DAX: Italien und USA schießen

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Jetzt müssen wir abwehren, was auf uns zukommt! Welche Konsequenzen das hat und welche Ziele jetzt vorherrschen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: gopixa / Shutterstock.com)

Liebe Leser,

Sie erhalten heute eine brandaktuelle DAX-Analyse mit Chartanalyse und Tipps von Michael Sturm.

Man könnte meinen, Sie sind bei der Fussball-WM nicht dabei und schießen deshalb mal ein paar politische Bälle ins deutsche Tor!

Das trifft auf Italien wie auch die USA zu!

Gute minus 600 Punkte haben die beiden betitelten Einflussfaktoren den DAX-Index in nur 1 Woche schon gekostet.

In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen in meiner Chartanalyse noch als Ziel 12.600 Punkte genannt, falls der DAX-Index die Unterstützung nicht halten sollte. Leider ist es genau so eingetreten.

Das einzig Positive daran, beides sind „politische Einflussfaktoren“. Rein fundamental hat sich nichts verändert…zumindest jetzt noch nicht. Die Vergangenheit lehrt, dass politisch bewegte Kurse auch rasch wieder klettern können.

Damit ist der DAX-Index seit Jahresbeginn wieder in die rote Verlustzone eingetaucht.

Wie geht es jetzt weiter? Wie tief können die Kurse fallen? Wie hoch können Sie steigen?

Schauen wir zunächst in den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

12.600 unterstützt kurzfristig

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index sehen Sie die 2 Negativreaktionen des Aktienmarktes auf Italien und Trump (rote Pfeile).

Aktuell hat sich der Index an seiner ersten Unterstützungszone bei etwa 12.600 (grüne Linie) stabilisieren können. Sollte der Verlauf innerhalb des Abwärtstrendkanals (blauer Trendkanal) nach Schema F ablaufen, dann bestünde jetzt erst einmal Luft bis etwa 12.850 Punkte. Danach sollte eine 3. Welle abwärts laufen, die den DAX-Index erneut an die Unterstützung 12.600 führt. Hält sie nicht, dann sind weitaus tiefere Kurse in Richtung 12.300 Punkte zu befürchten.

Es gibt zwei Gelegenheiten, an denen diese Schema-F-Abwärtsbewegung zugunsten eines neuen Aufwärtstrends gestoppt werden könnte.

Die Erste ist bei Erreichen der oberen Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrendkanals gegeben. Sollte der DAX nämlich diese überwinden, dann wäre der Trend zerstört und die Gefahr zunächst gebannt. Dazu müssten etwa 12.950 Punkte erreicht werden

Die zweite Gelegenheit hat der DAX-Index bei einem erneuten Test der 12.600er Unterstützung. Hält sie nämlich und der DAX erreicht die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals gar nicht mehr, dann wäre das ebenfalls ein positives Zeichen.

Wie tief der DAX allerdings sinken kann, wenn beide Gelegenheiten verpatzt werden, sehen wir erst im mittelfristigen 1-Monatschartbild:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Unterhalb von 12.600 nur noch 12.300, ansonsten 11.900!

Im mittelfristigen 1-Jahreschartbild vom DAX-Index sehen wir zunächst die zwei langen Bodenbildungsformationen in der Gegend von 11.900 Punkten (Zwei schwarze Mulden) in Form von zwei „Round Bottoms“.

Dax30 – Achtung, Achtung…

Dax30 – Achtung, Achtung…Wie erwartet konnte der Dax seine Kurserholung fortsetzen und heute nun den Widerstand bei 11.460 Punkten erreichen. Hiermit wurde also das Mindestziel für die laufende Kurserholung erfolgreich abgearbeitet. Aber ob… › mehr lesen

Nach der gelungenen Wende über den Widerstand bei etwa 12.600 Punkten (blaue Horizontallinie) startete der DAX-Index erwartungsgemäß weiter durch. Doch genau hier sind wir im Index wieder angelangt, nachdem die negativen Meldungen aus Italien und von Trump die Aktienmärkte durchschüttelten.

Wird die 12.600 gebrochen, dann sollte der DAX-Index schnell auf 12.300 rutschen und ein nachfolgender erneuter Test der „Kernunterstützung bei 11.900 Punkten“ (untere grüne Linie) wäre nicht auszuschließen.

Fazit mittelfristig: Noch Unterstützung an der 12.600er Marke. Sollte sie dennoch gebrochen werden, stehen schnell 12.300 als Ziel an.

Werfen wir abschließend einen Blick in den langfristigen 10-Jahres-Chart vom DAX-Index:

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Nix Neues!

Der übergeordnete Bullentrend (blauer Trendkanal) bleibt weiterhin auf langfristige Sicht vollkommen intakt. Auch bereits in den Jahren 2011, 2014, 2015 und 2016 gab es Phasen mit Konsolidierungshaken. Kein Trend der Welt kommt ohne diese Konsolidierungen im Aufwärtstrend aus!

So ist das Zick-Zack seit einem Jahr als Konsolidierung im Aufwärtstrend zu verstehen. Das sind mitnichten einfache Zeiten für Trader, zumal die jeweiligen Richtungen durchweg vom politischen Umfeld geprägt waren.

Aus langfristiger Perspektive ist die Börsenwelt immer noch vollkommen entspannt.

FAZIT:

Kurzfristiger Abwärtstrendkanal. Es gibt zwei Gelegenheiten, diesen zu beenden. Entweder über 12.950 steigen oder nach einem Anstieg bis 12.850 und einem erneuten Rückfall an der 12.600 stabilisieren.

Hält diese nicht, rechnen Sie mit einem schnellen Rückfall auf 12.300 Punkte.

Hier bietet sich die 11.900 als Maximalrisiko für die nächsten Monate an (untere grüne Linie). Sie ist aber nur durch weitere politische Unsicherheiten zu erreichen.

Aber davon gehe ich zunächst nicht aus!

An der Oberseite wäre das Optimalszenario das Erreichen der oberen Begrenzung des  Aufwärtstrendkanals. Das maximale Potenzial ist demnach zurzeit bei etwa 13.750 Punkte angesiedelt!

Achte Sie auf die genannten Marken 12.600 unten bzw. 12.950 oben.

Bitte bis dahin an der Seitenlinie bleiben!

Herzlichst, Ihr

Michael Sturm, Chefredakteur 5-Minuten-Trader und 30%-Trader


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!