der 11.900er-Marke eine Doppel-Unterstützung erfährt.

Denn zu der unteren Begrenzung des Abwärtstrends kommt eine horizontale Unterstützung (obere dunkelgrüne Horizontale).

So ist es auch nicht verwunderlich, dass der DAX-Index genau hier seinen vorübergehenden Boden gefunden hat und nach oben drehte.

Innerhalb des roten Trendkanals habe ich Ihnen das aktuelle kurzfristige Tradingband mit hellgrünen Linien markiert.

Fazit:

Obacht auf die grüne Begrenzung bei 11.900 Punkten unten! Diese muss halten, ansonsten drohen weitere Abschläge; zunächst bis 11.500 Punkte.

Nach oben muss nun zunächst der Abwärts-Trendkanal (aktuell 12.325 Punkte) geknackt werden.

Erst dann ist an einen weiteren Versuch zu denken die 13.000 erneut anzulaufen.

Abschließend noch die Betrachtung des langfristigen 10-Jahres-Chart des DAX-Index:

DAX 170817 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Bisher nur 1 kleines Häkchen

Sie können dem 10-Jahres-Chartbild deutlich entnehmen, dass hier zunächst einmal der langfristige Trend (dunkelblauer Trendkanal) völlig in Ordnung ist.

Und dies bleibt auch so, selbst wenn der DAX-Index die vorher besprochene Marke von 12.100 Punkten oder 11.900 nicht halten kann.

Lediglich der mittelfristige Trend (grüner Trendkanal) gerät dann in Gefahr.

Hält der mittelfristige Trendkanal, dann sollten bis Jahresende Kurse über 13.000 Punkte keine Utopie sein. Hält er nicht, dann muss mittelfristig neu überlegt werden.

Nach unten wäre dann eine ausgedehntere Konsolidierung bis zur Marke von etwa 11.250/11.500 Punkten möglich. Dort liegt auch das letzte markante Zwischenhoch aus dem November 2015.

Fazit:

Die aktuell ablaufende Konsolidierung ist immer noch im Rahmen eines mustergültigen Übertreibungs-Abbaus und kann dem Markt neue Kraft geben.

Mein Rat: Neutral bleiben! Warten Sie ab, bis entweder die 12.325 überwunden oder die 12.100/11.900 unterschritten wird!


Der Gold-Report 2018
So machen Sie die besten Gold-Geschäfte

Sichern Sie sich jetzt gratis den Sonder-Report: “Der Gold-Report 2018” und erfahren Sie exklusiv, welche Aktien in Ihrem Depot nicht fehlen sollten!

Massive Gewinne voraus: So machen Sie 2018 zu Ihrem Goldjahr ➜ hier klicken!


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt