DAX-Index: Der Sohn und die, die weggeht. Passen Sie jetzt auf diese Gestalten auf!

Wer den Markt bestimmt? – Der Sohn und die, die weggeht!

Zugegeben, es ist schon eine etwas seltsam anmutende Überschrift für einen DAX-Bericht, aber sie stimmt!

Der Sohn: Gemeint ist Donald Trump Junior, der durch sein angebliches Treffen mit einer russischen Anwältin 2016 vor den Wahlen für erneute Gerüchte einer Verbindung des Trump-Lagers mit der russischen Regierung sorgte.

Daraufhin zog sich der USD zurück und fiel trotz Aufwärtstrend und auch die Anleihemärkte machten kehrt.

Jetzt bleibt abzuwarten, was noch alles ans Tageslicht kommt und inwiefern die Russland-Affäre eine Auswirkung auf die Präsidentschaft und damit die Politik von Donald Trump hat.

Die, die weggeht:  Gemeint ist FED-Chefin Janet Yellen. Denn Sie wird bald scheiden und höchstwahrscheinlich durch Gary Cohn (ehemals Goldman Sachs) ersetzt.

Yellen wird heute Ihre Halbjahresr-Rede halten und die Märkte sind im Vorfeld sehr angespannt.

Denn wenn man die zuletzt relativ niedrigen US-Inflationsdaten betrachtet, sollte eine weitere geplante Zins-Erhöhung verschoben werden.

Doch ich bin der Meinung, dass eine scheidende Janet Yellen sich mit einem Ausrufezeichen verabschieden möchte.

Als Argument für eine weitere Zins-Erhöhung durch die FED könnte Sie die Aktienmarkt-Inflation (Asset-Inflation) anführen anstelle der Verbraucher-Inflation (CPI, Consumer Price Index).

Und genau das wäre ein großer Dämpfer für die Anleger und Investoren.

Es ist also für Spannung gesorgt. Sollten Sie irgendwo das Wort Asset-Inflation in Yellens Rede vernehmen, rechnen Sie bitte mit Marktschwankungen!

Charttechnisch befindet sich der DAX-Index weiterhin in einem gesunden Konsolidierungs-Modus.

Hier zunächst der kurzfristige 1-Monats-Chart vom DAX-Index:

DAX 120717 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stunden-Balken)

Konsolidierung wird solide abgearbeitet

Im 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie nach dem Rückgang von etwa -600 Punkten einen gewissen Stabilisierungs-Versuch.

Er wurde durch 2 Tests der Marke von etwa 12.325 Punkten zunächst gut bestätigt (schwarze Mulden).

Nach dem 2. erfolgreichen Test dieser Marke läuft der DAX-Index aktuell in den Widerstands-Bereich um 12.500/25 Punkte (blaue Linie).

Dort hat er auch heute bis zum Mittags-Handel verweilt. An dieser Marke bestehen jetzt aus kurzfristiger Sicht 2 mögliche Szenarien:

  1. Entweder steigt der DAX-Index über die 12.525 und läuft dann direkt durch (grüner Pfeil) auf die ehemalige Unterstützungs-Linie (grüne Horizontale). Diese lag bei 12.675 Punkten und fungiert nach dem Durchbruch nach unten nun als Widerstand.
  2. Oder den DAX-Index verlassen die Kräfte und es geht zu einem dritten Test auf die 12.325er Marke runter (roter Pfeil). Wobei dann eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Index diesmal nicht wieder nach oben dreht, sondern durchrutscht!

Es wird auf Janet Yellen ankommen!

Je nachdem, was die US Notenbank-Chefin in Ihrer Halbjahres-Rede zu Inflation und Zinsen und Märkten sagt, wird entweder der Weg nach oben oder der Weg nach unten eingeschlagen.

Deshalb: Bitte achten Sie auf die Marken 12.675 Punkte oben, aber viel mehr auf die 12,325er-Marke unten!

Da könnte Yellen größeren Flurschaden anrichten, wie bei einem Blick auf das mittelfristige 1-Jahres-Chartbild vom DAX-Index ersichtlich wird:

DAX 120717 1J

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

DAX-Index in Konsolidierungs-Flagge

Im mittelfristigen Chartbild sehen Sie zunächst den mustergültigen Aufwärts-Trendkanal (dunkelblauer Trendkanal).

Innerhalb dieses Trends hangelte sich der DAX-Index seit etwa 1 Jahr nach oben. Seit Dezember 2016 wechselte er auf die Überholspur in die obere Hälfte des Trendkanals.

Dabei bot ihm die untere Begrenzung des innenliegenden Unterstützungs-Trends (hellblaue Trendlinie) immer wieder eine gute Unterstützung.

Sie hat bis zuletzt bei etwa 12.500 Punkten geholfen. Dennoch ist der DAX-Index nun darunter gefallen!

Das bedeutet, es könnte sich eine neue Phase ausbilden, die den DAX-Index bis auf das untere Begrenzungs-Niveau des mittelfristigen Aufwärts-Trendkanals bei 11.800 – 12.000 Punkte drücken könnte (untere blaue Begrenzungslinie, roter Pfeil).

Dieses Szenario könnte beispielsweise durch die Halbjahres-Rede von Janet Yellen oder eine Vertiefung der Russland-Affäre von Trump befeuert werden.

Ohne diese beiden Damoklesschwerter würde der DAX-Index eine mustergültige Konsolidierungs-Phase über den Sommer hinweg abarbeiten.

Ich habe Ihnen die in der Charttechnik als Flagge bezeichnete Konsolidierungs-Phase eingezeichnet (schwarz schraffierte Seitwärts-Flagge, rot abgegrenzt).

Sie hat uns schon einmal von August bis Dezember vergangenen Jahres begleitet, bevor die Märkte durchstarteten.

Fazit: Achtung bei 12.325 Punkten!

Ein weiteres Abgleiten würde dem DAX-Index auch im Langfrist-Chartbild Potenzial nach unten geben.

Wobei aber die übergeordnete Hausse-Lage weiterhin völlig entspannt aussieht: Dies wird aus dem langfristigen 10-Jahres-Chart vom DAX-Index ersichtlich:

DAX 120717

DAX-Chart 10 Jahre (Wochen-Balken)

Rückschläge wären nicht schlimm. Langfristchart völlig intakt.

Alles beim Alten wie in der Vorwoche: Keine neuen Erkenntnisse vor Yellens Rede.

Im langfristigen Chartbild vom DAX-Index habe ich Ihnen den Hochpunkt aus dem Jahr 2015 markiert (roter Pfeil).

Er lag mit 12.390 Punkten in der +/-50-Punkte-Region, wo sich der DAX-Index gefangen hatte und einen Boden auszubilden versucht.

Dieser ehemalige Allzeithoch-Punkt ist auf jeden Fall eine zusätzliche Stütze für den Markt.

Ob sie ausreicht, zusammen mit der hellblauen Trend-Unterstützung aus dem mittelfristigen Chartbild dem DAX-Index wieder die Wende nach oben zu ermöglichen, bleibt zweifelsfrei ein 50:50-Spiel.

Und dieses könnte Janet Yellen heute in die eine oder andere Richtung bewegen…

Nach unten wäre dann eine ausgedehntere Konsolidierung bis zur Marke von etwa 11.250/11.500 Punkten möglich. Dort liegt auch das letzte markante Zwischenhoch aus dem November 2015.

Fazit

Die aktuell ablaufende Konsolidierung ist mustergültig und gibt dem Markt neue Kraft.

Wären da nicht politische Unsicherheitsfaktoren wie die Russland-Affäre oder Janet Yellen, dann liefe der Sommer sehr entspannt ab.

Mein Rat: Aus dem Markt raushalten!

Warten Sie ab, bis entweder die 12.675 überwunden wird oder die 12.000 als erstes Einstiegs-Niveau erreicht wird.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Traden!


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12. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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