DAX-Index: Beobachten Sie genau diese 2 Marken. Hohes Gewinnpotenzial

Nach dem fantastischen 1. Quartal für den DAX-Index stoppte die Kursrally etwa Mitte März. Nach einem nochmaligen Hochpunkt Mitte April durchläuft der DAX-Index seitdem eine Konsolidierungsphase, die bis Ende Juli andauerte. Dabei zuckte der Markt unter teilweise hohen Schwankungen von mehreren hundert Punkten hin und her.

Zwischen dem Hochpunkt bei etwa 12.400 Punkten und dem Tiefpunkt bei etwa 10.700 Punkten liegen satte 1.700 Punkte Berg-und-Talfahrt.

Dabei hatte er die Griechenland-Schulden-Problematik und den jüngsten China-Schock zu überstehen. Seit einigen Tagen wendete der Markt und scheint sich gefangen zu haben.

Ob dies tatsächlich eine Wende ist und wie und woran Sie erkennen können, wie der DAX-Index sich im weiteren Jahresverlauf bewegt, analysieren wir anhand der Charttechnik auf den folgenden Seiten.

Die Charttechnik kann Ihnen hierbei helfen, indem sie markante Wendepunkte, Widerstandsmarken und Unterstützungspunkte definiert.

Analysieren wir zunächst den kurzfristigen 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 0508 1m

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Jetzt kommt´s drauf an: Nur noch 2 kurzfristige Hürden

Zunächst ist im kurzfristigen 1-Montas-Chartbild des DAX-Index gut zu erkennen, wie der Markt sich nach dem „China-Schock“ gefangen hat und eine fast mustergültige Stabilisierung eingeleitet hat. Mit Trendbruch des Abwärtstrends (roter Kreis) konnte er erwartungsgemäß eine dynamische Folgebewegung nach oben vollführen.

Diese hat ihn aktuell in den Bereich der 2 kurzfristigen Widerstandszonen getrieben (grüne Begrenzung, schwarz schraffierte Zonen). Für die nächste Zeit gilt es jetzt: Gelingt der Durchbruch oder prallt der DAX wieder ab?

A) Prallt er ab, dann steht die blaue Begrenzung erneut auf dem Prüfstand. Aktuell etwa 250 Punkte.

B) Gelingt der Durchbruch, dann geht es schnell in Richtung 750 bis 11.800 Punkte. Dort befindet sich das Zwischenhoch aus dem Juli (obere schraffierte Zone).

Wie es danach weitergeht, kann aus dem Kurzfristchart nicht abgeleitet werden.

Dazu betrachten wir das mittelfristige Bild des DAX-Index:

DAX 0508 8m

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

Über 11.750/11.800 beträgt das Ziel 12.400 und dann 13.000

Zunächst einmal ist der schöne Aufwärtstrendkanal seit Dezember 2014 zu erkennen (blauer Trendkanal). Innerhalb dieses Trendkanals hat der DAX-Index jeweils im März und im April die obere Begrenzung getestet. Er schaffte erwartungsgemäß keinen Durchbruch.

Dies wäre auch für den Markt ein deutlich ungesundes Szenario gewesen und hätte unweigerlich zu einer Übertreibungsblase geführt. Das ist uns trotz hoher Liquidität, mangelnder Anlagealternativen zur Aktie und ungebrochener Kauflust aus dem Dollarraum erspart geblieben. Das ist wichtig, weil Übertreibungsblasen mehrheitlich in scharfen Korrekturen oder sogar crashartigen Abstürzen enden.

Im Chartbild habe ich Ihnen die letzte Abwärtsbewegung seit April eingezeichnet (roter Abwärtstrendkanal). Es ist sehr schön zu sehen, dass der DAX-Index fast punktgenau an der unteren Begrenzung des übergeordneten Aufwärtstrendkanals gedreht hat und die Abwärtsbewegung beendet hat.

Vergangene Woche konnte er dann den Abwärtstrend überwinden (roter Kreis) und eine kleine Folgebewegung einleiten. Mit Überwindung der aus der Kurzfristanalyse herausgearbeiteten Widerstandslinie von 11.800 Punkten (schwarze Horizontallinie), wäre der Weg frei für einen Angriff auf das Jahreshoch bei etwa 12.400 Punkten.

Danach ist der DAX dann sogar bereit für dynamisch weiter steigende Kurse bis zur Marke von 13.000 Punkten.

Natürlich läuft diese Bewegung nicht ruckelfrei ab. Sie müssen immer mal wieder kleine Konsolidierungsrücksetzer einplanen.

MACD steuert Kaufsignal an

Der Moving Average Convergence Divergence, kurz MACD (hellblau violetter Kurvenverlauf unten) ist immer ein sehr guter Indikator für den Zustand des Marktes. Ein Kaufsignal entsteht beim Kreuzen der hellblauen Linie durch die violettfarbene Linie von unten nach oben, ein Verkaufssignal umgekehrt.

Sie sehen am schwarzen Pfeil bereits eine Wende im vorher gesehenen Abwärtstrend. Eine Kreuzung der MACD-Linien steht kurz bevor. Damit würde dieser Indikator eine weitere Aufwärtsbewegung für die nächsten Wochen gut unterstützen.

FAZIT:

Sie sollten sich auf die Kernmarken konzentrieren! Diese befinden sich an der unteren blauen Begrenzung bei etwa 11.250 Punkten und nach oben an der beschriebenen 11.750/11.800er Marke. Knackt der Markt eine dieser beiden Kernmarken, dann dürfen Sie von einer dynamischen Folgebewegung von etwa 500-600 Punkten ausgehen.

Das ist genug Spielraum für eine Trend-Positionierung.

Ich favorisiere aus den bekannten Gründen (niedrige Zinsen, tiefer Euro) die Oberseite und halte an meiner an dieser Stelle schon oft verbreiteten Prognose von 13.000 Punkten für den DAX-Index noch in diesem Jahr fest.

5. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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