DAX-Index: Von der Schippe gesprungen. Die nächsten Ziele

Zum 4. Mal haarscharf am Verkaufssignal vorbeigeschrammt, aber gelungen!

Der DAX-Index steckte in den vergangenen 3 Wochen in einer Schiebzone zwischen 9.750 Punkten und 10.100 Punkten fest.

Bereits 4 Mal testete er die Unterseite und die Oberseite. Jedes Mal prallte er ab und vollzog eine Umkehr. Während der überwiegende Anteil der Analysten zu Wochenbeginn noch mit einem Durchbruch an der Unterseite rechnete, hat der Index positiv überrascht.

Gestern gelang nach dem knappen Test an der Unterseite ein erneutes 5. Anlaufen an die obere Begrenzung dieser seitwärts gerichteten Schiebezone.

Heute Vormittag startete der Index freundlich und liegt aktuell leicht oberhalb dieser Zone. Dennoch ist zumindest ein Tagesschlussstand oberhalb dieser Zone notwendig, um einen signifikanten Ausbruch aus der Schiebezone zu markieren.

Welche Zielmarken und Umkehrpunkte beim DAX-Index wichtig sind und worauf Sie achten müssen, analysieren wir zunächst in derkurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monats-Chart des DAX-Index:

DAX 2505 1M

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Die Entscheidung an der Oberseite fällt in den nächsten 48 Stunden

Sie erkennen im Chartbild zunächst die Schiebezone, in der der DAX-Index 3 Wochen lang feststeckte (rote und grüne Linien). Nach dem zum 4. Male gelungenen Test an der Unterseite schnellte der Index gestern zurück an die Oberseite.

Dax arbeitet an Kaufsignal

Ein klares Kaufsignal würde der DAX-Index allerdings erst produzieren, wenn er die obere Marke auch signifikant überbietet. Das wäre beispielsweise bei einem Tagesschlusstand oberhalb von 10.165 Punkten der Fall. Heute Vormittag kämpfte er genau mit dieser Marke.

Tagesschluss über 10.165 bedeutet Ziel 10.500

Sollte dem DAX-Index der Überraschungscoup gelingen, dann hat er zunächst Folgepotenzial bis zur 10.500 Punkte-Marke. Das ist im folgenden 1-Jahres-Chart des DAX-Index ersichtlich:

DAX 2505 1J

DAX-Chart 1 Jahr (Tagesbalken)

Potenzial 10.500 bis 10.850, aber Mittelfristiger Abwärtstrend dominiert

Sie erkennen im 1-Jahres-Chart vom DAX-Index einen mittelfristigen übergeordneten Abwärtstrend (rote Trendlinien). Innerhalb dieses Trendkanals hat der Index die Ober- und Unterseite mehrfach getestet.

Zuletzt fehlte aber die Kraft, erneut an die Oberseite zu laufen. Der Markt steckte 3 Wochen lang in der kurzfristigen Box fest (blaue Linien).

Die eingezeichneten Pfeile deuten auf das schnell zu erreichende Nachfolgeziel im Falle des Durchbruchs hin (schwarze Pfeile). Nach oben ist das Ziel 10.500 bis 10.850 Punkte.

Bärenmarktrally im Abwärtstrend

Aus dem mittelfristigen 1-Jahres-Chartbild ist deutlich erkennbar, dass selbst bei einem gelungenen weiteren Anstieg bis zur 10.850er-Marke die Charttechnische Lage nicht verändert wird.

Der Anstieg ist ganz klar als eine Bärenmarktrally in einem übergeordneten Abwärtstrend (roter Trendkanal) zu deuten.

Dieser bildete sich seit April vergangenen Jahres aus, als der DAX-Index sein bisheriges historisches Hoch bei etwa 12.400 Punkten markierte.

Das bedeutet für Sie: Schafft der DAX-index in den nächsten 48 Stunden tatsächlich den Ausbruch nach oben, so ist spätestens bei 10.850 Punkten Schluss!

Ab da sollten Sie wieder zunächst fallende Notierungen einplanen. Ein direktes Durchlaufen nach oben und damit ein Brechen des Abwärtstrends an der Oberseite ist äußerst unwahrscheinlich.

Zumal wir langsam in das Brexit-Zeitfenster laufen. Die Wahl der Briten zum Verbleib oder Austritt aus der EU wird mit hoher Wahrscheinlichkeit für manche Verunsicherung sorgen.

FAZIT: Gelingt der Ausbruch, sind kurzfristige Long-Positionen mit Ziel 10.500 bis 10.850 Punkte aussichtsreich. Bei Erreichen des oberen Niveaus von 10.850 Punkten sollten alle Longs aber wieder geschlossen werden.

Im folgenden 10-Jahres-Chart betrachten wir die längerfristige Bewegung  vom Dax-Index:

DAX 2505 10J

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Langfristig Hausse, Mittelfristig Abwärtstrend, kurzfristig Aufwärtstrend.

Im 10-Jahres-Chartbild vom DAX-Index erkennen Sie ganz eindeutig, wie sich aktuell je nach zeitlicher Betrachtung 3 verschiedene Trends ineinander verschachteln.

Als ungefährdeter Trend ist der langfristige Haussetrendkanal (breiter blauer Trendkanal) zu erkennen.

Diesem untergeordnet ist der seit 13 Monaten bestehende Abwärtstrend (roter Trendkanal). Und zuguterletzt befindet sich der DAX-Index innerhalb dieses roten Trendkanals in einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung (schmaler blauer Trend).

Damit sind auch die nächsten Ziele eindeutig begrenzt.

10.500 sind erklärtes 1. Ziel. Hier verläuft ein horizontaler Widerstand. Je nach Dauer der Aufwärtsbewegung ist das 2. Ziel zu definieren.

Weil der Abwärtstrend mit seiner oberen Begrenzungslinie stetig weiter fällt, ist das maximale Ziel bei einer schnellen Bewgeung in den nächsten Tagen die 10.850er Marke.

Ein weiteres Abgleiten unter den kurzfristigen Aufwärtstrend bei etwa 9.750 Punkten sehe ich nicht!

Denn der DAX-Index hat sich in diesem Bereich durch die vergangenen 4 Tests erfolgreich stabilisieren können und sich somit eine gute Unterstützung aufgebaut.

FAZIT:

Ziele oben 10.500 bis max. 10.850 Punkte. Mittelfristiger Abwärtstrend bleibt dominant. Nach unten bei 9.750 Punkten gut unterstützt.

25. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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