DAX-Index: Vorbereiten auf die Jahresendrally!

Unsicherheiten und Störfeuer verdaut: Der Dax-Index schickt sich an, die letzten Widerstände für eine Jahresendrally zu knacken

Das Jahr 2015 war bisher kein leichtes für DAX-Anleger! Erst trieb die EZB den Index in einer Wahnsinnsrally bis auf 12.400 Punkte, dann stürzte der Markt um über 25% ab. Die Gründe sind bekannt, Sorgen um das chinesische Wachstum, Zinssorgen, VW-Skandal, Währungsrutsch in den Emerging Markets, Rohstoffcrash etc.

All diese Unsicherheiten sind nun im Markt weitestgehend verdaut. So scheint es zumindest, denn der DAX-Index hat eine mustergültige Bodenformation hingelegt. Es fehlt nicht mehr viel, und die letzten Hürden für den Startschuss zu einer Jahresendrally sind genommen.

Noch ist es nicht ganz so weit, aber der Optimismus wird schnell klar, wenn Sie sich die folgende Chartanalyse genau anschauen.

Wir beginnen zunächst mit der kurzfristigen Analyse und dem Blick auf den 1-Monatschart des DAX-Index:

DAX 2110 1m

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Es riecht nach Durchbruch

Wir erkennen im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild einen DAX-Index, der sich nach dem VW-Skandal mithilfe eines V+W-Doppelbodens stabilisiert hat (Innerhalb der unteren 2 grünen Horizontalen).

Für die kurzfristige Analytik ist dieser Boden bedeutsam, denn ein Dreifachtest der unteren Grenze ist zwar ungewöhnlich, aber im Erfolgsfalle eine positive charttechnische Konstruktion.

Das bedeutet für Sie, die Untergrenze, etwa bei 9.300 Punkten gelegen, ist vergleichsweise stark unterstützt.

Die nach dem dritten erfolgreichen Test erfolgte Rally des DAX-Index um etwa +850 Punkte bestätigt dies. Zurzeit hält sich der Index in einer Konsolidierungszone der massiven Kursgewinne auf (zwischen roter Horizontalen und oberer grünenHorizontalen).

Das ist völlig normal und im Sinne eines „Kräftesammeln für den nächsten Aufschwung“ zu verstehen. Dieser würde sofort aktiviert, wenn der DAX-Index die rote Ellipse überwindet. Geschieht dies, dann gehe ich davon aus, dass die Jahresendrally gestartet ist!

Nach unten: Die Marke von 9.300 Punkten muss weiter beobachtet werden. Denn gerät der DAX-Index darunter, dann sollte ein ebenso dynamisches Folgepotenzial entstehen. Alle Long-Positionen sollten Sie deshalb genau dort absichern!

Wie die Entscheidung ausfallen könnte und sich die Sachlage mittelfristig darstellt, analysieren wir im 8-Monatschart:

DAX 2110 8m

DAX-Chart 8 Monate (Tagesbalken)

DAX steht kurz vor dem Knacken des mittelfristigen Abwärtstrends!

Sie erkennen im 8-Monatschart des DAX-Index den abwärtsgerichteten Trendkanal (rote Trendlinien). Innerhalb dieses Trendkanals testete der DAX-Index mehrfach die Ober- sowie auch die Untergrenzen.

Neben den zwei auffälligen an dieser Stelle schon mehrfach besprochenen Kauf-Fehlsignalen an der Oberseite (schwarze Pfeile im Juli), die durch die China-Unsicherheit zerstört wurden, verlief der DAX-Index zwar sehr dynamisch und volatil, aber innerhalb der Trendzone.

Aktuell lugt er bereits kurz über den Abwärtstrend (roter Kreis). Ganz signifikant ist der Durchbruch noch nicht zu werten, aber es sieht sehr gut aus!

Ich erwarte einen Durchbruch an der Oberseite und eine nachfolgende Jahresendrally.

Wichtig für Sie: Positionieren Sie sich aber aufgrund der in diesen Zeiten teilweise irrationalen Börsensituationen erst dann, wenn der Durchbruch auch tatsächlich geschafft wurde! Als Marke dafür sollten Sie sich die 10.400/500 merken.

Um zu analysieren, ob sich die Erkenntnisse aus der Kurzfrist- und Mittelfrist-Analyse auch im Einklang mit dem längerfristigen Trend befinden, schauen wir abschließend kurz auf den 5-Jahreschart:

DAX 2110 5j

DAX-Chart 5 Jahre (Wochenbalken)

Eintreffwahrscheinlichkeit für Jahresendziel 11.100 Punkte steigt

Der seit dem Crash in 2011 ausgebildete Aufwärtstrendkanal (blauer Trendkanal) ist zwar kurzzeitig aufgrund der Korrekturbewegungen wegen dem VW-Skandal nach unten unterboten worden, aber die VW-Verzerrung kann als irrationaler Ausreißer gewertet werden.

Das bedeutet, der Zipfel unterhalb der unteren Begrenzung (schwarzer Pfeil) muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass der seit über 4 Jahren bestehende übergeordnete Trendkanal abrupt beendet ist. Gewisse irrationale Ausreißer gibt es in der Historie durchaus dann und wann.

Zusätzlich positiv: Die horizontale Unterstützung (obere grüne Horizontale) bildet mit der unteren Trendbegrenzung eine Kreuzunterstützung. Es bestehen also durchaus gute Chancen, dass sie hält und der DAX-Index eine Wende einleiten kann.

Wenn dabei der Widerstand an der roten Horizontalen überwunden werden kann, dann hat der DAX-Index deutliches Aufwärtspotenzial. Aktuell befindet er sich auf dem Weg dorthin und die Wahrscheinlichkeit für die Jahresendrally steigt täglich an!

Denn zwischen den beiden roten Linien liegt so gut wie kein Widerstand mehr!

Als Ziel ist dann der obere rote Horizontalwiderstand auszumachen. Er liegt bei 11.100/150 Punkten.

FAZIT:

Es sieht so aus, als ob der VW-Skandal tatsächlich als irrationales Ausnahmeereignis gewertet werden kann. Das bedeutet, die langjährigen aufwärtsgerichteten Kanäle bleiben intakt. Gelingt jetzt der Durchbruch durch die genannten Grenzen, dann steht einer Jahresendrally nichts mehr im Wege.

Ganz im Gegenteil, die noch teilweise massiv vorhandenen Shortpositionen der Institutionellen müssten dann zwangsläufig aufgelöst werden und werden eine Rally noch zusätzlich befeuern.

Nach oben warten Sie aber bitte auf den Durchbruch der 10.400.

Als Jahresendziel sind dann durchaus 11.100 Punkte und mehr drin, wenn die Weihnachtsrally startet.


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21. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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